13.12.2017, 14:59
(13.12.2017, 13:11)alex72 schrieb: Ich kann absolut nicht nachvollziehen dass man die aktuellen Weltrekorde im Langstreckenlauf für sauber erreichbar hält.
Ganz im Gegenteil spricht viel dafür dass es gerade im Langstreckenlauf noch grosse Lücken im Kontrollsystem gibt.
Schon die Tatsache dass fast alle Trainingslager im abgelegenen Kenia machen sollte einen nachdenklich stimmen.
Du hast kein Argument geliefert, dass klar dagegen spricht, dass diese Leistungen clean erreichbar sind. Nur dafür, dass einige dopen könnten und dabei nicht erwischt werden, was trivial und bekannt ist, diese aber nicht automatisch zu Weltrekordlern macht und erst recht die Weltrekordleistungen nicht automatisch clean unmöglich macht.
Ich sehe fast jeden Tag Fußgänger, die trotz mangelnder Kontrolle an roten Ampeln stehen bleiben. Auch gehe ich nicht davon aus, dass die große Mehrheit der Bürger trotz laxer Kontrollen notorisch stiehlt oder betrügt. Aber Läufer*innen snd grundsätzlich schlechte Menschen, zumindest die mit den besten Leistungen?

An dieser Antwort sieht man schön, wie problematisch viele Fans denken. Es gibt sehr viel Gründe für ein Trainingslager in Kenia. Einer davon könnte theoretisch sein, dass man seltener kontrolliert würde, aber richtig abgelegen ist Kenia in der Hinsicht nicht. wenn das die Idee wäre, würden viel mehr Menschen irgendwo in Mexiko, in Südamerika, Kasachsten oder wo auch immer trainieren.
Dieser mögliche Grund wird aber für alle cleanen Athleten kein Argument sein. Mir fallen zahlreiche Gründe vorher ein: Die Höhe, das Klima, die Zeitzone, das Preisniveau dort, die große Lauf-Community. Ein möglichst abgelegenenes Land ist Kenia sicher nicht, ich gehe davon aus, dass das selbst für die Doper kein Argument für Kenia sein wird, die gehen da auch aus den anderen Gründen hin, dopen könnten sie wohl (fast) überall.
Gruß
C

