20.06.2020, 07:36
Ich bin definitiv kein Anhänger "lockerster" Regelungen, aber es ist schon ein Unterschied ob wir von 25000 Neuinfektionen am Tag sprechen und diese auch noch landesweit und gut verteilt auftreten, oder von 500 wie in D und diese auch noch fast ausschießlich in lokalen Herden (Infektionen in der Fleischproduktion machen mehr als 75% der Neuinfektionen aus!).
Hysterie desinfiziert nicht, völlige Regellosigkeit wird die Pandemie nicht stoppen, also ist ein Mittelweg erforderlich. Ich habe mir Atanvarnos link mal durchgelesen und muss auch feststellen, dass hier "Organisationstechnokraten" die Richtlinien verfasst haben… Die Rückverfolgbarkeit macht absolut Sinn (in Asien sind so die Erfolge zustande gekommen), Hygieneregeln machen Sinn (täten sie auch in Grippezeiten…) und auch die Steuerung größerer Menschenansammlungen macht Sinn (in Florida hat die Urlaubssaison begonnen, die Infektionszahlen steigen sofort drastisch - wegen der Missachtung sinnvoller Regelungen).
Das Problem ist, dass man "zu scharfe Regelungen" leicht abmildern kann, die Wirkung zu lockerer Regelungen aber nur sehr schwer einfangen kann. Schweden diskutiert, hält aktuell Zahlen zurück weil die bisherige Linie auch innerhalb der Regierung bröckelt, die meisten Mitarbeiter im Gesundheitswesen und in der Altenpflege sind physisch und psychisch schon lange über der Belastungsgrenze - ein Zustand den man in D vermieden hat. Gegen amerikanische, schwedische oder britische Probleme sind die hierzulande beinahe schon zu belächeln. Ja, die Vorsicht nervt, vor allem wenn die Angst schwindet - die Angst schwindet aber nur deswegen, weil die Vorsichtsmaßnahmen Wirkung zeigen. Die Freundin meines Sohnes ist Brasilianerin, es gibt Todesfälle in ihrer Familie, aber sie traut sich momentan nicht nach Haus zurück… In Schweden werden Verstorbene in Altenheimen eingeäschert und erst 2021 beerdigt… Und Trump wird demnächst ohne Maske vor tausenden Anhängern sprechen.
Es ist ein Balanceakt auf einem unbekannten Seil, die Art wie hier in D Regelungen in Worte gefasst und verfügt werden ist aber beinahe das größere Problem als die Verfügungen selbst… Ich kann Atanvarno gut verstehen, das man nach DIESER Lektüre keinen Spaß mehr hat die Verantwortung zu übernehmen. Ich habe andererseits jetzt 2 Monate auch die Diskussionen in den verschiedenen Stäben mitbekommen und nehme jetzt erst einmal Quarantäne - aber eher eine fürs Gemüt als für die Risikobegrenzung. Sport war und ist immer Teil meines Lebens - auch in den vergangenen Monaten (und Laufen durfte ich ohne jede Ausgangssperre) - gewesen, Wettkämpfe lassen mich aber schon eine Weile kalt, organisatorisch wie auch als Teilnehmer, insofern bin ich nicht ganz so neutral. Unter den gegebenen Bedingungen sind Trainingswettkämpfe wohl die einzige Alternative und die / eine DM wohl eher kein Genuss…
Hysterie desinfiziert nicht, völlige Regellosigkeit wird die Pandemie nicht stoppen, also ist ein Mittelweg erforderlich. Ich habe mir Atanvarnos link mal durchgelesen und muss auch feststellen, dass hier "Organisationstechnokraten" die Richtlinien verfasst haben… Die Rückverfolgbarkeit macht absolut Sinn (in Asien sind so die Erfolge zustande gekommen), Hygieneregeln machen Sinn (täten sie auch in Grippezeiten…) und auch die Steuerung größerer Menschenansammlungen macht Sinn (in Florida hat die Urlaubssaison begonnen, die Infektionszahlen steigen sofort drastisch - wegen der Missachtung sinnvoller Regelungen).
Das Problem ist, dass man "zu scharfe Regelungen" leicht abmildern kann, die Wirkung zu lockerer Regelungen aber nur sehr schwer einfangen kann. Schweden diskutiert, hält aktuell Zahlen zurück weil die bisherige Linie auch innerhalb der Regierung bröckelt, die meisten Mitarbeiter im Gesundheitswesen und in der Altenpflege sind physisch und psychisch schon lange über der Belastungsgrenze - ein Zustand den man in D vermieden hat. Gegen amerikanische, schwedische oder britische Probleme sind die hierzulande beinahe schon zu belächeln. Ja, die Vorsicht nervt, vor allem wenn die Angst schwindet - die Angst schwindet aber nur deswegen, weil die Vorsichtsmaßnahmen Wirkung zeigen. Die Freundin meines Sohnes ist Brasilianerin, es gibt Todesfälle in ihrer Familie, aber sie traut sich momentan nicht nach Haus zurück… In Schweden werden Verstorbene in Altenheimen eingeäschert und erst 2021 beerdigt… Und Trump wird demnächst ohne Maske vor tausenden Anhängern sprechen.
Es ist ein Balanceakt auf einem unbekannten Seil, die Art wie hier in D Regelungen in Worte gefasst und verfügt werden ist aber beinahe das größere Problem als die Verfügungen selbst… Ich kann Atanvarno gut verstehen, das man nach DIESER Lektüre keinen Spaß mehr hat die Verantwortung zu übernehmen. Ich habe andererseits jetzt 2 Monate auch die Diskussionen in den verschiedenen Stäben mitbekommen und nehme jetzt erst einmal Quarantäne - aber eher eine fürs Gemüt als für die Risikobegrenzung. Sport war und ist immer Teil meines Lebens - auch in den vergangenen Monaten (und Laufen durfte ich ohne jede Ausgangssperre) - gewesen, Wettkämpfe lassen mich aber schon eine Weile kalt, organisatorisch wie auch als Teilnehmer, insofern bin ich nicht ganz so neutral. Unter den gegebenen Bedingungen sind Trainingswettkämpfe wohl die einzige Alternative und die / eine DM wohl eher kein Genuss…