06.12.2014, 16:15
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.12.2014, 16:18 von Hellmuth K l i m m e r.)
(04.12.2014, 16:29)Delta schrieb: Wir können uns ja mal im Detail unterhalten wie Dopingkontrollen in D bei kleinen Meetings ablaufen.Hallo, Delta, du großer Kenner der Marathonszene, der du - im Ggs. zu Robb - scheinbar "Marathonistik" studiert hast.
Dass Sachenbacher an der Olympia mit Nahrungsergänzungsmittel erwischt wird obwohl sie diese schon einige Zeit einnahm. Die hätten zu jedem deutschen Test auch erscheinen sollen !!!!
Eine detaillierte Unterhaltung mit dir, darüber wie in D. die Dopingkontrollen ablaufen, würde ich gern führen. Aber ich denke, du hast sie auch noch nicht wirklich ("von innen") erlebt.

Darüber zu klagen, dass ja viel zu wenig Kontrollen weltweit gemacht werden, ist blauäugig. Es wird niemanden, keiner Nation möglich sein, tatsächlich ausreichende Tests durchzuführen.

Ich bin der Meinung, dass es eigentlich schon jetzt unzumutbar für uns alle ist, s o viel Geld dafür zu verwenden (rauszuschmeißen!).
Bei einem Kolloquium (Leipzig, 11. 1. 2000) bemerkte der anerkannte Dopingexperte Prof. Klaus Müller/Kreicha, dass die Aufmerksamkeit und die Unterstützung, die der Dopingkampf hierzulande findet, eigentlich übertrieben ist. Und er fügte beispielhaft hinzu, dass fünf Giftmorde nicht so viel Aufmerksamkeit erzeugen, wie ein positiver Dopingfall. - Müller hatte zuvor jahrelang in der Gerichtsmedizin gearbeitet.
Ich will damit sagen, dass Doping immer nur ein klein wenig bekämpft werden kann (sollte), dann aber gezielt, "intelligent". Was wir, zunehmend mehr!, für das Jagen der Doper ausgeben, ist in meinen Augen schon jetzt zu viel.

H. Klimmer / sen.