Gestern, 20:49
Auf Instagram kritisiert Yemisi die ARD (Lufen/Busemann). Auslöser war das Interview nach der Quali in der ihr vorgehalten wurde, dass sie dieses Jahr meist Gegenüber der Niederländerin unterlegen war im direkten Vergleich. Yemisi nennt es eine "Aufzählung ihrer Niederlagen" und hätte lieber "Rückenwind".
Weiter schreibt sie:
Also ich weiß nicht... Ich sehe das anders. Wenn eine Olympiasiegerin bislang in einer Saison einer Konkurrentin stets unterlegen war, darf man doch natürlich als Journalist fragen, was sie positiv stimmt, dass es zum Höhepunkt anders sein könnte. Und wenn sie Bronze gewinnt muss sie als Olympiasiegerin natürlich damit leben, dass man einordnet, dass sie einen Meter hinter jemand anderem war. Das schmälert nicht die Leistung in meinen Augen. Ich erwarte von Journalisten dass sie unbequem sind und eben nicht Fanboys.
Das ganze wurde auch von Owen und Gina und weiteren geteilt. Da Frage ich mich, wenn sie meinen, dass man sie nicht richtig versteht. Verstehen sie Journalisten? Wollen sie auch ein Sommerinterview mit Friedrich Merz wo die Journalisten die ganze Zeit sagen, wie toll er sei und dass sie ihm für die weitere Amtszeit alles gute wünschen?!
Ehrlich gesagt scheinen mir da eher Nerven blank zu liegen.
Weiter schreibt sie:
Zitat:Du qualifizierst dich gerade für ein EM-Finale.
Adrenalin. Erleichterung. Stolz. Nervosität.
Alles gleichzeitig.
Und wer sind die ersten Menschen, denen wir begegnen? Ihr. Die Journalisten. Und statt einem „Glückwunsch, du bist im Finale“ kommt so etwas?
Wir sind Athleten. Keine Maschinen. In diesen Momenten sind wir emotional und vielleicht selbst noch dabei, das Erlebte zu verarbeiten. Und dann wird nicht Mut gemacht, sondern erstmal die Statistik unserer Niederlagen ausgepackt?
Und gerade von euch, die selbst einmal Athleten waren. Wie kann man sich da bewusst dafür entscheiden, einer Athletin unmittelbar vor ihrem Finale genau diese Statistiken vorzuhalten? Wo bleibt da das nötige Fingerspitzengefühl und die Empathie für den Menschen hinter der Leistung?
Ich gewinne später die erste Medaille für Deutschland und auch danach: negative, provokante Fragen. Ihr redet davon, dass Deutschlands Athleten die Leichtathletik wieder groß machen sollen. Dann fangt bitte bei euch selbst an, einen positiven Beitrag zu leisten.
Wir liefern Leistung unter Druck. Wir stellen uns Kritik. Wir geben euch unsere Zeit, unsere Emotionen und unsere Geschichten. Dann erwarte ich von euch genauso Leistung, Respekt und Professionalität.
Vielleicht solltet ihr euch nach solchen Interviews nicht nur fragen, warum wir nicht besser waren, sondern auch, ob ihr selbst gerade eure beste Leistung gebracht habt.
Denn ganz ehrlich:
Das war keine journalistische Glanzleistung.
Also ich weiß nicht... Ich sehe das anders. Wenn eine Olympiasiegerin bislang in einer Saison einer Konkurrentin stets unterlegen war, darf man doch natürlich als Journalist fragen, was sie positiv stimmt, dass es zum Höhepunkt anders sein könnte. Und wenn sie Bronze gewinnt muss sie als Olympiasiegerin natürlich damit leben, dass man einordnet, dass sie einen Meter hinter jemand anderem war. Das schmälert nicht die Leistung in meinen Augen. Ich erwarte von Journalisten dass sie unbequem sind und eben nicht Fanboys.
Das ganze wurde auch von Owen und Gina und weiteren geteilt. Da Frage ich mich, wenn sie meinen, dass man sie nicht richtig versteht. Verstehen sie Journalisten? Wollen sie auch ein Sommerinterview mit Friedrich Merz wo die Journalisten die ganze Zeit sagen, wie toll er sei und dass sie ihm für die weitere Amtszeit alles gute wünschen?!
Ehrlich gesagt scheinen mir da eher Nerven blank zu liegen.
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.


