(17.11.2014, 10:00)Halloo schrieb: Es wäre gut, das netativ gewesene zu vergessen, weil Verbitterung krank macht und an der Lage nichts ändert
Es macht mir nicht zu schaffen. Ich habe nur den Zustand danach erklärt. Mit Sabine bin ich voll im Reinen. Wir wissen heute beide, was wir aneinander hatten.
Zitat:Sie schreiben, dass Sie heute in Wissen UND ANWENDUNG wesentlich besser sind als vor 15-20 Jahren und bezeichnen das als einen Quantensprung (sprunghafte Veränderung). Kann es wirklich sein, dass Sie als aktive Trainerin soviel weniger drauf hatten als heute?Es wäre doch dumm zu sagen, dass man vor 15 Jahren wissenschaftlich auf dem Stand von heute war. Es gibt ganze Wissenschaftszweige, die sich neu etabliert haben und ich für würdig erachte, integriert zu werden. Sicherlich würde ich auch heute einige Übungen bei Sabine verändern, obwohl wir schon sehr schonend trainiert haben und der damaligen Zeit viel voraus waren. Es gibt auf neuromuskulärem und muskulärem Gebiet enorme Fortschritte, denen man sich nicht verschließen sollte. Ich habe mich letztens mit einer ehemaligen Olympiasiegerin unterhalten, die meinte: "Gertrud, du darfst diese Sachen nicht alle für dich behalten!" Auch Hanne Keydel ist immer wieder der Meinung. Ich verteile mein Wissen nicht flächendeckend, weil ich diese trüben Erfahrungen gemacht habe. Ich bin heute so hart, locker zuzuschauen, wenn diese Mobber Verletzte produzieren. Ich verzeihe, aber ich vergesse nicht!
Zitat:Leider merkt man das in der LA ihrer Gegend nicht, die mehr oder weniger vor sich hindümpelt. Ist eigentlich sehr schade, denn qualifizierte Trainer/innen werden dringend vor Ort gebraucht, was nicht (nur) auf den Hochleistungssport bezogen ist. In der Schule boten/bieten Sie doch auch keinen Hochleistungssport an. Wenn man aktiv im Verein Basisarbeit leistet, kann man - und können andere - feststellen, ob man für den harten Job einer Hochleistungstrainerin körperlich überhaupt noch geeignet ist. Wir werden alle älter und lassen nach..... ob wir es wahr haben wollen oder nicht.
Es macht mir immer wieder Freude, wenn junge Trainer mit ihren Schützlingen zu mir kommen und an geeigneten Übungen partizipieren wollen. Dann ist meine Arbeit absolut nicht umsonst. Wir stehen in ständigem Dialog. Sollte mir ein überragendes Talent an unserer Schule auffallen, werde ich sicherlich rückfällig; aber ich stelle mich nicht für eine Gruppe zur Verfügung, weil ich das in meinem Alter auch nicht mehr will. Ich halte aber den Kontakt zu den Trainern beim VfL Hüls und auch zu einem anderen Verein. Wenn ich parallel mit Schülern in der Halle trainiere, können sie sich einiges abgucken, was auch meine Absicht ist, um deren Wissensstand zu erhöhen. Wenn der Kraftraum mal Formen annimmt, werde ich sicherlich eine Einführung für Lehrer und Trainer geben. Ich suche mir schon meine Nischen. Warum der Raum vor sich hindümpelt, hat natürlich auch damit zu tun, dass umliegende Großvereine die Regionen "abgrasen". Wenn die Athleten dann besser untergebracht sind, halte ich das sogar für sinnvoll.
Meine Trainingsvorstellung ist auf absolute individuelle Korrektur ausgelegt. Da ist ein Gruppentraining in großer Stärke kontraproduktiv. In meiner Freizeit will ich kein verschultes Training mit 20 Athleten und auch nicht mit unbegabten Athleten.
Gertrud

