Vor 6 Stunden
Ist doch super für den HSV: Zwei Spitzenathleten, die außer ein bisschen Promotion nichts mehr mit dem Verein und dem Standort zu tun haben : )
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Vereinsidentifikation im Profisport
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Vor 6 Stunden
Ist doch super für den HSV: Zwei Spitzenathleten, die außer ein bisschen Promotion nichts mehr mit dem Verein und dem Standort zu tun haben : )
Vor 5 Stunden
Vor 5 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 4 Stunden von mariusfast.)
(Gestern, 10:21)Notalp schrieb: Wenn sich ein Athlet um den Nachwuchs bemüht, hat das natürlich rein gar nichts mit der “Gegenwart und Zukunft der Leichtathletik” zu tun?! Anders ausgedrückt: Dein Plädoyer für eine angemessene Abwägung ist untauglich - ebenso wie die Bezugnahme auf eine vermeintlich negative Konnotation von Erfolg.Nein, habe ich nie behauptet, dass es nichts mit der Gegenwart und Zukunft der dt. LA zu tun hat. Nur, wie kommst du darauf, dass ein Topathlet in anderer Funktion oder bei einem anderen Verein nicht noch mehr Nachwuchs anziehen könnte oder woanders, in einer Funktion fernab vom Vereinssystem, einen größeren Gesamtnutzen für die LA erzielen könnte als wenn er sich bei seinem Provinzverein engangiert, wo 30 Menschen leben? Letztlich ist es auch Eggoismus wieso sich dann Athleten engangieren, obwohl es keinen großen Nutzen für die Gesamt LA hat, weil man sein schlechtes Gewissen bereinigen möchte. Das System Ehrenamt intendiert ja auch, dass die Athleten dann ein schlechtes Gewissen haben sollen und sie dankbar sein sollen für diese ehrenamtliche Leistung, ohne die sie nie Weltklasse geworden wären (obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass Talente gefördert werden). Natürlich identifiziert er sich deshalb mit "dem Verein". Also nochmal. die "Werte", die hier von Reichtathletik genannt wurden, hat so gut wie jeder Verein (zumindest sagen sie es). Für mich macht eine Identifikation mit einem Verein halt keinen Sinn, weil die Menschen, die in ein paar Jahren dort tätig sind, nicht mehr Gemeinsamkeiten mit Kaul haben, als es andere Menschen in einem anderen Verein haben würden. “Anything we can actually do we can afford” Keynes
Vor 4 Stunden
(Vor 5 Stunden)mariusfast schrieb: Das System Ehrenamt intendiert ja auch, dass die Athleten dann ein schlechtes Gewissen haben sollen und sie dankbar sein sollen für diese ehrenamtliche Leistung, ohne die sie nie Weltklasse geworden wären (obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass Talente gefördert werden). ![]() Dankbarkeit und Wertschätzung von Seiten der Athleten finde ich schon wichtig, aber ich habe jetzt glücklicherweise noch niemanden getroffen, der erwartet hat oder in irgendeiner Form auch nur wollte, dass die Athleten ein schlechtes Gewissen haben...
Dass man wirklich erklären muss, was mariusfast meint… Ich mach’s nicht.
(Vor 5 Stunden)mariusfast schrieb:(Gestern, 10:21)Notalp schrieb: Wenn sich ein Athlet um den Nachwuchs bemüht, hat das natürlich rein gar nichts mit der “Gegenwart und Zukunft der Leichtathletik” zu tun?! Anders ausgedrückt: Dein Plädoyer für eine angemessene Abwägung ist untauglich - ebenso wie die Bezugnahme auf eine vermeintlich negative Konnotation von Erfolg.Nein, habe ich nie behauptet, dass es nichts mit der Gegenwart und Zukunft der dt. LA zu tun hat. Nur, wie kommst du darauf, dass ein Topathlet in anderer Funktion oder bei einem anderen Verein nicht noch mehr Nachwuchs anziehen könnte oder woanders, in einer Funktion fernab vom Vereinssystem, einen größeren Gesamtnutzen für die LA erzielen könnte als wenn er sich bei seinem Provinzverein engangiert, wo 30 Menschen leben? Letztlich ist es auch Eggoismus wieso sich dann Athleten engangieren, obwohl es keinen großen Nutzen für die Gesamt LA hat, weil man sein schlechtes Gewissen bereinigen möchte. Das System Ehrenamt intendiert ja auch, dass die Athleten dann ein schlechtes Gewissen haben sollen und sie dankbar sein sollen für diese ehrenamtliche Leistung, ohne die sie nie Weltklasse geworden wären (obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass Talente gefördert werden). Natürlich identifiziert er sich deshalb mit "dem Verein". Wer bitte könnte sich anmaßen, den Gesamtnutzen für die deutsche Leichtathletik zu bestimmen - und welche Folgen individuellen Handelns dem Nutzen zuträglich sind? Ein Wirtschaftswissenschaftler? Oder vielleicht ein totalitär gestimmter Politiker? Deine Argumentation können sich ja auch totalitäre Regime zu eigen machen. Im Gesamtnutzen liegt dort der einzig akzeptable Maßstab, in dem sich das Handeln von Individuen rechtfertigen kann. Bei den einen war es der Beitrag zur Überlegenheit der Rasse und bei den anderen war es der intendierte Sieg des Sozialismus. Dort wurde denn auch jede ethische Rechtfertigung des Handelns, das die kollektiven Ziele des Sozialismus außer Acht ließ, in der Tat als vollkommen egoistisch eingeschätzt. In freien Gesellschaften darf dem Individuum der Gesamtnutzen der Leichtathletik glücklicherweise am Allerwertesten vorbeigehen. Und zwar mit gutem Grund. In diesem Sinn kann sich auch die Identifikation ganz provinziell ausnehmen. Was in meinem Beispiel freilich nicht der Fall ist. Deshalb gehe ich gleich über zu Muffmans Statement. Es geht nicht, wie Du meinst darum, dass Semiprofessionelle Akteure den Verein für ihre Leistungsentwicklung gar nicht mehr benötigen. Es geht vielmehr darum, dass Identifikationerfahrungen im Verein sehr wichtig für das sportliche Selbstverständnis sind. Ein Verein sieht gemäß seiner traditionellen Zwecksetzung den Akteur genauso wenig als Dienstleister wie umgekehrt. Alle anderen Institutionen, die heute ins Spiel kommen, schaffen das mit leichter Hand. Da ist ein guter Kompass wichtig. Und was den Verweis auf das Ehrenamt betrifft: Alle die von Dir herbeizitierten Akteure wissen in der Tat, dass sie ihren Aufstieg auch denjenigen zu verdanken hat, die mit großem Engagement und Herzblut die Vereine am Laufen halten. Was das mit der Produktion eines schlechten Gewissens zu tun haben könnte, erschließt sich mir nicht. Wenn sie sich dankbar zeigen, tun sie das nicht mit schlechtem Gewissen, aber mit einem gutem Kompass. In der Leichtathletik sind Vereine glücklicherweise noch präsent und bilden nach wie vor einen tauglichen Anker. Und zwar auch in Bezug auf die Korrumpierbarkeit der Identifikation. "Nicht jeder Forscher forscht unentwegt, wie es der Forschende eigentlich tun müsste." |
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