28.10.2025, 15:47
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.10.2025, 16:40 von mariusfast.)
(28.10.2025, 12:06)Reichtathletik schrieb:Das stimmt. Dafür muss man auch erster den allerersten Schritt machen und erkennen, dass man ein Problem hat. Nachdem was ich von Hendrik in seinem heute erschienenen Podcast gehört habe, scheint das jedoch überhaupt nicht der Fall zu sein. Im Gegenteil für ihn ist Esther ein Vorbild bzgl. mentaler Stärke. Denn er hat nicht so wie sie diese "alles oder nichts Mentalität", weshalb sie laut ihm auch erst diesen rießigen Leistungssprung gemacht hat. Es sei ein Zeichen mentaler Stärke, dass sie den Lauf abgesagt hat, wenn sie merkt, dass sie nicht ihre Ziele erreichen kann in dem Zustand.(28.10.2025, 10:13)mariusfast schrieb:(28.10.2025, 09:53)Reichtathletik schrieb:(28.10.2025, 09:47)monkrunner schrieb: In seinem Podcast erwähnte Hendrik, dass ihre bestätigte Nicht-Kaderberufung auch aufs Gemüt geschlagen habe.
Aber ehrlich gesagt, ich verstehe das emotional, weil ich einen sehr ähnlichen Fall kenne. Aber: Man darf echt auch nicht alles auf eine Sache schieben und sein Wohlbefinden davon so abhängig machen.
Sry...Jetzt reichts aber wirklich! Wie lächerlich will man sich denn noch machen? Ich finde auch, dass man sie aufgrund ihres neuen Halbmarathonniveaus in den Marathonkader hätte aufnehmen sollen. Aber bereits die Geschichte mit der 10 000 M Norm war an Lächerlichkeit nichtmehr zu überbieten und wie Thorwirth es betonte unnötig. Lauf die 10 0000 M Norm und fertig
Es war doch nur eine Frage der Zeit, dass sie mal ein Rennen skippen muss, wenn man schon 30 X so kurz davor war dies zu tun. Wie gesagt, man kann sich alle Folgen der letzten 3 J. oder noch länger nach ihren jeweiligen Rennen anhören. Und da war das alles noch überhaupt kein Thema mit Kader DLV. Das Problem ist also eher, wie Reichtathletik schon sagt, wie gehe ich mit Druck um. Zudem hat ja dieses Ergebnis null Einfluss darauf und mit positiver Psychologie könnte man ja auch sagen, jetzt zeig ich es euch einmal mehr, dass ihr eine Spitzenklasseläuferin nicht im Kader habt. Und wenn es nicht klappt, auch nicht schlimm, da ich das ja bereits in Köln gezeigt habe und zur Top 3 in Europa gehöre.
Ich bin da zwiegepalten. Aus sachlicher Sicht gebe ich dir vollkommen recht. Ich hab ja selbst geschrieben, sie darf sich nicht davon abhängig machen. Auf der anderen Seite kenne ich wie gesagt solche emotionalen Fälle. Und genau deshalb finde ich es schwer, wenn Verbände von oben herab alles versachlichen wollen ohne sich auch nur für die emotionale Seite zu interessieren. Das haben wir bei ganz anderen Themen ja auch. Ich selbst finde es falsch, sich nur hinzustellen und zu sagen: Diese Leute sind dann emotional zu schwach oder nicht für den Leistungssport geschaffen. Siehe Hilbert! Da waren wir schon weiter. Und deshalb bring uns auch schwarz/weiß nicht weiter. Die Frage ist ja, was läuft hinter den Kulissen: Kanzelt man sie als "Störfaktor" ab und rät ihr Dinge wie "wenn du dich wenger beschweren würdest, hättest du bessere Chancen"? Ich weiß es nicht, aber ich kann es mir sehr gut vorstellen, weil ich sowas schon erlebt habe! Oder geht man mal den anderen Weg und sagt sich: Hier ist jemand talentiert und braucht offenbar Unterstützung. Was steckt denn hinter diesen Rufen nach Kader und der emotionalen Bindung daran? Sind das ggf auch Hilfeschreie? Welche Hilfe kann man ggf leisten, vielleicht ist die ja nicht zwingend an Kader gebunden? Aber dafür muss man sich mit Menschen auseinandersetzen, auch wenn sie nicht der Nationalmannschaft angehören.
Den Zustand schob er allein auf äußere Umstände (wie lange Saison und darauf, dass Leistungssport nunmal viel härter und ein schlimmerer Zustand für eine Privatperson sei, als jeder anderer Job, weshalb Esther ja auch nur 4-5 J. dieses intensive Leben führen möchte. Deshalb benötige sie jetzt eine Pause, den Wettkampf in Valencia hätte man zwar noch gerne mitgenommen, aber das Mentale war jetzt nicht erst eine Sache, die sich kurz vor dem Lauf anbahnte, sondern sich durch das harte Business ansummierte.
“Anything we can actually do we can afford” Keynes





