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Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Reichtathletik - 12.08.2026 Auf Instagram kritisiert Yemisi die ARD (Lufen/Busemann). Auslöser war das Interview nach der Quali in der ihr vorgehalten wurde, dass sie dieses Jahr meist Gegenüber der Niederländerin unterlegen war im direkten Vergleich. Yemisi nennt es eine "Aufzählung ihrer Niederlagen" und hätte lieber "Rückenwind". Weiter schreibt sie: Zitat:Du qualifizierst dich gerade für ein EM-Finale. Also ich weiß nicht... Ich sehe das anders. Wenn eine Olympiasiegerin bislang in einer Saison einer Konkurrentin stets unterlegen war, darf man doch natürlich als Journalist fragen, was sie positiv stimmt, dass es zum Höhepunkt anders sein könnte. Und wenn sie Bronze gewinnt muss sie als Olympiasiegerin natürlich damit leben, dass man einordnet, dass sie einen Meter hinter jemand anderem war. Das schmälert nicht die Leistung in meinen Augen. Ich erwarte von Journalisten dass sie unbequem sind und eben nicht Fanboys. Das ganze wurde auch von Owen und Gina und weiteren geteilt. Da Frage ich mich, wenn sie meinen, dass man sie nicht richtig versteht. Verstehen sie Journalisten? Wollen sie auch ein Sommerinterview mit Friedrich Merz wo die Journalisten die ganze Zeit sagen, wie toll er sei und dass sie ihm für die weitere Amtszeit alles gute wünschen?! Ehrlich gesagt scheinen mir da eher Nerven blank zu liegen. RE: EM 2026 - Dies und das - Atanvarno - 12.08.2026 Sehe ich auch so, legitime Fragen, überzogene Reaktion von Mabry. RE: EM 2026 - Dies und das - Sinafan - 12.08.2026 (12.08.2026, 21:03)Atanvarno schrieb: Sehe ich auch so, legitime Fragen, überzogene Reaktion von Mabry. Völlig deplatziert von Mabry, offenbar null Verständnis dafür, was die Aufgabe eines Journalisten ist. Nun sind gerade Sportjournalisten bedenklich oft unkritische Fans (man erinnere sich an Hagen Boßdorf und Team Telekom bei der Tour de France) und die Interviews oftmals nur das Geben von Stichworten. Wer so weinerlich auf eine moderat kritische Anmerkung reagiert, muss sich fragen lassen, ob er Presse und PR auseinanderhalten kann. Auch bei Jürgen Klopp ist schon diese Grundweinerlichkeit zu erkennen. Die Presse ist nicht da, um zur guten Stimmung beizutragen. Dass Gina diesen Quatsch teilt, ist sehr enttäuschend. RE: EM 2026 - Dies und das - Befürworter - 12.08.2026 Das kurze Quali-Interview zum Nachhören hier ab Minute 44:25. Die Frage an sich war auch nur, was die Bilanz im direkten Vergleich fürs Finale bedeutet, worauf sie auch hätte antworten können, dass letztlich nur die EM zählt und sie alles geben wird, dass sie im Finale vorne ist. Mein Eindruck ist, dass ihr wohl erst mit der Frage bewusst geworden ist, wie überlegen Schilder war, und sie daran zu knabbern hatte, bis hin zu der aktuellen Wortmeldung. Das man so einen interessanten Fakt in einem Interview zur Grundlage einer Frage macht, wäre durchaus eine journalistische Glanzleistung. Oder wäre das jemand hier im Forum so bewusst gewesen, dass er eine Frage dazu vorbereitet hätte? Dummerweise war die Frage allerdings zu verquer gestellt, weil sie letztlich nicht klar macht, was genau verglichen wird. Zuerst habe ich gedacht , dass der direkte Vergleich gemeint gewesen wäre, wo Schilder aber nur sechs Mal besser war als Mabry, nicht neun Mal. Beim nochmaligen Hören vermute ich aber eher, dass es um den Vergleich der absoluten Weiten ging. Da hatte Mabry eine SB von 20,37 m. Schilder hat mindestens sechs bessere Weiten, ehrlich gesagt finde ich auf die Schnelle aber nur die beste Weite eines Wettkampfs und müsste lange nach ihren zweit- und vielleicht drittbesten Weiten im jeweiligen Wettkampf suchen, die ja auch weiter als 20,37 m gewesen sein könnten. Sollte die Zahl 9 stimmen, wäre es eine absolut großartige Recherche von Busemann. Falls nicht, wäre es kritikwürdig, auch wenn die genaue Zahl nichts an der grundsätzlichen Überlegenheit von Schilder ändert. Lufen hat die Fakten aber definitiv nicht hundertprozentig korrekt und unfallfrei herübergebracht, und das darf man ihm auf jeden Fall vorwerfen. RE: EM 2026 - Dies und das - dominikk85 - 13.08.2026 Es stimmt schon das viele sportler heutzutage sehr empfindlich sind weil die generation Instagram mit filterblasen großgeworden ist wo man selber kontrolliert was man raushaut, die antworten moderiert und eine blase des wohlfühlens s schafft. Journalismus funktioniert so aber natürlich nicht, hier muss eine kritische Distanz und manchmal auch eine Suche nach