25.03.2025, 11:14
(19.03.2025, 17:20)Reichtathletik schrieb:(19.03.2025, 16:27)runner5000 schrieb: Benne Anderson ist im Nachgang der NCAAs zu Gast im Auslaufen Podcast. Er macht dieses Jahr eine Redshirt Saison, weil er mehr Grundlage aufbauen und zur U23 EM will. Zudem will er im letzten College Jahr alle drei Saisons haben.
Er beschreibt, dass sein Coach noch recht gemäßigt ist, was das Thema Wettkampfverpflichtungen angeht. Er sagt allerdings auch, dass bei einer möglichen Quali für die WM in Tokio eine Teilnahme nicht realisierbar wäre, da das zu spät im Jahr und die Crosssaison wichtiger ist.
Beim letzten Satz merkt man mal wieder was in der Leichtathletik zZ schief läuft...
Ich hab das Interview erst jetzt hören können. Ich wusste bislang gar nicht, dass es 100% in der USA aufgewachsen ist. Dachte immer er sei zum Studium erst rüber und quasi zuvor in Schleswig-Holstein ausgebildet worden.
Jetzt verstehe ich auch, warum es in SH große Vorbehalte dazu gibt, dass er die Landesrekorde in SH hält. Wenn er quasi fast gar keine (sportliche) Bindung dazu hat, ist das natürlich etwas fraglich. Klar, rechtlich ist das Startrecht bei einem Verein dort, aber das ist natürlich schon frustrierend für die Leute, die nie gegen ihn Laufen und ihn nie irgendwo sehen.
Auch auf verbandspolitischer Sicht ist es natürlich Blödsinn, dass der Landesverband für seine U20-Platzierung und Kaderzugehörigkeit Punkte bekommt. Rein theoretisch könnte man ja hingehen und sämmtliche leute mit (auch) deutschen Pass in einen Verein in einen LV beitragsfrei aufzunehmen und würde sie nur zur DM schicken. Dann gilt man nachher als super erfolgreich braucht aber nicht einen Trainer oder gar Sportplatz. Denke mit der zunehmenden Bedeutung von College-Athleten muss da eine Grundlage geschaffen werden, wie viel "Leistung" aus Deutschland kommen muss, ehe Athleten wirklich einem LV zugeordnet werden.
Dafür kann der Athlet selbst freilich nichts.