Seinen Status als zweite Sportart nach dem Fußball hat die Leichtathletik ja schon lange verloren. Es läßt sich nur erahnen wieviele potentielle Stars niemals einen Fuß auf die Tartanbahn gesetzt haben, aber was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß...
Doch wenn jemand erst einmal in Erscheinung getreten ist, wüßte ich schon zu gerne was er zu leisten im Stande wäre.
Und ein solches Supertalent ist der US Amerikaner Grant Holloway (19.11.1997 / 1,90m / 90kg).
Die besten Football Colleges haben den äußerst begabtern Spieler regelrecht gejagt. Zu deren Überraschung hat er sich aber für ein Leichtathletikstipendium entschieden und bestreitet jetzt seine erste Collegesaison für Florida.
Speed: 6,22 s über 55m
Schnelligkeitsausdauer: 32,80 s über 300m (indoor)/ als Schlussläufer in einer 4x400 Staffel kürzlich sogar fliegend: 44,1 (diese Zeit erscheint plausibel bei Betrachtung des Videos)
Gewandheit: 13,51 s (+2,3) in einem seiner ersten Läufe über die Männerhürden (7,58 s 60m Hürden indoor)
Sprungvermögen: 2,16 m Hochsprung, 8,05 m Weitsprung
Kraft: 12,58 m (6kg) Kugel. Wird offenbar kaum trainiert.
Wer einmal Zehnkampf betrieben hat, weiß, dass dazu mehr als die bloße Addition der Einzelleistungen gehört.
Aber dies ist wirklich ein sonnenklarer Fall. Wer sagt diesem 19 jährigen Jungen bitte, dass ein 9000+ Zehnkämpfer in ihm schlummert und wie begeistert man ihn bloß rechtzeitig dafür?
Mir kamen beim Lesen zwei Gedanken: Deutschland verliert mal wieder ein Hochsprung-Talent und sie werden immer jünger.
Plaza sprang mit 17 schon 1.88m und wurde vierte bei der U20-WM, ich glaube, sie hatte in dem Wettkampf auch einen sehr knapp gerissenen Versuch über 1.90. Sie ist erst 22 Jahre alt, Hocke, Königsmark, Möhlenkamp, Klopsch, kommt mir das nur so vor oder verlieren wir mehr Talente als früher in jungen Jahren?
Gefährdung des ulnaren Collateralbandes im Speerwurf:
Sinngemäß unveröffentlichte Daten von W.P.Smutz: Hochfrequenzkamera-Bewegungsanalysen – Feststellung maximaler Drehmomente von 107±23Nm, Reißgrenze an Leichenbändern 32,9±5,4Nm; Reißgrenze bei weitem durch varisierende Kräfte auf externe Vagusstellung im Speerwurf überschritten!!!
Entstehung durch Mikrotraumen von Überlastungsschäden
Prophylaxe durch biomechanische Kenntnisse und präventive Maßnahmen
Ich würde im Speerwurf (auch möglichst in anderen Disziplinen sehr ungerne!) einen Athleten aus unterschiedlichen Kenntnisgründen heraus niemals auch nur für einen Tag in fremde Hände ohne meine Kontrolle geben – never!!! Meine Kontrollkriterien sind vielfach praktisch und kenntnisreich hart überprüft. Wenn ein/e Athlet/in diese meine Grundsätze verletzt, kann er/sie gehen. Wenn ich teilweise den Schrott sehe, der in offiziellen TL trainiert wird, kann ich es oft gar nicht fassen. Es gibt natürlich auch Trainer/innen, denen ich vertraue.
Bevor man z. B. Speerwurfgeräte und Speerwurfübungen konstruiert, sollte man gezielt denken, wenn man denn über die Hintergrundinformationen verfügt.
Vielleicht wirkt mein Einwand auf einige wieder redundant und pathologisch.
Vier Weltrekorde (zusätzlich noch die über 15 und 20 km) in einem Rennen!
5 km-Durchgangszeit unter 15 min!
10 km-Durchgangszeit knapp über 30 min!
Der bisherige Weltrekord im Halbmarathon wurde erst im Februar in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) von der Kenianerin Peres Jepchirchir aufgestellt.
Der bisherige Weltrekord über 10 km wurde bereits im Jahr 2003 von Paula Radcliffe im Vorfeld ihres Marathon-Weltrekords aufgestellt.