06.08.2016, 15:25
(06.08.2016, 14:22)Atanvarno schrieb:(06.08.2016, 14:01)Javeling schrieb: Wenn die Leichtathletin Stepanova während ihrer Dopingzeit (etwa fünf Jahre+) zur Whistleblowerin geworden wäre und hätte sich geoutet, dann wäre die Situation eine andere. So hat sie erst nach ihrer aktiven 'Mitwirkzeit' im System und nach dem Schutz im System, als sie als Dopingbetrügerin erwischt wurde, ihre 'Tätigkeit' als Whistleblowerin aufgenommen. Und genau das wird von der Ethikkommission beanstandet.
Was die Ethikkommission aus meiner Sicht aber nicht ausreichen gewürdigt hat, ist, dass Stepanowa den Schutz und die Vorteile dieses Systems auch während und nach ihrer Dopingsperre weiter hätte genießen können, sich aber bewusst dagegen entschieden hat und zwar aus einer äußerst seltenen und hoch moralischen Motivation heraus (s. oben).
*Da muss man die 250 000 Unterzeichner der Petition nicht als uninformierte Laien hinstellen, wenn sie das stärker gewichten als die vorherige Beteiligung am System, der sich zu entziehen angesichts der Dopingkultur in Russland mehr als schwer gewesen sein dürfte.
* Ich bitte darum, mich nicht falsch zu zitieren. Richtig ist : Diese Begründung ist ein Unsinn. So wird die Öffentlichkeit (vielfach Fachlaien !) falsch informiert......und es wird hunderttausendfach unterschrieben. Vielfach Fachlaien !
Ich hatte mit Unterzeichnern (u. Nichtunterz.) gesprochen (darunter auch AZ-Leser), die diese Begründung nicht kannten. Und was die hoch moralische Motivation betrifft......das ist ein anderes Thema.

Heinz Engels, Mainz