01.07.2019, 08:49
Ich war tatsächlich überrascht, dass Koko bei ihrem DL Debut als NOP-Athletin im DLV-Trikot antrat (wollte sie nicht mit Hassan verwechselt werden
).
Zwar hätte ich eine solche Bombenzeit auch nicht erwartet (insgeheim erhoffte ich ca. 8:25 und in den Top 3-4), aber es gibt schon ein paar Punkte, die die Steigerung relativieren (abgesehen davon, dass sich Hassan, Gidey, Weightman und vermutlich noch mehr im Feld, davon von den besten nur Gidey in Kokos Alter) ähnlich stark verbessert haben. (Oder Alina Reh, die hat sich 14 Sekunden in der Halle über die Strecke verbessert.)
Koko ist in Birmingham vor fast zwei Jahren schon in ca. 8:27-Form gewesen, guckt euch ggf. das Rennen noch mal an. Sehr unruhig, viel zu langsamer erster km, ständig fast auf Bahn 2 usw. Und eine Schlussrunde unter 63 mit den letzten 2000m in 5:36, also fast schon die pace von gestern. (Und in Karlsruhe schon einfach mal solo ~5:40 zum Abschluss eines 5000m.)
Dann ein Jahr ohne Verbesserung, aber das Jahr war ja kein kompletter Ausfall, sondern nur 2 Monate oder so. D.h. ohne Verletzung 2018 wären in einem entsprechenden Rennen letztes Jahr bestimmt schon ~8:24-25 drin gewesen. Somit sind wir bei ca. 4 sec. pro Jahr, exakt wie in der Halle über 3000m von 2018 auf 19 und nicht ungewöhnlich in dem Alter, zumal wir aus Äußerungen von Koko und Weiß wissen, dass sie noch 2016, vielleicht noch 2017 relativ geringe Umfänge gemacht hat. Es war/ist noch in alle möglichen Richtungen einiges an Luft.
Dazu kommt, dass die 3000m eben seit Jahren keine Meisterschaftsdistanz im Freien mehr sind, der chinesische WR außer Reichweite und mindestens ein DL-Rennen fast immer ganz zu Anfang der Saison liegt (und in Doha, nicht im milden Stanford). Wenn man sich einige der Topzeiten ansieht, scheint da oft noch Luft gewesen zu sein. Z.B. Ayana praktisch solo in der zweiten Hälfte 8:22, Muir in der Halle 8:26 mit 4 sec auf den letzten zwei oder drei Hallenrunden rausgeholt usw. Gestern gab es die stärkste Besetzung eines 3000m-Laufes seit sehr langer Zeit mit übereifriger Pacerin (2:45-46 erster km) und sehr ambitionierten Gidey und Dibaba, die es schnell gehalten haben. Am nächsten kommt Doha 2014 mit Obiris 8:20,68 und 8:23,55 der damals 20jährigen Kipyegon und ebenfalls 7 Frauen sub 8:30. Am 9. Mai, also sehr früh in der Saison. Wenn man sich die nicht geringe Anzahl der sub 14:30 (und oft zugleich 3:55-58) Läuferinnen vor Augen hält, ist klar, dass es noch mehr 8:20 Zeiten hätte geben können.
).Zwar hätte ich eine solche Bombenzeit auch nicht erwartet (insgeheim erhoffte ich ca. 8:25 und in den Top 3-4), aber es gibt schon ein paar Punkte, die die Steigerung relativieren (abgesehen davon, dass sich Hassan, Gidey, Weightman und vermutlich noch mehr im Feld, davon von den besten nur Gidey in Kokos Alter) ähnlich stark verbessert haben. (Oder Alina Reh, die hat sich 14 Sekunden in der Halle über die Strecke verbessert.)
Koko ist in Birmingham vor fast zwei Jahren schon in ca. 8:27-Form gewesen, guckt euch ggf. das Rennen noch mal an. Sehr unruhig, viel zu langsamer erster km, ständig fast auf Bahn 2 usw. Und eine Schlussrunde unter 63 mit den letzten 2000m in 5:36, also fast schon die pace von gestern. (Und in Karlsruhe schon einfach mal solo ~5:40 zum Abschluss eines 5000m.)
Dann ein Jahr ohne Verbesserung, aber das Jahr war ja kein kompletter Ausfall, sondern nur 2 Monate oder so. D.h. ohne Verletzung 2018 wären in einem entsprechenden Rennen letztes Jahr bestimmt schon ~8:24-25 drin gewesen. Somit sind wir bei ca. 4 sec. pro Jahr, exakt wie in der Halle über 3000m von 2018 auf 19 und nicht ungewöhnlich in dem Alter, zumal wir aus Äußerungen von Koko und Weiß wissen, dass sie noch 2016, vielleicht noch 2017 relativ geringe Umfänge gemacht hat. Es war/ist noch in alle möglichen Richtungen einiges an Luft.
Dazu kommt, dass die 3000m eben seit Jahren keine Meisterschaftsdistanz im Freien mehr sind, der chinesische WR außer Reichweite und mindestens ein DL-Rennen fast immer ganz zu Anfang der Saison liegt (und in Doha, nicht im milden Stanford). Wenn man sich einige der Topzeiten ansieht, scheint da oft noch Luft gewesen zu sein. Z.B. Ayana praktisch solo in der zweiten Hälfte 8:22, Muir in der Halle 8:26 mit 4 sec auf den letzten zwei oder drei Hallenrunden rausgeholt usw. Gestern gab es die stärkste Besetzung eines 3000m-Laufes seit sehr langer Zeit mit übereifriger Pacerin (2:45-46 erster km) und sehr ambitionierten Gidey und Dibaba, die es schnell gehalten haben. Am nächsten kommt Doha 2014 mit Obiris 8:20,68 und 8:23,55 der damals 20jährigen Kipyegon und ebenfalls 7 Frauen sub 8:30. Am 9. Mai, also sehr früh in der Saison. Wenn man sich die nicht geringe Anzahl der sub 14:30 (und oft zugleich 3:55-58) Läuferinnen vor Augen hält, ist klar, dass es noch mehr 8:20 Zeiten hätte geben können.

