15.02.2026, 16:21
(15.02.2026, 15:20)Jakob94 schrieb:(15.02.2026, 11:36)Reichtathletik schrieb:(15.02.2026, 11:22)mariusfast schrieb:(15.02.2026, 11:13)Reichtathletik schrieb: Ich sagte ja, wenn Leute so gut sind, dass sie für Deutschland starten, sind sie natürlich relevant. Mir geht es eher um die Kategorie darunter.
Aber die entwickeln sich ja noch dahin. Eine Burkard lief auch nicht unter 16 Minuten in den USA, obwohl sie schon aus der U-23 herausgewachsen war. Dennoch profitiert sie ja immer noch von den Grundlagen dort in ihrer Collegezeit (genauso wie nat. ihre Verletzungshistorie drüben, die ich übrigens auch mehrmals erwähnt habe. Es ist also kein einseitiges Bild was ich zeichne, sondern nur die Realität). Das gehört ja zu der Geschichte dazu. Also ist ja noch komischer, wenn wir sie alle ignorieren und dann so tun als seien Athleten wie Bäuerle etc. vom Himmel gefallen.
Niemand sagt dass man sie zwingend ignorieren muss. Es gibt ja auch Leute die schauen beispielsweise lieber Premier League als Bundesliga weil sie sagen dass sei hochwertiger. Für mich sind Leute die komplett im US-System groß geworden sind oder dorthin wechseln solange sie nicht für oder in Deutschland starten einfach nicht besonders relevant und wenn sie es dann tun quasi Quereinsteiger wie wenn jemand aus einer anderen Sportart wechselt. Das sind ja dann interessante Geschichten aber eben auch erst dann. Wenn wir die Leichtathletik in Deutschland wertschätzen und fördern wollen würde ich mir einfach wünschen dass wir den Athleten die den Sport hier vor Ort auch betreiben die Hauptbeachtung schenken.
Ignoriert diese Haltung nicht ein bisschen, dass auch vor dem College etwas stattgefunden haben muss? Du kommst ja nicht "einfach so" in ein College-Team sondern musst schon ein gewisses Niveau mitbringen (guter Anhaltspunkt können da denke ich die Listen von Scholarbook sein).
Klar kommt dann die Entwicklung in Richtung internationales Niveau oft/meistens in Amerika, aber der Grundstein wurde noch davor in Deutschland gelegt.
Da du so gerne von Wertschätzung sprichst, könnte man auch so argumentieren, dass wir die Jugendtrainer wertschätzen sollten, die Leute auf genau das Niveau bringen, die Option zu haben "all in" zu gehen (und damit ans College zu wechseln). Denn wenn du in der U20 "nur" das Niveau hast, dass du es ans College schaffst, aber nicht deutsche Spitze in deiner AK bist, ist es momentan in Deutschland so gut wie unmöglich, die gleichen Bedingungen wie am College zu bekommen.
Wenn man dann auf diejenigen verweist, die die Leistung in der Jugend hervorgebracht haben gerne. Das sind aber oft nicht die ATK der Welt, die sich damit Brüsten, sondern Trainer die ruhig im Stillen arbeiten.
Aber um auf Teilnehmerfelder bei NDM/SDM zurückzukommen beispielsweise: Vielleicht wäre es gut einfach diejenigen, sie hier den Sport machen, z.B. auch Hochschulmeisterschaften, entsprechend zu würdigen und deren Trainingsgruppen und Trainer.
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.

