08.11.2021, 09:38
(07.11.2021, 08:59)Befürworter schrieb: Es gibt beträchtliche Unterschiede zu einem normalen Weltcup: reduziertes Programm, reduzierte Zahl der Läufe, extrem kurze Pausen, keine Siegerehrungen, vor allem aber eine Gesamtwertung. Und das alles in fünf Events in sechs Wochen im Free-TV.ah OK, habe das nicht mehr so verfolgt.
Das Entscheidende ist aber, dass das für die Sportler so attraktiv ist, dass dort wirklich die Allerbesten der Besten gegeneinander antreten. Manche haben sogar den Rücktritt vom Rücktritt verkündet - obwohl sich 1.000 Euro Prämie für den Tagessieg und 25.000 Euro Prämie für den Gesamtsieg gar nicht so weltbewegend anhören. Für Bahnradsportler ist das aber eine Menge, und der sportliche Aspekt und die Aufmerksamkeit tragen einen vielleicht sogar größeren Teil zu den attraktiven Strterfeldern bei.
Ich habe mir das gestern auch gerne angeschaut und bin gut unterhalten worden. Dass ganze Disziplinen durch die Streichung des Weltcups damit mehr oder weniger entfallen, sehe ich aber sehr skeptisch. Allerdings muss man so ehrlich sein, dass die außerhalb der Großereignisse früher auch gar nicht wahrgenommen wurden und sich somit nichts ändert.
Und was bedeutet das jetzt für die Leichtathletik? Dass man sich dort auch unbedingt überlegen sollte, wie man seinen Sport außerhalb der Großereignisse zu den Menschen bringen kann. Die Diamond League war eine gute Idee, ist aber mittlerweile krachend gescheitert. Hinter der Pay-TV-Wall und ohne permanente Duelle der Superstars generiert man keine Aufmerksamkeit. Ich habe glaube ich schon mal vorgeschlagen, dass man die vorhandenen Ansätze konsequent ausbaut: Organisation aller Meetings als Ligensystem mit Auf- und Abstieg und Qualifikation für EM, WM und Olympia ausschließlich über die Gesamtwertung (bei Beibehaltung der drei Starter pro Land) würden die Leichtathletik aus ihrem selbstverursachten Nischendasein herausholen.
Allgemein finde ich die Entwicklung des bahnrad sports nicht so wirklich toll. Traditionelle Disziplinen wie die einerverfolgung und das Zeitfahren wurden durch irgendwelche team Events etc ersetzt, zumindest bei olympia.
Ich habe nichts gegen teamsprint, omnium und 2er mannschaftsfahren, aber für mich gehören das Zeitfahren und die einerverfolgung zum bahnrad Sport dazu, imo waren sie sogar nach dem Sprint die wichtigsten Disziplinen und jetzt gibt es sie nicht mehr.
Mag sein das Zeitfahren für das TV weniger attraktiv sind (im Biathlon wurden einzelstarts ja bis auf den sprint auch weitestgehend abgeschafft genau wie auch im skilanglauf), aber sportlich ist es für mich ein rückschritt.

