12.03.2015, 15:40
(12.03.2015, 11:28)dominikk85 schrieb:Nein. Das ist ein Trugschluss. Gerade wenn ein Langsprinter nicht so grundschnell ist, muss er mehr über die Ausdauer kommen. Du kannst ja die Grundschnelligkeit nicht beliebig verbessern.(10.03.2015, 09:01)DerC schrieb: Es sind auch seit Jahren Elemente von Clyde Harts erfolgreichen Trainingsprinzipien bekannt. Da wurde Ausdauer auch über recht langsame 200er mit kurzen Pausen aufgebaut - nah am klassischen Intervalltraining, wie wir es von Mittel- und Langstrecke kennen.die Athleten die Hart bekommt haben aber meistens ein ganz anderes Grundschnelligkeitsniveau, wenn ich 10.20 Sprinter bekomme fällt es leichter sich auf die Ausdauer zu konzentrieren.
wenn meine 400m Läufer dagegen die 200m schon über 21 laufen muss man andere Schwerpunkte setzen.
Man muss sich auf das konzentrieren was man verbessern kann. Leute wie Thomas Schneider oder Gaba sind nicht erst seit gestern dabei, sicher dass man da noch viel über die Grundschnelligkeit machen kann?
Man kann dagegen fast immer noch an einer besseren Umsetzung von 200 auf 400 arbeiten, einzige Ausnahme wären u. U. wirklich AthletInnen, die von den 800 kommen oder vielleicht sowas wie ein austrainierter Weltrekordler.
Auf der anderen Seite: Der 10,20 Sprinter muss möglichst viel von dieser Fähigkeit erhalten, er kann sich auch nicht nur auf die Ausdauer konzentrieren.
Und nicht vergessen: Schon für die 200 spielt die Sprintausdauer eine große und auch so etwas wie aerobe Ausdauer eine signifikante Rolle. D. h., mit 200m Zeiten gibst du nicht die reine grundschnelligkeit wieder. Auch die 200m Zeit kann schon ein zeichen von Ausdauermangel beinhalten bzw. auf der anderen Seite eine große Sprintausdauer zeigen.
Mangelnder Speed von unten kann aber nie eine Ausrede sein für falsches Training oder falsche Taktik.
Übrigens: Maslak ist in der Euphorie in Prag wohl etwas zu schnell angegangen. Außerdem ist es auch etwas anderes, wenn die antreibende ernsthafte Konkurrenz fehlt.
Gruß
C

