Vor 3 Stunden
(Vor 4 Stunden)runner5000 schrieb: Track over Field meint doch nicht, dass Langstreckenläufe in voller Länge gezeigt werden, während in der Zwischenzeit keine Technik läuft.
Es ist dabei auch nochmal zu unterscheiden zwischen Stadionregie und TV-Regie.
Für die Stadionregie bedeutet es vor allem, dass jeder Start eines Laufes exklusiv ist und technische Disziplinen entsprechend angehalten werden, damit der volle Fokus auf dem Start des Laufes liegt und es zu keinen Störungen kommt. Bei Sprints werden die technischen Disziplinen nach dem Zieleinlauf wieder geöffnet, bei längeren Rennen meist 20-30 s nach dem Start.
Eine TV-Regie sollte normalerweise in enger Abstimmung mit der Stadionregie arbeiten und dementsprechend alle Starts von Läufen zeigen. Während der Rennen ist es absolut lieber einzelne Versuche in den technischen Disziplinen nachzuschieben statt die wichtigsten Passagen eines Laufes inkl. Zieleinlauf zu verpassen. In Rehlingen wurde einfach viel zu langsam geschnitten und man ist viel zu lange auf unwichtigem geblieben.
In der Zeitplangestaltung großer Veranstaltungen bilden die Läufe das Grundgerüst und die technischen Disziplinen werden eingepasst.
Dann schlage ich dir mal einen Rollentausch vor. Dann kannst du die Athletinnen und Athleten der technischen Disziplinen gerne davon überzeugen, dass es gut und richtig ist, nach dem Zieleinlauf noch 3 Zeitlupen und Close-ups abzuwarten, bevor die Anlage wieder geöffnet wird. Das Geschilderte habe ich mir nicht ausgedacht, passiert bei fast jeder DM.
Auf die Läufer wird maximale Rücksicht genommen, auf Springer und Werfer kaum, wenn es um ihren Wettkampfrhythmus geht. Und das angeblich zugunsten der Übertragung.
Und dann denkst du, es ging wenigstens live raus und siehst später zu Hause, dass die Versuche dann doch nur viel später gezeigt wurden, und fragst dich, warum wir dann warten mussten und die Springer oder Werfer die Konzentration verloren haben.

