02.08.2018, 10:05
Vom Generalverdacht abgesehen, gibt es zwei hauptsächliche Verdachtsmomente: Überragende Leistungen und außerordentliche Leistungssteigerungen, besonders in "fortgeschrittenem" Alter, in dem die nicht mehr ohne weiteres zu erwarten sind.
Anhand dieser Kriterien sind die deutschen Sprinterinnen überhaupt nicht verdächtig. International gute, aber nicht überragende Zeiten, inkrementelle Steigerungen und alle noch jung oder sehr jung.
Der Generalverdacht erklärt nichts. Wenn eh alle dopen, warum sind dann einige (z.B.) die Deutschen so mittelmäßig? Weil sie sonst noch viel schlechter wären, ist keine gute Antwort. Warum sollten sie ohne Doping schlechter sein als die Polen ohne Doping (und entsprechend dann mit mutmaßlichem Doping)?
(Warum wird Doping in einer Sportart, wo die Deutschen eher mittelmäßig sind, wie Sprint, thematisiert, viel weniger in Sportarten, in denen sie außerordentlich gut sind, wie Ski nordisch, Kanufahren usw.?)
Warum sind manche Leistungen der 1980er (bzw. beim Langstreckenlauf eher der 90er und 00er) beinahe völlig außer Reichweite bzw. werden nach etwa 30 Jahren mit mutmaßlich verbesserten Trainingsmethoden, schnelleren Bahnen usw. ganz langsam wieder approximiert, wenn nach wie vor "genauso" gedopt wird? Es ist klar, dass nicht "genauso" massiv Anabolika usw. verwendet werden wie damals, wegen der Tests und wegen der (besonders bei den Frauen) nicht mehr erreichten Leistungen.
Es ist auch zulässig, aus "herausragende Leistungen" + "regelmäßig erwischt" auf eher mehr Doping und aus "eher mittelmäßige Leistungen" + "praktisch nie positiv getestet" auf eher weniger Doping zu schließen. Natürlich gibt es keine Sicherheit, aber doch plausible Wahrscheinlichkeiten.
Anhand dieser Kriterien sind die deutschen Sprinterinnen überhaupt nicht verdächtig. International gute, aber nicht überragende Zeiten, inkrementelle Steigerungen und alle noch jung oder sehr jung.
Der Generalverdacht erklärt nichts. Wenn eh alle dopen, warum sind dann einige (z.B.) die Deutschen so mittelmäßig? Weil sie sonst noch viel schlechter wären, ist keine gute Antwort. Warum sollten sie ohne Doping schlechter sein als die Polen ohne Doping (und entsprechend dann mit mutmaßlichem Doping)?
(Warum wird Doping in einer Sportart, wo die Deutschen eher mittelmäßig sind, wie Sprint, thematisiert, viel weniger in Sportarten, in denen sie außerordentlich gut sind, wie Ski nordisch, Kanufahren usw.?)
Warum sind manche Leistungen der 1980er (bzw. beim Langstreckenlauf eher der 90er und 00er) beinahe völlig außer Reichweite bzw. werden nach etwa 30 Jahren mit mutmaßlich verbesserten Trainingsmethoden, schnelleren Bahnen usw. ganz langsam wieder approximiert, wenn nach wie vor "genauso" gedopt wird? Es ist klar, dass nicht "genauso" massiv Anabolika usw. verwendet werden wie damals, wegen der Tests und wegen der (besonders bei den Frauen) nicht mehr erreichten Leistungen.
Es ist auch zulässig, aus "herausragende Leistungen" + "regelmäßig erwischt" auf eher mehr Doping und aus "eher mittelmäßige Leistungen" + "praktisch nie positiv getestet" auf eher weniger Doping zu schließen. Natürlich gibt es keine Sicherheit, aber doch plausible Wahrscheinlichkeiten.

