22.02.2025, 12:56
There is all the difference in the world between treating people equally and attempting to make them equal (Friedrich August von Hayek)
Bessere Talentförderung - Eliteschulen des Sports?
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22.02.2025, 12:56
There is all the difference in the world between treating people equally and attempting to make them equal (Friedrich August von Hayek)
22.02.2025, 13:14
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.02.2025, 13:24 von OldSchoolRunner.)
(22.02.2025, 11:20)Reichtathletik schrieb:(22.02.2025, 08:42)Oliver schrieb: Ich denke, dass die Bilanz im Wintersport wesentlich besser aussieht. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Wintersport sehr ortsgebunden ist. Gesa Krause ist mir auch gleich eingefallen. Bei Wikipedia wird man allerdings erst einmal auf die falsche Fährte (nämlich Abi in der Heimat Dillenburg) gelockt. Frankfurt ist richtig. Bei Olivia Gürth liegst Du allerdings falsch. Die hat nur einmal die Woche in Frankfurt trainiert, war aber nicht an der Eliteschule.
22.02.2025, 13:20
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.02.2025, 13:24 von mariusfast.)
(22.02.2025, 11:05)Roy Schmidt schrieb:Ich denke man muss da auch nochmal differenzieren. Spezifik ist bei der Jugend das Problem und der Druck zu viele Wettkämpfe zu machen, um sich auch für Kader zu qualifizieren (was ja auch die Voraussetzung für eine Sportinternat ist). Das könnte man ja auch durchaus anders gestalten..(22.02.2025, 09:17)Diak schrieb:(21.02.2025, 22:42)Roy Schmidt schrieb:Nicht ich, sondern Prof.'n Arne Güllich, Eike Emmrich und viele weitere. Das ist in der Sportsoziologie nicht umstritten, Ausnahmen bilden einzelne Disziplinen im Wintersport, wegen der Anlagen. Bin gerade im Urlaub das ergoogelt sich aber schnell(21.02.2025, 22:15)Diak schrieb: Eliteschüler sind sportlich genau so erfolgreich wie Regelschüler, aber schulisch schlechter. Ansonsten ist Spezifik nicht Spezifik. In Deutschland wird ja immer noch gedacht, es reicht aus, wenn die Jugend erst mit 14 J ein Lauftraining beginnt und davor sollen sie nur allgemeine Leichtahtletik trainieren. Ingebrigtsen zeichnet ja bspw. seit der Jugend aus, dass er ganzjährig an seiner Schwelle und insbesondere auch im Winter bereits in jungen Jahen mit Doppeltrainingseinheiten an seinem Umfang arbeitete. Das war seine Grundlage und die konnte er permanent verschieben. ohne zu viele und zu harte Tempoeinheiten einzubauen (Ingebrigtsen betont auch nochmal in dem Buch the "norwegian Method", dass das der Unterschied zu den anderen Athleten sei, dass diese sich bereits immer im Training messen müssen und zu wenig Geduld haben). Dennoch hatte er bereits in jungen Jahren ein sehr sehr hohes Trainingspensum. Das war nicht negativ. Ich denke, gerade, wenn man noch Alterntiv trainieren möchte und auch für einen langfristigen Aufbau andere wichtige Einheiten, wie Athletik, Regeneration wie Physio, Aquajoggen etc., nicht vernachlässigen möchte, ist ja ein hohes Trainingspensum wichtig und hierfür ein dafür angepasstes System mit Schule und Sport wichtig. Weil genau diese Einheiten viel Zeit kosten. Eher weniger das viele KM schrubben oder die harten Tempoeinheiten..
22.02.2025, 13:25
22.02.2025, 13:31
(22.02.2025, 13:14)OldSchoolRunner schrieb:(22.02.2025, 11:20)Reichtathletik schrieb:(22.02.2025, 08:42)Oliver schrieb: Ich denke, dass die Bilanz im Wintersport wesentlich besser aussieht. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Wintersport sehr ortsgebunden ist. krause: "Meine GEschichte" berichtet darüber, dass zuHause Regeneration vernachlässigt wurde. Genau das bekam sie dann in Frankfurt. https://gesa-krause.de/meine-geschichte/ Zitat:m kam natürlich das neue Trainingspensum. Schon in den Monaten vor meinem Umzug habe ich das Trainingsvolumen angehoben und täglich Sport getrieben. In Frankfurt standen zusätzlich drei Trainingseinheiten in Form von Frühtraining auf dem Plan. Mein Wochenvolumen lag innerhalb von kürzester Zeit bei Zehn Einheiten pro Woche. Rein Körperlich war das kein Problem, aber ich habe gemerkt, dass ich mehr Erholung benötigte um das Pensum zu stemmen. Demnach ging ich freiwillig früher ins Bett, war an den Wochenenden zu Hause oft müde und unternahm weniger als vorher. Im Training standen völlig neue Inhalte auf dem Plan. Zitat:Neben dem Sport bin ich durch das Leben im Internat viel erwachsener geworden.
