11.02.2026, 23:13
(11.02.2026, 08:46)cnd schrieb: Wir hatten hier die Diskussion warum die Teilnehmerfelder teilweise schwächer sind, als sie sein könnten. Ich würde mir bei solchen Veranstaltungen eine Haltung wünschen, die zum Ausdruck bringt, dass man sie FÜR die Athleten durchführt, nicht gegen sie. Das zeigt sich oft in kleinen Dingen, die dann aber im Gesamteindruck haften bleiben. Ein paar Beispiele die ich selbst erlebt habe oder die mir zugetragen wurden:
- der Callroom befand sich in einer recht kalten Sporthalle, die Athleten durften sich nicht bewegen, es gab sogar Fälle in denen Verwarnungen erteilt wurden, weil man aufstand. Ich fordere nicht, dass die Athleten im Callroom völlig unkoordiniert hinrennen können wo sie wollen, aber es wäre schon toll sich hier etwas athletenfreundlicher zu zeigen - Stichwort Verletzungsgefahr durch kalt werden, Leistungseinbußen etc.
Das sind nur zwei konkrete Beispiele, die aber eine gewisse Haltung zeigen. Es wäre schön, wenn wir statt gelebtem Formalismus den Athleten zugewandte Entscheidungen erleben würden, die selbstverständlich im Rahmen der Regeln bleiben, aber nach Möglichkeit im Sinne der Athleten das ermöglichen was geht.
Danke für die Kritik! Dass der Call Room relativ kühl war, haben wir alle mitbekommen. Einen ähnlichen Hinweis erhielt ich bereits vor Ort und habe mit der zuständigen Schiedsrichterin gesprochen. Laut der Aussage wurde Läufe im Call Room versagt, aber jeder hatte die Möglichkeit, sich an der entsprechenden Box zu bewegen. Niemand wurde zum Sitzenbleiben gezwungen. Wenn das geschehen sein sollte oder der Eindruck entstanden ist, war das so nicht gewollt.
Ich verwahre mich aber gegen die Aussage, dass wir zu formal vorgegangen wären. Wie schon in der anderen Antwort geschrieben, haben wir alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Athletinnen und Athleten, die im Weitsprung oder Dreisprung außer Wertung angetreten sind, haben i.d.R. 6 Versuche bekommen, Athletinnen oder Athleten aW im Lauf einen Platz im Finale, wenn eine Bahn frei war.
Wir haben spontan einen Einlagelauf für die Frauen über 60 m organisiert, weil zu wenige angetreten sind, um 3 Runden zu rechtfertigen und wir auf die Wünsche der Trainer, die noch lange vor den beiden Vorläufen geäußert wurden, reagiert haben.
Leider wird oft nur gesehen, was verwehrt wurde, und nicht alle doch noch zugelassenen Dinge. Aber damit muss man als Wettkampfleitung leben.
(11.02.2026, 08:46)cnd schrieb: Noch ein Hinweis zum warm up: in Neubrandenburg gibt es einen schönen Warm-Up-Bereich hinter der Tribüne. Dennoch war es dort teilweise sehr gefährlich, da unkoordiniert in beide Richtungen gelaufen wurde und sich Athleten fast umrannten. Bei anderen Meisterschaften habe ich erlebt, dass eine Laufrichtung ausgeschildert wurde oder Bahnen für bestimmte Warm-Up-Phasen deklariert wurden, ggf. auch durch einen Helfer kontrolliert. Das sind so Kleinigkeiten, die aber sehr viel Wirkung haben und Gefahren minimieren.
Danke für den Hinweis. Ich hatte auch den Eindruck, dass es dieses Mal ungeordneter zuging. Das besprechen wir für das nächste Mal mit dem Ausrichter.

