22.07.2026, 07:19
(22.07.2026, 06:19)Reichtathletik schrieb:(22.07.2026, 01:34)Mattili schrieb:(22.07.2026, 01:10)muffman schrieb:(21.07.2026, 22:57)Barnie schrieb:(21.07.2026, 21:01)Atanvarno schrieb:(21.07.2026, 19:53)TranceNation 2k14 schrieb: Nochmal, warum ist der Kontrolleur nicht mit zum Flughafen?
Aus dem Leitfaden der USADA:
Zitat:Failing to provide a sample and leaving the sight of a DCO/chaperone due to another commitment, such as practice, work, or school. If reasonable, the DCO should accompany the athlete until they are available to provide a sample.
https://www.usada.org/athlete-advisory/a...ollection/
Solange das nicht geklärt ist, liegt mindestens auch ein Verfahrensfehler des Kontrolleurs vor.
"If reasonable" - warum ist es angemessen für den Tester, mit Ansah zum Flughafen zu fahren, wenn der einfach den nächsten Flug buchen und die verdammte Probe abgeben kann? Auch am Flughafen entstehen dann ja wieder diverse logistische Probleme (Toilette finden, zu zweit in die Kabine gehen etc.)
Das fatale daran ist ja, dass so Ansah zusätzlich signalisiert worden ist, dass das alles nicht so wichtig ist?! Immer vorausgesetzt natürlich, dass es so gewesen ist.
Was genau soll bei einer Dopingkontrolle "nicht so wichtig" sein? Mal unabhänig davon, ob da jetzt ein Verfahrensfehler vorliegt oder nicht: Was muss dich als AthletIn reiten, zu denken, dass du den Test nicht machen musst, nur weil du zufällig zum Flughafen musst? Da ist es im Prinzip auch egal, was der Kontrolleur dir sagt. Gib die Probe ab und sei damit auf der sicheren Seite. An sowas kann deine Karriere scheitern. Es wird ja fast schon so getan, als wäre es für Ansah ohne genau diesen einen Flug quasi unmöglich gewesen bis zum nächsten Abend in Monaco zu sein...
Klar, er hätte auch 1,5 Liter trinken können und eine STunde später pullern können, dann ins Auto steigen, um die Nacht durch nach Monaco zu fahren. Geht alles. Auch 5 Stunden später anzukommen, sodenn es überhaupt einen weiteren Flug gäbe und womöglich erst mitten in der Nacht ins Hotel können. Alles möglich, aber völlig am Plan vorbei. Natürlich darf man auch diskutieren, ob das angemessen sein kann, ohne dabei die eigene Verantwortung Ansahs im Gegenzug nicht zu vergessen. Das Leben ist nun einmal komplex. Dennoch sollte man sich eben mal selbst hinterfragen, vielleicht in einer Situation, in der man sich auf das heiß erwartete Mallorca freut und einem auf dem Weg dorthin jemand ins Auto fährt und man aufgrund des unverschuldeten Zwischenfalls den Flug verpasst. Natürlich fliegt irgendwann immer ein weiterer Flieger nach Mallorca, vielleicht nimmt er einen auch mit. Aber vielleicht ist das doch eine Anregung, dass man es sich mit "Dann nimmt er eben einen anderen Flug" von außen vielleicht ein wenig zu leicht macht.
Deine Lösung ist es dann also Fahrerflucht zu begehen um den Flug nicht zu verpassen?!
es wurde von einem unverschuldetem Zwischenfall gesprochen. Bei Nichtverschulden begeht man meines Wissens nach auch keine Fahrerflucht, sondern nur wenn man der Unfallverursacher ist. Kleine aber nicht unbedeutende Unterschiede in diesem Zusammenhang.



