09.12.2017, 18:44
(08.12.2017, 10:23)Jo498 schrieb: Theoretisch wäre eine Situation denkbar, in der eine Mannschaft einige gute Spurter hat, die ein langsameres Rennen bevorzugen würden und einen Frontrunner, der ein schnelles will, um den Spurtern den Zahn zu ziehen. Da müsste man dann abwägen, was das beste Gesamtergebnis wäre. Aber die drei besten Deutschen der U23 wollen wohl alle lieber ein eher schnelles Rennen, das nicht im Endspurt entschieden wird.Sorry, das ist ein Gedankenspiel, was absolut an den Realitäten vorbeigeht. Die allermeisten im einem Crossfeld, vielleicht eine Handvoll der Spitzenathleten ausgenommen, müssen spätestens ab Streckenmitte Vollgas gehen. Da geht es nur noch darum möglichst lange an Gruppen dranzubleiben. Der "Spurter" ist oft in der Endphase so "satt", das er auf den letzten 500 Metern Läufer an sich vorbeiziehen zieht, die auf der Bahn chancenlos sind. Selbst Mo Farah, nicht der Crossspezialist, hat im Cross schon Positionen auf den letzen 200 Metern verloren.
Bei den Internationalen Meisterschaften sind faktisch immer welche, oft sogar von Start weg, die dermaßen auf das Tempo drücken, das Du selbst als Favorit nicht ganz unbeeinflusst von diesen Rennverläufen bist. Auf der Bahn kann ein Spitzenmann, erkennt er die Renngestaltung, relativ lange hinten am Feld bummeln...Cross geht das nicht.

