25.07.2026, 19:51
Mit ner FSME wird sie kaum am Start gewesen sein
|
Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72)
|
|
25.07.2026, 19:51
Mit ner FSME wird sie kaum am Start gewesen sein
25.07.2026, 20:00
54,70 Schlussrunde...
Dies war gerade ein sehr schönes Abschlussrennen von Max Thorwirth. Zum Ende seiner Karriere wurde er nochmal Dritter bei der DM. Ein runder Abschluss für eine Karriere, die über viele Jahre konstant auf hohem Niveau war. Um seine Olympiateilnahme wurde er wahrscheinlich betrogen. Vermutlich war dies auch der Auslöser bei der WA, eine Kategorisierung und rechtzeitige Anmeldung von Meetings einzuführen.
Frederik Ruppert lässt in einem langen Schlussspurt Flo Bremm stehen. Damit hätte ich nicht gerechnet. Mit so einer Performance auf den letzten 150 m kann er bei der EM über 3000m Hindernis sogar Karl Bebendorf gefährlich werden. Richtig schön fand ich auch, dass Nikki Buchholz das Rennen als Co‑Kommentator hervorragend begleitet hat. Eins haben das Forum und Max gemeinsam. Dies ist unsere letzte Saison.
25.07.2026, 21:00
Vanessa Mikitenko muss man nicht nur für ihren starken Schlussspurt loben, sondern auch für den gut organisierten Angriff auf die EM-Teilnahme. Wenn sich nicht noch jemand anderes an diesem Wochenende verbessert hat, hat sie sich sich dank ihrer Tempomacherin Sarah Köcher aktuell in eine Position gebracht, wo vielleicht schon eine einzige Absage ausreichen könnte. Da heißt es jetzt zittern, wer vielleicht nur auf einer anderen Strecke startet und ob bei den üblicherweise verschärften Kriterien von Großbritannien und Frankreich bei einer Absage jemand nachrücken dürfte.
25.07.2026, 21:07
(25.07.2026, 19:39)Sinafan schrieb: So schön das mit Jolina Ernst ist (Melanie Paschke war früher meine Favoritin), die Ergebnisse sind in der Spitze im Frauensprint dünn. Beim Rest sieht es diese Saison aber auch nicht besser aus, sie werden trotzdem beim Kampf um die EM-Medaillen dabei sein. Die Britinnen liefen in London in deren aktuellen Topbesetzung auch nur 42,04s. Daryll Neita ist völlig außer Form. Die Zweit und Drittplatzierten aus Rom - Frankreich und Niederlande - sind in der Breite diese Saison auch extrem schwach. Da bleiben dann fast nur noch Spanien und vielleicht Italien sowie die Schweiz übrig, aber da sind die Deutschen Einzelzeiten in der Breite auch nicht schwächer. Wenn’s gut läuft, springt am Ende vielleicht sogar Gold raus.
25.07.2026, 21:33
(25.07.2026, 18:54)mark1967 schrieb: Nominiert man jetzt Flotow oder Meier? Gute Frage. Es gibt drei "gleichrangige" Kriterien: - Schnellere Freiluftbestleistung 2026: Punkt für Flotow, die mit 12,83 s eine Hundertstel schneller war als Meier. - Vergleich der zweit- bis viertbesten Freiluftbestleistung 2026: Punkt für Flotow, ihre 12,92 s / 12,97 s / 12,97 s sind besser als Meiers 12,95 s / 12,97 s / 12,99 s. - "Interindividueller Direktvergleich der Wettkampfergebnisse 2026": Ich interpretiere das so, dass man vergleicht, wer von beiden schneller war, wenn sie direkt gegeneinander gelaufen sind, habe aber keine Ahnung, ob das so gemeint ist. Wenn ja, wäre auch das ein Punkt für Flotow, weil sie Meier beim Goldenen Oval und der DM geschlagen hat. Lia Flotow wird also nach Birmingham fahren. Das ist zwar echt bitter für Marlene Meier, aber eigentlich will ich genau solche engen Nominierungsentscheidungen in der deutschen Leichtathletik sehen, weil das für eine gute Breite in der Spitze spricht und Konkurrenz beflügelt.
25.07.2026, 22:27
Da Großbritannien EM-Gastgeber ist und wohl das Maß aller Dinge werden dürfte, hat mich der Vergleich der DM-Ergebnisse mit denen der britischen Meisterschaften interessiert (leider gibt es ja keine Länderkämpfe mehr, und die Team-EM wird auch nicht von allen Topstars bestritten). Das wird natürlich dadurch etwas verfälscht, dass die britischen Meisterschaften schon im Juni waren, aber was soll's. Da ich das eh aufschreiben muss, kann ich es auch gleich hier im Forum tun. Und ehrlich gesagt sieht das für den DLV etwas besser aus, als ich es vorher erwartet hätte, das macht alles in allem einen recht ausgeglichenen Eindruck. Aber abwarten, welche Superkräfte der Heimvorteil freisetzt.
