(21.09.2019, 09:26)Jo498 schrieb: Die lebenslange Rente für Olympiasieger gab es schon bei den alten Griechen.
Wenn ich mir ansehe, was es in D für Versorgungsleistungen von der Sozialhilfe bis zum "Ehrensold" (u.ä. golden handshakes) gibt, schiene mir eine lebenslange Grundrente für Spitzensportler weder die abwegigste noch die ungerechteste in diesem Spektrum. Wobei es sicher besser wäre, eine vernünftige Vereinbarkeit von Sport und Ausbildung herzustellen. Warum das bei Kleinert bis Mitte 30 nicht möglich? war, verstehe ich auch nicht ganz.
Genau die Frage stelle ich mir auch. Es gibt mehrere Faktoren, die für die beiden Richtungen richtig und falsch in Frage kommen. Zunächst einmal ist das Elternhaus prägend. Ich würde als Mutter Kinder immer so schulen, dass sie den Beruf nicht zugunsten des Sportes vernachlässigen - never!!!
Dann sehe ich eine gewisse Verantwortung auch bei TuT. Ich kann mich gut erinnern, dass ich damals mit Sabine Braun zu Herrn Steilmann gegangen bin und sie in die Lehre mit gewissen Vergünstigungen ging und die Lehre mit "gut" abschloss. Allerdings hat sie danach die Weichen aus meiner Sicht nicht richtig gestellt. Das hat Steffi Storp beim VW-Werk besser angetroffen. Ich hätte mir für Sabines Fähigkeiten einen anderen Einsatz gewünscht. Sie kann Abitur und Ausbildungen als Industriekauffrau, Ernährungsberaterin und im Sportmanagemant vorweisen und müsste aus meiner Sicht mehr im Management mit entsprechenden Konditionen eingesetzt werden. Das müsste man aber auf Führungsebenen erkennen.
Der DLV sollte ebenfalls im Rahmen seiner Möglichkeiten behilflich sein. Vor allem sollte er vom Druck abweichen, wenn es um Team-TL geht. Prüfungen und Arbeiten sind einfach wichtiger für die spätere Lebensausrichtung als obligatorische TL und auch TL kurz vor der WM, wenn danach berufliche Nachteile entstehen. Da wäre ich als Trainerin ganz auf hart eingestellt. Die Medaillen und Urkunden bringen später im Beruf recht wenig.
Arbeitsstellen, Universitäten, Ausbildungsstätten allgemein und Schulen können in einem sehr großen Rahmen für Erleichterungen der Vereinbarkeit sorgen.
Letzten Endes entscheidet die mündige Athletin über ihren Weg sukzessive oder in dualer Form in der entsprechenden Richtung. Das bedeutet Einsicht und Arbeit auf beiden Gebieten. Sicherlich ist die Machbarkeit auch eine Frage der Intelligenz und Eignung.
Den Weg, den MM bestreitet, finde ich mutig und richtig. Es wird in dem Team Weber/Mihambo aus meiner fernen Sicht alles zum Wohle der Athletin vorrangig durchgeführt - und das ist gut so!!!
Gertrud

