05.05.2019, 11:40
(05.05.2019, 07:25)Gertrud schrieb:Ist doch optimal wenn man den größten Teil seines Lebens mit etwas verbringt was einem Spaß macht und davon auch noch gut Leben kann. Natürlich muss man aufpassen das man sich nicht verrent und eine gewisse Balance behält, aber besser zu viel von etwas machen was einem Spaß macht als 50 Jahre jeden Tag 8-9 Stunden etwas zu machen was man hasst und sein Leben lang nur auf Feierabend und Wochenende wartet.(04.05.2019, 12:20)benutzer schrieb: Negativer kann man sich über Leistungssport nicht äussern. Wenn nicht Olympiasieger Sportvorbilder sein können wer dann?
Denken andere Spitzensportler auch so?
Ich wäre dann sehr konsequent und würde mich bei einer solchen Einstellung neben seinem Hauptberuf und Studium der Familie widmen und nicht den Spaß an anderen Sachen durch seine unliebsame Diskusgeschichte reduzieren.
Mich persönlich begeistert der Sport im tiefsten Innern noch heute. Natürlich denke auch ich manchmal nach, ob ich diese Ausschließlichkeit richtig gewählt habe. Sicherlich würde ich nach heutigem Stand manchmal auch andere Lebensbereiche etwas intensiver nutzen. Es ist immer eine Frage der Abstimmung und der Gewichtung, wenn man von diesem "Virus" befallen ist.
Man sollte als Trainer bei der Begeisterung für die Sache Leichtathletik immer auch auf das Herz der AuA schauen, ob die LA als Belastung oder Herzenssache empfunden wird. Ich würde Menschen, die den Sport nur als Last empfinden, heute nicht mehr trainieren. Anforderungen werden dann meistens nur unter Widerwillen angenommen werden. Man sollte wirklich dafür "brennen".Letztens hat eine Athletin, deren Kraftpläne ich konstruiere, zu einem anderen Trainer gesagt: "Man merkt, dass Gertrud das gerne macht!" Sabine Braun hat mich mal vor nicht allzu langer Zeit dem Sinne nach gefragt: "Woher nimmst du die Power, so viel zu lernen, zu hinterfragen und auszuarbeiten?" "Ganz einfach: Liebe zur Leichtathletik!" Auch mein Beruf war für mich immer Berufung. Ich führe meine LA-AG noch heute mit Power durch und das merken die Kinder. Ich stehe zum Glück mit meiner Begeisterung nicht alleine da.
Ein wirklich gut gemeinter Tipp an den Verband, um die Begeisterung bei AuA aufrecht zu erhalten: Lasst den AuA Freiheiten in ihrer sportlichen Gestaltung! Kreativität und Freude können nur "gesät und geerntet" werden, wenn der Geist frei entscheiden kann und nicht mit permanenten "Teamgdanken" und Vorschriften bei TL und Zusammenkünften "zugeballert" wird, weil aus meiner Sicht die Individualität ein Garant für Erfolg ist und niemals die Gleichschaltung. Gelegentliche Korrekturen können auch sanft geschehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man über zehn Jahre und mehr Dinge absolviert oder gezwungen ist zu absolvieren, die keinen Spaß machen. Das muss doch die Seele krank machen!!!
Gertrud