(19.02.2021, 08:24)dominikk85 schrieb: Man muss sich allerdings auch fragen wie viele voll berufstätige den enormen zeitlichen Aufwand von Frau Schäfer heute noch leisten können.
Ihr Job als Sportlehrer war da sicherlich ideal, dazu hatten Sie ja auch familiär alles darauf abgestimmt.
Selbst ein Lehrer muss heute mindestens 2 Fächer unterrichten was im Gegensatz zum Sportunterricht bedeutet nachmittags Klausuren zu korrigieren. Und in der freien Wirtschaft sind die Anforderungen an die Zeit meistens noch höher und die Flexibilität meistens noch geringer.
Dazu kommt das viele Trainer auch Frau und kinder haben.
Ja, es ist auffällig, dass z.B. Günter Eisinger, HjH und ich Single sind oder waren, alle auch im Schuldienst gearbeitet haben. Das hat sicherlich den Zeitfaktor für den Leistungssport erhöht. Ich habe wirklich fast alles meiner Sportleidenschaft untergeordnet, war und bin aber dabei glücklich und zufrieden. Manchmal träume ich davon, noch einmal jung und meine heutige pekuniäre Lage zu haben: Ich würde ein Haus mit sportlich allem Drum und Dran hinsetzen. Als ich Jochen und Manon Eigenherr mal in ihrem Haus mit 3000m Land besucht habe, sagte Manon zu mir, als sie meinen weit schweifenden Blick sah: "Ich weiß, du würdest hier Wurfanlagen errichten!"
Zitat:Wenn es jemanden wie Frau Schäfer gibt sollte der verband es auch nutzen und nicht starr auf hauptamtlichkeit beharren, aber es ist denke ich auch klar das die Zahl der Leute die heutzutage in der Lage sind neben einem Vollzeitjob einen solchen immensen Aufwand zu betreiben Recht gering ist, die meisten Nebentätigkeitstrainer machen ein paar Stunden die Woche und dann am WE Wettkampf (was auch schon belastend ist), aber Vollzeit arbeiten und 25 + Stunden auf dem Platz stehen können nur ganz wenige.
Man muss unterscheiden: Der Verband würde mich sicherlich in der Fortbildung mehr einsetzen. Ich wollte aber immer selbst "am Mann arbeiten". Ich bin nicht die "Teamfrau im DLV-Sinne". Es ist doch ein Witz, verletzungsproduzierende Trainer einzusetzen und die erfolgreichste Trainerin im Mehrkampf mit einer 0-Quote an Verletzungen und OP innerhalb von 25 Jahre nicht. Ich könnte auch als Scout arbeiten und der DLV hätte hundertprozentig kein Nachwuchsproblem mehr. Das ist aber nicht meine Intension. Das rate ich übrigens dem DLV, in der Richtung einiges zu tun.
Auch wenn man es im DLV niemals zugibt, hat man meine Ideen und Hinweise z.B. hinsichtlich Sprint, Krafttraining und funktioneller Anatomie doch meistens hier aus dem Forum nachgeahmt, wenn auch oft erst sehr viel später.
Ein BT-Speerwurf hat mal bei einer Fortbildung öffentlich gesagt, dass man wie Gertrud in der Prophylaxe arbeiten möchte.Zudem bin ich von einer Person in Wattenscheid dermaßen hinter meinem Rücken bis zur Vereinsspitze und sogar bis Neubrandenburg schlecht gemacht worden, weil man mich als Konkurrenz ausräumen wollte und in Wattenscheid ausgeräumt hat. Ein Trainer von Neubrandenburg setzte mich davon in Kenntnis. Ich hatte nie mit Michael Huke einen Disput oder eine entsprechende Diskussion; trotzdem hat er zu einer Person gesagt: "Die wollen wir nicht einmal auf dem Platz hier sehen, geschweige denn als Trainerin!!!" Eine solche Demontage hinter meinem Rücken hat mich sehr getroffen. Ich war immer harmoniebedürftig; aber mit einer Person werde ich bis zur Urne keinen Frieden schließen!!! Ich unterscheide sehr genau, wer mich genutzt oder benutzt hat. Ich musste über die Ausbeute bei den letzten DM von Wattenscheid doch schmunzeln.
Das gab´s seit Jahren dort nicht. Über den Verletzungspunkt der Protagonisten und Protagonistinnen im Verein sollte sich Michael Huke mal Gedanken machen. Es gibt andere Lösungen, als Verletzungen zu produzieren und hinterher durch Physiotherapeuten behandeln zu lassen; aber darauf muss man erst einmal kommen.
Daher rate ich D. Chounard beim Einsatz von Trainern vor allem auch im Jugendbereich, TuT mit einer ordentlichen Verletzungsstatistik einzusetzen und auch die Gehälter in diesem Bereich zu staffeln. Gesundheit der AuA hat mehr Wert als "Teamgesülze". Man hält sich im Verband als TuT nicht, wenn man nur gut im Fach ist. Man muss auch noch die Vernetzungen beherrschen. Das ist aus meiner Sicht so. Ich lehne diese hierarchischen Ränkespiele völlig ab, wenn ich fachlich recht habe.
Gertrud

