09.10.2026, 17:06
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.10.2026, 17:11 von OldSchoolRunner.)
(09.10.2026, 15:06)Läufer 800m schrieb:(09.10.2026, 12:12)OldSchoolRunner schrieb:(09.10.2026, 11:52)Läufer 800m schrieb: Ganz ehrlich, wenn die Athleten darin keine Vorteil sehen würden, würden sie nicht dorthin wechseln. Zur Zeit hat das Konzept Zulauf, daher sollten sich alle traditionellen Vereine halt dann doch Fragen, machen wir etwas falsch in der traditionellen Struktur?
Wenn es an der traditionellen Struktur liegt, dann gebe ich Dir recht.
Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es genügend Athleten gibt, die vor allem aufgrund finanzieller Anreize zu den Athletics-Vereinen wechseln. Und da wäre ich in der Beurteilung vorsichtiger, denn nicht jeder traditionelle Verein kann sich einen Mäzen (und so würde ich Claus Dethloff u.a. bezeichnen) aus dem Hut zaubern.
Das Vereine sich die finanzielle Unterstützung nicht leisten können gehört auch zu den Strukturen. Daher, wenn sie ansonsten halt alles strukturell richtig machen aber finanziell nicht mithalten können, dann ist in einer offenen Gesellschaft halt auch möglich zu wechseln. Tatsächlich ist es aber auch so, das insbesondere bei kleineren Vereinen oftmals die ganze Organisation von einem oder zwei Personen abgewickelt werden, wenn die die Segel streichen, dann greift man halt auf die zurück, und wenn es einige Mäuse auch noch gibt, dann ist das oK. Ich finde die Diskussion halt über die Person, des Gründer , der im Video auch bei mir ziemlich schlecht rüberkommt, für Fehl am Platze. Haben die traditionalisten etwa Angst das er ihnen die Spitzenathleten abspenstig macht. Oder ist es doch dann nur die Antipathie der Person gegenüber ? Wie diesen Meinungsaustausch empfinde ich sein Konzept auch als einen Bestandteil eines Wettkampfes um Athleten in der Leichtathletik und um Strukturen die halt immer nach besseren Lösungen suchen. Sollte sich das als wirkliche Nullnummer entpuppen dann werden die Athleten auch wieder Wechsel. Aber einen Anlass mal über die deutschen Strukturen nachzudenken sehe ich dadurch schon geben.
Lass es mich anders formulieren: wo siehst Du denn die Bereiche, die die Athletics-Clubs besser machen als die traditionellen Vereine? Was könnten etablierte Vereine nicht, wenn Du ihnen einen Millionär zur Unterstützung an die Seite stellst? Hätten z.B. die Running Gags bei Höchstadt bleiben können, wenn ein Sponsor für die nächsten Jahre jährlich 50.000-100.000 Euro zur Verfügung gestellt hätte?
Die Fragen haben wirklich nichts mit Neid angesichts der finanziellen Möglichkeiten zu tun, sondern es geht mir darum zu verstehen, wo Du den konzeptionellen Unterschied siehst, der für Athleten attraktiv ist. Mir ist es dabei auch egal, ob ich Claus Dethloff sympathisch finde oder nicht. Deswegen diskutiere ich auch nicht in erster Linie darüber, sondern was traditionelle Vereine denn wirklich lernen könnten.
Als Ergänzung: Natürlich ist es aus Athletensicht legitim, sich für ein gutes finanzielles Angebot zu entscheiden und manchmal sogar Voraussetzung, den Leistungssport weiter betreiben zu können. Die möglichen Risiken, wenn man sich als Athlet zu sehr auf das Finanzielle beschränkt, hat Reichathletik schon genannt.