Stabhochsprung Männer 1. Owen Heard und Marec Metzger jeweils mit 5,40 m, wobei man das durch die deutsche Windlotterie irrelevant ist. Lita Baehre mit seinen 5,90 m SB sollte Heard schlagen können. Stabhochsprung Frauen 1. Anjuli Knäsche mit 4,55 m 2. Gemma Tutton mit 4,50 m. Molly Caudery war aber nicht am Start. 3. Jeweils Anna Hiesinger und Jade Ive mit 4,40 m Dreisprung Frauen 1. Kira Wittmann mit 14,14 m 2. Caroline Joyeux mit 13,98 m 3. Ruth Hildebrand mit 13,92 m 4. Georgie Forde-Wells mit 13,53 m Hammerwurf Frauen 1. Anna Purchase mit 71,88 m 2. Aileen Kuhn mit 71,38 m 3. Charlotte Payne mit 70,25 m Kugelstoß Männer 1. Scott Lincoln mit 20,33 m 2. Eric Maihöfer mit 20,16 m 3. Tizian Lauria mit 19,97 m Hochsprung Männer 1. Joel Clarke-Khan mit 2,27 m 2. Kimani Jack mit 2,24 m 3. Charlie Husbands mit 2,21 m Ein gesunder Tobias Potye sollte aber mithalten können. Diskuswurf Frauen Hier waren sechs Deutsche besser als die beste Britin (Zara Obamakinwa mit 55,85 m). Weitsprung Männer 1. Simon Batz mit 8,29 m 2. Stephen Mackienzie mit 8,15 m 3. Archie Yeo mit 8,06 m Speerwurf Männer 1. Julian Weber mit 82,60 m 2. Nick Thumm mit 81,45 m 3. Ben East mit 79,87 m 3000 m Hindernis Männer 1. Kristian Imroth mit 8:18,97 min 2. Karl Bebendorf mit 8:21,01 min 3. Niklas Buchholz mit 8:22,29 min Natürlich als Mittelstrecken-Meisterschaftsrennen nicht vergleichbar, hier sind Bebendorf und Ruppert aber klar stärker einzuschätzen. 110 m Hürden 1. Samuel Bennett mit 13,41 s 2. Tade Ojora mit 13,49 s 3. Gregory Minoue mit 13,51 s 100 m Hürden 1. Marcia Sey mit 12,65 s 2. Franziska Schuster mit 12,69 s 3. Rosina Schneider mit 12,81 s 100 m Männer 1. Romell Glave mit 9,98 s 2. Owen Ansah mit 10,00 s 3. Zharnel Hughes mit 10,01 s 100 m Frauen Hier waren drei Britinnen (Hunt, Asher-Smith, Akande) schneller als die beste Deutsche (Ernst), eine vierte war gleich schnell. 5000 m Frauen Hier stecken Megan Keith, Hannah Nuttall, Innes Fitzgerald etc. auch ohne Meisterschaftsvergleich alle Deutschen in die Tasche. 5000 m Männer Hier muss man eher die Weltjahresbestenliste vergleichen, wo drei Deutsche (Bremm, Ruppert, Abdilaahi) vor dem besten Briten (Mullarkey) liegen.
26.07.2026, 07:04
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.07.2026, 07:06 von mariusfast.)
(25.07.2026, 20:19)Oliver schrieb: Dies war gerade ein sehr schönes Abschlussrennen von Max Thorwirth. Zum Ende seiner Karriere wurde er nochmal Dritter bei der DM. Ein runder Abschluss für eine Karriere, die über viele Jahre konstant auf hohem Niveau war. Um seine Olympiateilnahme wurde er wahrscheinlich betrogen. Vermutlich war dies auch der Auslöser bei der WA, eine Kategorisierung und rechtzeitige Anmeldung von Meetings einzuführen. Als Lauffan blutet mir das Herz. Weil ich weiß, wie sehr einige Athleten alles dafür tun würden, um mal die Chance haben Sub 13 Min Läufer zu werden. Und Max hätte da schon noch die Chance dazu und auch noch mind. 5 gute Jahre zu haben (jetzt mal vorausgesetzt seine Probleme aus diesem Jahr hätte er in Griff bekommen). Aber man muss es akzeptieren. Er hat leider auch nie den Sport zu professionalisieren können, dass es eine Einnahmequelle ist, mit welcher man für die Rente und Familie planen kann. So ist das dann bei den Meisten. Aber trotzdem darf man sich vor Augen führen, dass es heute zu Tage mit dem ruhigen Training im Schwellenbereich schon möglich ist, mit Mitte dreißig noch 5000 M auf Topniveau zu laufen. Krause stellt ja mit 34 noch PBs auf den 800 und 1500 M auf. “Anything we can actually do we can afford” Keynes
26.07.2026, 09:31
Hi Oliver ,
ist schon komisch wie unterschiedlich die Erwartungen sind, ich dagegen habe bei dem Rennen die ganze Zeit damit gerechnet, dass im Endspurt Florian gegen Frederic kaum ein Chance haben wird.
26.07.2026, 09:55
(26.07.2026, 09:31)Läufer 800m schrieb: Hi Oliver , Aber nur unter den Umständen, dass Flo der DM nicht die Priorität gab. Er meinte ja auch anschl. im Interview, dass er keine frischen Beine gehabt hätte. Für Freddy hat das Rennen gar keine Aussagekraft im Hinblick auf die EM. Dass er hinten raus schnell sein kein, ist nichts Neues. Es ist aber ein großer Unterschied, ob Du flach rennst oder über die Hindernisse. Wäre Karl in der letzten Runde hängen geblieben und ein Vierter hätte die Norm geschafft (was nicht undenkbar war), müsste Karl zu Hause bleiben. |
| Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: |
| seitehns, 14 Gast/Gäste |