06.01.2026, 16:44
(06.01.2026, 16:36)muffman schrieb:(06.01.2026, 16:23)Citius schrieb: Wenn Sportler sich wirklich mit dem Verein identifizieren, können sie für die nächste Generation eine Vorbildfunktion übernehmen und vielleicht dazu beitragen, dass später einmal sein Platz (aus der eigenen Jugend) eingenommen werden kann.
Das ist ein Nebenprodukt. HochleistungssportlerInnen gehen dorthin, wo sie den maximalen Erfolg haben können.
Und dir kommt nicht in den Sinn, dass dies dort sein kann, wo sie auch außerhalb des Bankkontos und der Ausstattung des Kraftraums noch Sinn, Heimat und Bedeutung finden?
Du versuchst hier immer krampfhaft alles, was nicht "professionell" im sinne von auf Erfolg, Professionalisierung und Kontstand getrimmt ist als überholt, schlecht oder "romantisch-verklärt" abzustempen. (Ich hoffe inständig, dass du das nicht auch auf andere Bereiche des Lebens überträgst).
Ein Beispiel: Max Thorwirth ist nach Tübingen gegangen (und bis zu dieser Saison bei seinem Heimatverein geblieben). Er hätte sicher bei einem anderen Verein mehr Geld bekommen können. Er hätte an anderen Standorten bessere Bedingungen bekommen können. Aber: Ihm gab die Vereinszugehörigkeit Sinnhaftigkeit in seinem Tun und Tübingen mit der familiären Atmosphäre beim Training (inkl. vielen die weit weg von Spitzensport sind) gab ihm das nötige Drumherum, um Spitzenleistungen zu erbringen. Und er ist jetzt nach Tübingen gewechselt, nicht mit der Begründung Geld, sondern weil er mit seinen Freunden(!) zusammen im Team laufen will.

