Seit heute sind die Startlisten für das CMCM Indoor Meeting Luxemburg am 13. Februar, nachmittags, online. Mit einigen starken deutschen Athlet*innen im Aufgebot:
Frauen
60m: Jennifer Montag
800m: Katherina Trost, Majtie Kolberg, Christina Hering
1500m: Gesa-Felicitas Krause, Patricia de Graat
Startlisten und Live-Resultate: [Nur angemeldete Benutzer können diesen Inhalt sehen!] oder über die Roster Athletics App
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Deutsche Starter:
ab 19:00: Hochsprung der Männer (Qualifikation) mit Jonas Wagner, Mateusz Przybylko und Tobias Potye
ab 19:08: Weitsprung der Männer (Qualifikation) mit Maximilian Entholzner
ab 19:15: Kugelstoß der Frauen (Qualifikation) mit Christina Schwanitz, Sara Gambetta und Katharina Maisch
ab 19:30: 3000m der Frauen (Vorläufe) mit Elena Burkard und Lea Meyer
ab 20:20: 1500m der Männer (Vorläufe) mit Homiyu Tesfaye, Marius Probst und Karl Bebendorf
Die (deutsche) Leichtathletik ist derzeit sehr seltsam. Der Großteil der AuA kann nicht im Team trainieren, teilweise nicht einmal die Sportstätten nutzen. Gleichzeitig gibt es einige Hallenwettkämpfe für Kaderathlet*innen. Da laufen dann Jugend und Erwachsene, weil sie dürfen, zum Teil schnellere Ü20-AuA dürfen nicht mitmachen. In Erfurt sind sogar Triathleten am Start gewesen, während einige Leichtathleten zusehen müssen.
Ich weiß nicht ob das so sinnvoll ist. Ich habe nun schon von mehreren AuA Frust und Demotivation durch diese Zwei-Klassen-Gesellschaft erlebt. Nie war der Gap zwischen Kader und Nicht-Kader größer. Hier Wettkämpfe, da Vereinsaustritt. Ich weiß, die Wettkämpfe haben hohe Hygienemaßnahmen, aber wie sinnvoll ist es, dafür AuA quer durch Deutschland reisen zu lassen oder zum Teil sogar aus dem Ausland herkommen zu lassen?!
Sind die Wettkämpfe nötig, um Sponsoren bei Laune zu halten? Und wenn, wie schafft man es, auch die anderen davon profitieren zu lassen? Ich habe große Sorge dass die Leichtathletik-Familie sich gerade endgültig voneinander entfernt und letztlich auch die Basis die Stars nicht für Olympia und Co die Daumen drückt, sondern mit Missgunst verfolgt.
Ich habe vor kurzem gelesen, dass man beim DLV mit bis zu 100 Athleten bei Olympia rechnet? Für wie wahrscheinlich haltet ihr das? Ich persönlich würde mir ja wünschen, dass man nur Athleten nominiert, die auch das Finale/die Top 8 erreichen können, aber dann würde man wohl maximal auf 50 Sportler kommen.
Bei einer Trainervergabe sollte es aus meiner Sicht immer nur nach Können und auch nach Erfahrungen gehen. Das muss nicht immer eine lange Zeitspanne an Erfahrungen sein. Es gibt auch im Trainerberuf "Überflieger".
Ich sehe mit Skepsis oft den Einsatz von ehemaligen Spitzen-AuA, die ohne praktische Erfolge eingesetzt werden oder noch nicht nachhaltig gearbeitet haben. Nicht jeder ist ein Franz Beckenbauer oder Rudi Völler. Wenn ihr mich fragt, dann hätte ich eher eine Sabine Braun im Hürdenlauf der Frauen eingesetzt; aber auf eine solche Entscheidung muss man beim DLV erst einmal kommen. Sicherlich hat Sebastian Bayer einiges bei C. Nytra, die teilweise dauerverletzt war, mitbekommen. Ich hätte einen Einsatz für ihn im Weitsprung verstanden, ihn aber gleich an die Spitze einer anderen Disziplin zu setzen... Meint ihr, dass er z.B. den gezielten Fragen eines Trainers vom Kaliber HjH gewachsen wäre? Sabine hat bewiesen, dass sie aus nicht gerade "Hochbegabten" gute Athletinnen entwickeln kann und hat auch Kenntnisse von verletzungsfreiem Training. Sie ist ja in Wattenscheid nie vernünftig mit Spitzenathletinnen beliefert worden. Auch dafür gehören die richtigen Leute an die OSP. Das ist meine Ansicht. Wie Sabine darüber denkt, überlasse ich ihr.
Auch der Einsatz von eher Theoretikern im Praxisbereich halte ich für arg gewöhnungsbedürftig. Von einem BT erwarte ich, dass er praktische Erfahrung mitbringt. Ansonsten ist er/sie für mich eine "Attrappe", die man einsparen kann. An die Disziplinspitze gehören TuT, die sehr gut in Praxis/Theorie und in der Verletzungsprophylaxe sind.
Ich glaube, dass ich die Praxisarbeit einiger vor allem in der Verletzungsprophylaxe beurteilen kann und habe meine erheblichen Zweifel.
Auch die wissenschaftliche Seite nur in Leipzig zu etablieren, halte ich für zu einspurig. Warum wird da nicht im Team mit anderen Zentren gearbeitet, wenn man Teamarbeit ansonsten immer so in den Vordergrund rückt? Ich bin wirklich nicht gegen das IAT. Sie leisten auf vielen Gebieten sehr gute Arbeit; aber das gibt´s auch in anderen Regionen. Warum blutet man andere Zentren aus? Ich mache mir in der Hinsicht so meine Gedanken. Es gibt gerade in einer Disziplin an einem anderen deutschen Ort erhebliches Potential, das verrottet.
Absolute deutsche Toptrainer wie ein Gerd Osenberg haben den Verband nie gebraucht. Glaubt ihr, dass eine Familie Duplantis einen schwedischen Trainer für den Sohn braucht? Natürlich kann sich auch mal eine Kooperation ergeben; aber diese zentrale Ausrichtung sehe ich schon fast als diktatorisch an und passt mir als sehr freiheitsliebende und kreative Person absolut nicht. Es passt eben nicht auf jeden Pott der gleiche Deckel. In mancherlei Hinsicht verderben viele Köche den Brei. Ich bin auch nicht gegen Kooperationen - im Gegenteil. Es müssen nur qualitativ gute Personen sein.
Eine Sache ist auch sonnenklar. Man überlebt im Verband als Trainer nur im Netzwerk. Man muss nicht unbedingt sehr gut sein. Man kann auch sehr schnell wieder "entsorgt" werden, wenn die Topathletin die Fronten wechselt. Wo ist eigentlich der ehemalige Trainer von Klosterhalfen geblieben? Ich habe ihn nicht mehr auf der Seite der Leichtathletik von Bayer Leverkusen gefunden. Es geht doch nichts über eine Festanstellung an Schulen mit dem Hobby LA und der entsprechenden Meinungsfreiheit.