22.02.2025, 16:25
Man kann das Thema umdrehen und fragen, wie schlecht wird ein mögliches sportliches Talent an den allgemeinen Schulen gefördert?
Ich denke, dass wir in Deutschland in diesem Bereich besonders gegenüber den angelsächsischen Ländern einen großen Nachteil haben und sich dieser zunehmend auswirkt, weil Vereine es weniger schaffen, dieses Problem zu kompensieren. Und sollten selbst andere vergleichbare europäische Länder wie Frankreich, Italien oder Spanien bei den Schulen genauso schlecht abschneiden?
22.02.2025, 16:46
(22.02.2025, 08:42)Oliver schrieb: Ich denke, dass die Bilanz im Wintersport wesentlich besser aussieht. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Wintersport sehr ortsgebunden ist. Auch im wintersport geht der Trend imo leicht nach unten. Die meisten Medaillen holt Deutschland im Winter in extrem spezialisierten und materialaufwendigen Sportarten wie Bob, Rodel, skispringen etc. Wenn man sich die kernsportarten wie alpin, Langlauf, eisschnellauf etc anschaut wird es da auch schwieriger und im biathlon haben wir gerade bei den Frauen nach vielen Jahren mal wieder guten Nachwuchs, aber bei den männern kommt momentan kaum was nach.
22.02.2025, 23:04
(22.02.2025, 16:25)Küstenkrebs schrieb: Man kann das Thema umdrehen und fragen, wie schlecht wird ein mögliches sportliches Talent an den allgemeinen Schulen gefördert?In Großbritannien kommen auch überproportional viele Olympiateilnehmer von privaten Schulen. Einerseits ist dort die Förderung/ Vereinbarkeit von Sport und guten akademischen Leistungen besser. Andererseits benötigt man eben auch in materialarmen Sportarten viel Glück mit der finanziellen Lage des Elternhauses, um sich Sport und Sportförderung leisten zu können. Es geht ja z.B. oft nicht nur um die Vereinbarkeit von Sport und Studium / Schule, sondern Sport, Studium/Schule und Nebenjob. Ich halte es deswegen für wichtiger, flächendeckende und flexible Trainingsangebote durch hauptamtliche Stellen zu sichern, als über Eliteschulen nachzudenken. Wenn ich zu einem wöchentlichen Stützpunkttraining mehrere Stunden fahren muss, weil es zB regional kein Drehstoß oder Stabhoch Angebot gibt, verringert sich auch die Anzahl der "entdeckten" Talente und die Abbruch und Aussteigerquote steigt. Was angelsächsische Länder eben so deutlich besser machen ist ja, dass auch die zweite und dritte Reihe Topbedingungen bekommen. Und diese Reihen dadurch auch besser gefüllt sind. Dann "finden" sich auch automatisch mehr Talente, die es nach ganz oben schaffen.
23.02.2025, 10:56
(22.02.2025, 23:04)S_J schrieb: Was angelsächsische Länder eben so deutlich besser machen ist ja, dass auch die zweite und dritte Reihe Topbedingungen bekommen. Und diese Reihen dadurch auch besser gefüllt sind. Das würde ich für Großbritannien hinterfragen. Deren starke Bilanzen in den Sprint- und Mittelstreckendisziplinen überstrahlen nämlich die riesigen Probleme bei allen technischen Disziplinen außer dem Stabhochsprung der Frauen. In den Disziplinen ist Deutschland fast überall besser oder annähernd gleich aufgestellt. Und das sind eher die Disziplinen, wo ich Auswirkungen durch "Topbedingungen" erwarten würde als auf der Laufbahn, wofür man überall gut trainieren kann. Warum gerade die Laufdisziplinen in Großbritannien so reüssieren, wäre die Frage, die ich mir stelle.
23.02.2025, 11:02
Topförderung für die zweite Reihe in GBR stimmt sicher nicht. Ich kenne Beth Dobbin recht gut, sie gewann 2018 überraschend den 200m Titel bei den britischen Meisterschaften mit 22.59. Zu dem Zeitpunkt hatte sie keinerlei Förderung UND vier Jobs, um den Sport zu finanzieren.
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