31.03.2026, 14:48
Helft mir doch mal auf die Sprünge, wie man jemanden, der augenscheinlich gesund und schnell ist, "aus dem Rennen nehmen" soll?
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Berliner Halbmarathon - 29.03.2026 (DR Amanal Petros 59:22)
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31.03.2026, 14:48
Helft mir doch mal auf die Sprünge, wie man jemanden, der augenscheinlich gesund und schnell ist, "aus dem Rennen nehmen" soll?
31.03.2026, 14:55
(31.03.2026, 14:48)Rostocker schrieb: Helft mir doch mal auf die Sprünge, wie man jemanden, der augenscheinlich gesund und schnell ist, "aus dem Rennen nehmen" soll? An den Vertrag erinnern: nicht durchlaufen, nicht als Erster einlaufen, etc. Ich weiß, dass es definitiv Verträge gab, laut denen ausgestiegen werden musste. Hat sich vielleicht geändert bzw. gibt inzwischen x Varianten.
31.03.2026, 15:12
Irgendwie ist diese Laufindustrie ein Schmierentheater. Gern erinnere ich mich an meine Jugend, in der Laufwettkämpfe noch hießen Mann gegen Mann und Weltrekorde auch ohne "Pacer" aufgestellt wurde. Legendär: Lasse Viren bei den 1000 OS1972 über 10000 m.
Wer nicht fliegen kann, soll wenigstens Diskuswerfen!
31.03.2026, 15:56
(31.03.2026, 14:55)monkrunner schrieb:(31.03.2026, 14:48)Rostocker schrieb: Helft mir doch mal auf die Sprünge, wie man jemanden, der augenscheinlich gesund und schnell ist, "aus dem Rennen nehmen" soll? Diese Verträge gibt es... Aber... Schwer zu vereinbaren mit der IWR. Die sieht eigentlich keine Pacer vor. Jede:r muss ernsthaft den Wettkampf bestreiten. Ceterum censeo limites numeri certantium in certaminibus Germaniae esse delendos.
31.03.2026, 16:25
(31.03.2026, 15:12)diskobolos schrieb: Irgendwie ist diese Laufindustrie ein Schmierentheater. Gern erinnere ich mich an meine Jugend, in der Laufwettkämpfe noch hießen Mann gegen Mann und Weltrekorde auch ohne "Pacer" aufgestellt wurde. Legendär: Lasse Viren bei den 1000 OS1972 über 10000 m. ach, damals", als alle noch Rentiermilch getrunken haben und der Blutaustausch legal war... ![]()
Gestern, 14:44
(31.03.2026, 15:12)diskobolos schrieb: Irgendwie ist diese Laufindustrie ein Schmierentheater. Gern erinnere ich mich an meine Jugend, in der Laufwettkämpfe noch hießen Mann gegen Mann und Weltrekorde auch ohne "Pacer" aufgestellt wurde. Legendär: Lasse Viren bei den 1000 OS1972 über 10000 m. Ich erinnere mich als Kind an eine Situation in der Formel 1, als Barrichello in Führung liegend und klar stärkster Fahrer per Stallorder ("Let Michael pass for the championship") seinen Platz räumen musste. Auch wenn ich damals die Tragweite noch nicht verstanden hatte, überkam wohl jeden Beobachter sofort ein Gefühl von Ungerechtigkeit und beinahe Fremdscham. Ohne die Szene vom Wochenende allzu hoch hängen zu wollen, würde ich mir dennoch wünschen, dass man derartige Situationen nicht in der Leichtathletik ertragen muss. Pacer sollten nach getaner Arbeit (z.B. 18 km beim HM in Zieltempo/-Platzeriung) frei sein, ihr eigenes Rennen nach Fähigkeit und nicht nach vertraglicher Absprache zu beenden. Die designierten Edelhelfer bei der Tour de France werden schließlich auch hin und wieder von der Leine gelassen.
Gestern, 17:54
Dieser YouTube-Clip bietet nicht wirklich Hintergrundinformation, aber wer (noch einmal?) einen Zusammenschnitt des umstrittenen Vorgangs sehen will, wird hinreichend bedient:
(464) What Actually Happened At The Berlin Half Marathon - YouTube
Gestern, 19:35
Diese Verträge gibt es ganz sicher. Ohne die gäbe es so gut wie keine Weltrekordversuche in der LA. Da steht klar drin, dass er als Pacer nicht in der Rangliste auftaucht. Wenn er schlau gewesen wäre, dann wäre er bei 55 Minuten augestiegen.
Gestern, 20:08
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 20:11 von Straßenläufer.)
Es ist vermutlich sehr naiv:
Aber der Beste soll gewinnen. An Dennis Kipkemoi haben mich die Gymnastikübungen während des Rennens gestört, falls er diese als eine Geste der Stärke gemacht hat. Auf die hätte er besser verzichtet und das Ding komplett bis zum Sieg durchgezogen. Amanal hat es natürlich nach dem Rennen sportlich sofort richtig eingeschätzt: Kipkemoi war der beste Mann an diesem Tag. Ich denke man sollte seitens des Weltverbands vorschreiben, dass auch Pacer verpflichtend eine Startnummer bekommen. Denn sie sind ja auch Teilnehmer an dem Rennen und keine "Namenlose".
Vor 5 Stunden
Milde hat durch seine Entscheidung den größtmöglichen Schaden angerichtet. Ein Rennen zu verschieben geht gar nicht. Den Läufer rauszunehmen spätestens bei KM 20 wäre noch okay gewesen. Außer den absoluten Laufnerds kannte Andrea Kiptoo sowieso niemand, da wäre die Story Pacemaker / Außenseiter gewinnt viel besser gewesen. Vielleicht nicht für den Renndirektor, aber für die Medien.
Was aber die Berliner sehr gut können (auch beim Marathon): Die besten Deutschen Läufer nicht in Szene zu setzen. Wo wäre das Problem gewesen einer zusätzlichen Deutschland-CAM für Männer und Frauen? Dazu hält die Kamera im Zieleinlauf in die Ferne und schneidet Hendrik und Kollegen beim Zieleinlauf ab. Ob Domenika Meyer z.B. in Spanien oder in Deutschland läuft, macht keinen Unterschied - sie ist beide Male nicht zu sehen. Für mich ein Armutszeugnis. |
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