27.10.2016, 07:14
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.10.2016, 15:00 von Atanvarno.
Bearbeitungsgrund: Quelle ergänzt
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Zitat:Volker Beck: Wir müssen 2017 gemeinsam mit den Heimtrainern und allen Partnern des Kompetenzteams das Gesundheitsmanagement der Athleten optimieren. Einen Bänderriss bei Sprungübungen kann man nicht ausschließen, so etwas kann immer passieren. Andere Verletzungen waren auf Fehler im Trainingssystem zurückzuführen, das müssen wir in Zukunft versuchen auszuschließen. Basierend auf der vertrauensvollen Zusammenarbeit im Team sollte uns das gelingen.Quelle
Genau da liegt der Hase im Pfeffer!!! Das "Team" hat es bisher nicht geschafft, die Verletztenquote aufgrund von Trainingsfehlern zu senken. Es fehlen aus meiner Sicht fundierte Kenntnisse im Transferbereich, an dem Hansjörg und ich seit über 30 Jahren in vielen Facetten gemeinsam arbeiten. "Neuer Wein in alten Schläuchen" ist eine Seuche, die sich durch den DLV in dem Bereich zieht. Der DLV schmort im eigenen "Teamsaft"!!! Da liegt die Crux!!! Es kommt nicht primär auf Erfahrung an, sondern auf die richtige Erfahrung!

Ich gebe mal ein Beispiel: Ich habe einen Schützling, der in vielen Bereichen falsch angesteuert worden ist. Er spürt jetzt Strukturen, die er vorher gar nicht wahrgenommen hat. In unserem System findet die Langhantel in dem Disziplinbereich bisher keine Anwendung. Hansjörg sagt sehr oft: "Es bringt nichts, das System tröpfchenweise zu verändern. Es muss komplett neu entwickelt werden." Daher hat es auch überhaupt keinen Zweck und ist eher Zeitverschwendung, wenn Schützlinge von mir an Lehrgängen teilnehmen. Sie werden dort nicht in meinem Sinn gefördert.
Ich habe versucht, die Karre teilweise durch massive Gegenwehr bei Fortbildungen aus dem Dreck zu ziehen. Solche von mir gut gemeinten Argumente zielen ins Gegenteil. Daher höre ich heute meistens nur noch zu und diskutiere mit Gleichgesinnten. Man kann sich als Trainer/in im Topbereich keine Zeitverschwendung leisten, wenn es um Verletzungen geht. Ich würde zum großen Teil die Gelder auch anders kanalisieren und vor allem an den Steuerelementen Trainer/innen einsetzen, deren Verletztenquote (Unfälle ausgeschlossen) gering oder nicht vorhanden ist, die sich in Trainingsschemata detailliert auskennen. Was mich wundert, ist, dass man das Problem erst jetzt allmählich in den Vordergrund rückt. Ich prangere es seit Jahren an!!!!! Wer immer nur reagiert und zwar zeitversetzt, der hat niemals den erwünschten Erfolg.
Gertrud