04.09.2014, 15:10
Ich zweifle daran, ob es überhaupt eine gerechte Punktetabelle geben kann. Wenn man nämlich definiert:
"Eine Punktetabelle ist gerecht, wenn sie für vergleichbare Leistungen vergleichbare Punkte vergibt", klingt dies auf den ersten Blick plausibel, aber: Was ist vergleichbar?
Es ist schon mehrfach in diesem Thread darauf hingewiesen worden, dass man im Grunde bei unterschiedlichen Disziplinen Äpfel mit Birnen vergleicht.
Ja, wenn man z.B. nur Laufdisziplinen hätte ... Dann könnte man einfach die Zeiten auf 100 Meter herunterbrechen, und wer dann die wenigsten Punkte hat, hat gewonnen (ähnlich wie der Vierkampf beim Eisschnelllaufen). Aber dem ist nun einmal nicht so.
ein anderer Denkansatz könnte wie folgt lauten:
"Die Bewertung der Leistungen ist gerecht, wenn die Ergebnisse jeder Disziplin den gleichen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben."
Um zu so einem Wertungssystem zu kommen, müsste man wahrscheinlich die Ergebnisse aller wichtigen Wettbewerbe im Mehrkampf statistisch untersuchen und daraus ein System generieren (ohne Rücksicht auf Weltrekorde der Spezialisten) aber wie man dies macht, weiß ich auch nicht. Vielleicht habe ich ja irgendwann mal eine Idee.
Aber auch dieser Denkansatz könnte angezweifelt werden - immerhin hat ja der Zehnkampf 4 Laufdisziplinen und jeweils drei Sprung- und Wurfdisziplinen. Und da könnte man wiederum der Gerechtigkeit halber verlangen, dass die Laufdisziplinen gegenüber den anderen Disziplinen jeweils einen um 6,6 Prozent geringeren Einfluss auf das Gesamtergebnis haben müssten, um die größere Zahl der Laufdisziplinen auszugleichen.
Man kann natürlich auch noch in ganz andere Richtung argumentieren, z.B. behaupten, dass der Ausdauerbereich im Zehnkampf unterrepräsentiert ist und dass deshalb der 1500-Meter-Lauf stark aufgewertet werden muss ...
Ich beende darum meine Äußerung genauso, wie ich sie begonnen habe: Ich zweifle daran, dass es eine gerechte Punktetabelle gibt.
"Eine Punktetabelle ist gerecht, wenn sie für vergleichbare Leistungen vergleichbare Punkte vergibt", klingt dies auf den ersten Blick plausibel, aber: Was ist vergleichbar?
Es ist schon mehrfach in diesem Thread darauf hingewiesen worden, dass man im Grunde bei unterschiedlichen Disziplinen Äpfel mit Birnen vergleicht.
Ja, wenn man z.B. nur Laufdisziplinen hätte ... Dann könnte man einfach die Zeiten auf 100 Meter herunterbrechen, und wer dann die wenigsten Punkte hat, hat gewonnen (ähnlich wie der Vierkampf beim Eisschnelllaufen). Aber dem ist nun einmal nicht so.
ein anderer Denkansatz könnte wie folgt lauten:
"Die Bewertung der Leistungen ist gerecht, wenn die Ergebnisse jeder Disziplin den gleichen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben."
Um zu so einem Wertungssystem zu kommen, müsste man wahrscheinlich die Ergebnisse aller wichtigen Wettbewerbe im Mehrkampf statistisch untersuchen und daraus ein System generieren (ohne Rücksicht auf Weltrekorde der Spezialisten) aber wie man dies macht, weiß ich auch nicht. Vielleicht habe ich ja irgendwann mal eine Idee.
Aber auch dieser Denkansatz könnte angezweifelt werden - immerhin hat ja der Zehnkampf 4 Laufdisziplinen und jeweils drei Sprung- und Wurfdisziplinen. Und da könnte man wiederum der Gerechtigkeit halber verlangen, dass die Laufdisziplinen gegenüber den anderen Disziplinen jeweils einen um 6,6 Prozent geringeren Einfluss auf das Gesamtergebnis haben müssten, um die größere Zahl der Laufdisziplinen auszugleichen.
Man kann natürlich auch noch in ganz andere Richtung argumentieren, z.B. behaupten, dass der Ausdauerbereich im Zehnkampf unterrepräsentiert ist und dass deshalb der 1500-Meter-Lauf stark aufgewertet werden muss ...
Ich beende darum meine Äußerung genauso, wie ich sie begonnen habe: Ich zweifle daran, dass es eine gerechte Punktetabelle gibt.