25.08.2014, 08:56
Ich wage noch einmal die Frage anzubringen: Warum soll die Leichtathletik “interessanter“ werden und vor allem für WEN? Wer ehrlich ist, der muss eingestehen, dass es hier nur um die mediale Verwertung geht – hier soll MEHR Geld verdient werden. Ich bin insofern ein Kritiker dieses unbedingten Veränderungswillens weil er nämlich gleich mehrere Gefahren birgt:
- im Vordergrund steht für die mediale Präsenz nicht mehr der Sport, sondern das Spektakel (man muss sich nur die “Rundumversorgung mit Fußballbeiwerk“ anschauen und erkennt, dass die LA hier nur verlieren kann > sie ist nun mal eine Sommersportart, trotz Halle)
- Die LA konkurriert in der Berichterstattung mit immer mehr “Trendsportarten“ (die zum großen Teil nur dem Verkaufszweck dienen, sei es Sportgerät oder “Sponsorendrinks“ – ist eine “Red-Bull-Leichtathletik“ das Ziel?)
- Die Sportart wird noch mehr / ausschließlich an den Bedürfnissen der Fernsehsender ausgerichtet, dafür dürfen die Athleten dann unter Umständen gern um 22.00 zum Sprint antreten (nicht gerade leistungsförderlich und für die Masse der Sporttreibenden undenkbar), die Hammerwerfer dafür um 9.00 morgens auf “irgendeiner“ Wiese
- Wenn das Spektakel mangels messbarer Leistung (!! Wir sind nicht beim Fußball, schönreden ist nicht…) nur auf maues Zuschauerinteresse trifft, erlauben wir dann irgendwann die “Leistungssubstitution“
- Die “kernsportlichste“ aller olympischen Sportarten ist nicht in Beton gegossen, dennoch findet sie überall auf der Welt noch teilweise zu Bedingungen wie vor 100 Jahren statt, aber es gibt bereits technische Entwicklungen die es vielen Ländern schwer machen internationale Standards zu erreichen (Technik, Gerätschaften, Anlagen)
Einbeziehen in die Überlegungen sollten wir auch die Frage: Wer und wie viele profitieren von den Änderungen? Eine ganz kleine sportliche Elite, definitiv mehr Funktionäre, vor allem die Medien. Vorbilder stärken eine Sportart weil Kinder diese Identifikation suchen, wenn wir die Sportart “umbauen“ die Helden aber ausbleiben, sind die Schritte reversibel (wir “jammern“ derzeit ja gerade über den massiven Stadionabbau / -umbau unter dem besonders die LA leidet) Die Sportart selbst ist robust, einzig ihre Vermarktung ist es nicht im gleichen Maße, weil die Medien sich massiv geändert haben, weil immer neue “Trendsportarten“ generiert werden, weil die Lobbyarbeit anderer Sportarten (vornehmlich Fußball) auf starke politische Rückendeckung hoffen kann (Wähler, aber auch wirtschaftliche Interessen…)
Wer Veränderungen möchte sollte sich fragen, wie soll die LA in 30 Jahren aussehen? Trikots mit federleichten Displays als Startnummern, die Werbeeinblendungen erlauben (davon profitieren dann die Langstreckler, also wäre Atanvarno dafür
), Windgeneratoren die immer die erlaubten 2m Rückenwind erzeugen, Zwischenprämien die auf Knopfdruck durch Zuschauervoting vergeben werden, der Einsatz neuer Materialien und Techniken (z.B. beim Schuhwerk) weil die alten Rekorde “fallen müssen“.
Ich hätte noch eine Menge Ideen, die meisten gefallen mir eher nicht – vielleicht wird ein Roman daraus
- im Vordergrund steht für die mediale Präsenz nicht mehr der Sport, sondern das Spektakel (man muss sich nur die “Rundumversorgung mit Fußballbeiwerk“ anschauen und erkennt, dass die LA hier nur verlieren kann > sie ist nun mal eine Sommersportart, trotz Halle)
- Die LA konkurriert in der Berichterstattung mit immer mehr “Trendsportarten“ (die zum großen Teil nur dem Verkaufszweck dienen, sei es Sportgerät oder “Sponsorendrinks“ – ist eine “Red-Bull-Leichtathletik“ das Ziel?)
- Die Sportart wird noch mehr / ausschließlich an den Bedürfnissen der Fernsehsender ausgerichtet, dafür dürfen die Athleten dann unter Umständen gern um 22.00 zum Sprint antreten (nicht gerade leistungsförderlich und für die Masse der Sporttreibenden undenkbar), die Hammerwerfer dafür um 9.00 morgens auf “irgendeiner“ Wiese
- Wenn das Spektakel mangels messbarer Leistung (!! Wir sind nicht beim Fußball, schönreden ist nicht…) nur auf maues Zuschauerinteresse trifft, erlauben wir dann irgendwann die “Leistungssubstitution“
- Die “kernsportlichste“ aller olympischen Sportarten ist nicht in Beton gegossen, dennoch findet sie überall auf der Welt noch teilweise zu Bedingungen wie vor 100 Jahren statt, aber es gibt bereits technische Entwicklungen die es vielen Ländern schwer machen internationale Standards zu erreichen (Technik, Gerätschaften, Anlagen)
Einbeziehen in die Überlegungen sollten wir auch die Frage: Wer und wie viele profitieren von den Änderungen? Eine ganz kleine sportliche Elite, definitiv mehr Funktionäre, vor allem die Medien. Vorbilder stärken eine Sportart weil Kinder diese Identifikation suchen, wenn wir die Sportart “umbauen“ die Helden aber ausbleiben, sind die Schritte reversibel (wir “jammern“ derzeit ja gerade über den massiven Stadionabbau / -umbau unter dem besonders die LA leidet) Die Sportart selbst ist robust, einzig ihre Vermarktung ist es nicht im gleichen Maße, weil die Medien sich massiv geändert haben, weil immer neue “Trendsportarten“ generiert werden, weil die Lobbyarbeit anderer Sportarten (vornehmlich Fußball) auf starke politische Rückendeckung hoffen kann (Wähler, aber auch wirtschaftliche Interessen…)
Wer Veränderungen möchte sollte sich fragen, wie soll die LA in 30 Jahren aussehen? Trikots mit federleichten Displays als Startnummern, die Werbeeinblendungen erlauben (davon profitieren dann die Langstreckler, also wäre Atanvarno dafür

Ich hätte noch eine Menge Ideen, die meisten gefallen mir eher nicht – vielleicht wird ein Roman daraus