dem fehler schon sein. Allerdings kann ich yemi irgendwie auch verstehen, ich habe schon das Gefühl das den Journalisten beim ÖRR teilweise ein wenig das Fingerspitzengefühl fehlt und man versucht irgendwie besonders edgy und kritisch zu wirken. Beim Interview mit yemi hat lufen imo den vibe überhaupt nicht gelesen. Sie wollte eigentlich nur über positives reden hat sich gut gefühlt und fer reporter hat nachgehakt. Hier könnte man das kritische imo auch für wirklich enttäuschende Leistungen aufheben statt zu versuchen alle Journalistischen Aspekte in jedem Interview unterzubringen. Das gina das teilt überrascht mich gar nicht, sie betont doch ständig die "hater", das nur "what did you do for me lately" zählt und das allgemein alles viel zu negativ gesehen wird. RE: EM 2026 - Dies und das - Diak - 13.08.2026 Gerade Claus Lufen hat sich in den Jahren, in denen wir kurz davor waren, Medaillen zu Höhepunkten mitzubringen, statt welche zu gewinnen, wirklich oft mit viel Wärme vor die Sportler gestellt, Frank sowieso. Ohne Kamera mögen Gespräche auch mal anders gelaufen sein, ich habe durchaus auch schon Kritisches von Athleten über ihn gehört. Die Geschichte sollte sich doch aber sehr schnell einfangen lassen, statt weiter Wellen zu schlagen. RE: EM 2026 - Dies und das - Roy Schmidt - 13.08.2026 (13.08.2026, 01:12)dominikk85 schrieb: Es stimmt schon das viele sportler heutzutage sehr empfindlich sind weil die generation Instagram mit filterblasen großgeworden ist wo man selber kontrolliert was man raushaut, die antworten moderiert und eine blase des wohlfühlens s schafft.Lufen ist aber auch einfach kein guter Journalist. Ihm fehlt völlig die Gabe zu lesen wie man mit seinem Gegenüber gerade umgehen muss. Maral kann das z.b. wesentlich besser, vielleicht weil sie noch näher am Leistungssport war. Aber was Lufen such teilweise raushaut was man nicht im TV sieht ist schon sehr grenzwertig. Und Athleten können halt auch nicht immer das erwidern was sie in dem Moment gerne sagen wollen. Dann hat man wieder einen Skandal inklusive 4 Bildartikel pro Tag an der Backe. RE: EM 2026 - Dies und das - Reichtathletik - 13.08.2026 Apropos Bild-Artikel: https://m.bild.de/sport/mehr-sport/leichtathletik-em-deutsche-olympiasiegerin-yemisi-mabry-rechnet-mit-ard-journalisten-ab-6a7cbfed169e8e32c0ae5ddf Ich glaube aber schön dass kritische Nachfragen erlaubt sein muss und das, ob man es gut findet oder nicht, für eine Olympiasiegerin andere Maßstäbe gelten als für jemanden der erstmals dabei ist. Genauso Gina, wenn sie schon Europa-Meisterin war und im HF rausfliegt. Wenn die Reporter es nicht ansprechen, denken es nur die Zuschauer und wenden sich erst Recht ab, wenn nur gefeiert wird. Ich fand das Maral andersherum zuletzt die Fähigkeit fehlte sich in Zuschauer hineinzuversetzen die keine Sportler sind. Für sie als ex Athletin, vor allen in Kombi mit Mayer, ist die Teilnahme ja schon Erfolg und verdient Bewunderung. Reporter sollten Brücken bauen, das bedeutet halt auch, dass man sich nicht gemein macht RE: EM 2026 - Dies und das - Roy Schmidt - 13.08.2026 (13.08.2026, 06:26)Reichtathletik schrieb: Apropos Bild-Artikel: Völlig richtig, mir ging es auch weniger um Yemis Aussage oder allgemein um kritische Frsgen sondern einfach darum das Lufen und allgemein das ARD Lineup u.a. für mich persönlich einfach nicht die richtige Wahl ist, da ihnen das Fingerspitzengefühl fehlt. Kritische Fragen und realistische Einordnungen von Leistungen finde ich sogar sehr gut. Dieses ständige Schönreden von manchen Beteiligten halte ich auch nicht für den richtigen Weg aber manchmal muss man im Gesicht des Gegenübers lesen was man jetzt vielleicht mal lieber stecken lässt, wenn derjenige sich in einer sehr emotionalen Situation befindet. RE: EM 2026 - Dies und das - Atanvarno - 13.08.2026 (12.08.2026, 23:14)Befürworter schrieb: Beim nochmaligen Hören vermute ich aber eher, dass es um den Vergleich der absoluten Weiten ging. "Der Kollege Busemann hat herausgearbeitet, dass in diesem Jahr Frau Schilder aus den Niederlanden neun Mal vorn war und Yemisi einmal quasi bei den Bestleistungen mit dabei war" Ich glaube was Busemann recherchiert hatte und Lufen sagen wollte - von den zehn besten Weiten in Europa stammten neun von Schilder und eine von Mabry, was (mit Hallenergebnissen) völlig korrekt war https://worldathletics.org/records/toplists/throws/shot-put/all/women/senior/2026?regionType=area®ion=europe&page=1&bestResultsOnly=false&maxResultsByCountry=all&eventId=10229530&ageCategory=senior |