23.06.2026, 07:33
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 12:59 von TranceNation 2k14.)
Ich will mal einen anderen Denkanstoß geben. Vielleicht ist für den Umstieg von 400m auf 800m gar nicht so entscheidend, was in den "800-Meter"-Jahren gemacht wird, sondern was in den 10 Jahren zuvor gemacht wurde. Im Lauf wird immer so getan, als sei ein Quereinstieg gar kein Problem, weil das ja alles so leicht sei. Wer würde denn einem Weitspringer, der vorher keinen Dreisprung gemacht hat und keine Mehrfachsprünge beherscht einen reibungslosen Übergang zum Dreisprung zutrauen?
Rund um den starken 600er damals gab es ein Video von ihr selbst gepostet wo sie klar zum Ausruck gab wie k.O. sie nach einer halben Stunde Dauerlauf war. Sprich Ausdauer hat zuvor nie eine Rolle gespielt. Ich treffe auch immer wieder Jugendtrainer die der Meinung sind, Ausdauertraining mache langsam und müsse deshalb aktiv vermieden werden.
Jetzt vergleich mal zu Femke Bol: Die hat als 400-Meter-Läuferin bereits zwei aerobe Einheiten pro Woche absolviert. Natürlich ist dann ein Umstieg ganz anders möglich.
Daraus ergeben sich zwei Dinge:
1. Mit welchem Training kam eine 400-Meter-Leistung zustande? Hier ist eben nicht die Schlussfolgerung "Oh geil, bisher kaum 800-Meter-Training also super Potenzial" richtig sondern eher wichtig: Ah, ja, kann direkt adaptionsrelevante Einheiten ohne Stress absolvieren.
2. Wir müssen im Jugend-Training des Langsprints (korrigiert, hatte hier erst Langstrecke stehen) bereits Voraussetzungstraining für einen Disziplinwechsel integrieren – zumindest bei allen die entweder bei den so gehassten Kadertests schonmal ein gutes aerobes Niveau andeuten von Natur aus und denen, die über 100-Meter obwohl 400-Meter-Sprinter nicht konkurrenzfähig sind. Diese Potentiale werden aber ständig verbaut. Das ist genauso wie wenn man im Schüleralter nie Hürde läuft, dann werden auch die 400 Meter Hürden nie eine Option sein.
Abgetrennt aus Alica Schmidt
Rund um den starken 600er damals gab es ein Video von ihr selbst gepostet wo sie klar zum Ausruck gab wie k.O. sie nach einer halben Stunde Dauerlauf war. Sprich Ausdauer hat zuvor nie eine Rolle gespielt. Ich treffe auch immer wieder Jugendtrainer die der Meinung sind, Ausdauertraining mache langsam und müsse deshalb aktiv vermieden werden.
Jetzt vergleich mal zu Femke Bol: Die hat als 400-Meter-Läuferin bereits zwei aerobe Einheiten pro Woche absolviert. Natürlich ist dann ein Umstieg ganz anders möglich.
Daraus ergeben sich zwei Dinge:
1. Mit welchem Training kam eine 400-Meter-Leistung zustande? Hier ist eben nicht die Schlussfolgerung "Oh geil, bisher kaum 800-Meter-Training also super Potenzial" richtig sondern eher wichtig: Ah, ja, kann direkt adaptionsrelevante Einheiten ohne Stress absolvieren.
2. Wir müssen im Jugend-Training des Langsprints (korrigiert, hatte hier erst Langstrecke stehen) bereits Voraussetzungstraining für einen Disziplinwechsel integrieren – zumindest bei allen die entweder bei den so gehassten Kadertests schonmal ein gutes aerobes Niveau andeuten von Natur aus und denen, die über 100-Meter obwohl 400-Meter-Sprinter nicht konkurrenzfähig sind. Diese Potentiale werden aber ständig verbaut. Das ist genauso wie wenn man im Schüleralter nie Hürde läuft, dann werden auch die 400 Meter Hürden nie eine Option sein.
Abgetrennt aus Alica Schmidt
Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.

– wie doll sich was entwickelt, das geben dann freilich weiterhin die Gene zu einem gewissen Grad vor.
