22.11.2015, 19:41
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.11.2015, 19:49 von icheinfachma.)
Die Jamaikaner und andere Afroamerikaner aus dem Karibikraum und den USA sind übrigens deswegen so schnell, weil sie
-höhrere Testosteronspiegel aufweisen. Das geht auf die harte Selektion in der Sklavenvergangenheit zurück, wo schon auf der Überfahrt von Afrika aus die Schwächsten starben. Viele weitere starben unter den harten Lebensumständen und an Überarbeitung in Amerika. Man betrieb regelrechte "Zucht", indem man besonders kräftig gebaute und starke Menschen zusammenführte, um Kinder zu zeugen. Auch, dass man sie für mehr Geld verkaufen konnte, steigerte deren Überlebenchancen. Zudem wurden die besonders aggressiven Sklaven nach Jamaica und Trinidad & Tobago geschafft, was damals so eine Art Strafinsel war. Da es eine Korrelation zwischen Aggressivität und Testoteronspiegel gibt, konzentrierte man auf diesen Inseln Menschen mit hohen Testosteronwerten. Bis heute sind diese deutlich erhöhten Werte, aber auch eine bessere Sauerstoffverarbeitung nachweisbar. Ein zu hoher Testosteronspiegel bringt aber auch Gesundheitsrisiken mit sich. So erkranken Afroamerikaner, insbesondere in Jamaica, besonders häufig an Diabetes und an Prostatakrebs. Quelle: Dokumantation "Survival of the Fastest" des BBC (zu finden auf YouTube) Ein erhöhter Testosteronspiegel bewirkt das, was in der DDR die Anabolika bewirkt haben: Ein Erreichen einer Topleistungsfähigkeit schon früh im Jugendalter und natürlich sehr gute Zeiten später bei den Aktiven. Da auch Fast-Twitch-Fasern zu einer erhöhten Muskelmasse führen, dürfte die Selektion auf kräftige Individuen auch zu einer Zunahme des Anteils von Fast-Twitch-Fasern geführt haben.
-weil sie keine Dopinglabore in Jamaica haben und die Proben nach Kanada fliegen müssen. Jamaica als Entwicklungsland ist arm und kann nicht ständig Proben nach Kanada fliegen lassen, was die Möglichkeit einschränkt, in Jamaica auf Doping zu achten. Weiterhin kann sowohl den jamaikansichen Sportlern als auch der Regierung ein Interesse an bloßen Leistungen, egal, wie diese erreicht werden, unterstellt werden: Nur durch den Sprint schafft es die Dritte-Welt-Insel, internationale Aufmerksamkeit und Achtung zu bekommen, der Tourismus allein reicht aufgrund der Konkurrenz anderer karibischer Inseln und weltweit nicht. Die Sportler selbst hingegen betreiben den Sport oft bloß in der Hoffnung einmal berühmt und reich zu werden, wie Bolt, Fraser-Pryce und andere Sportler dieses Kalibers. Stehen "Fame" und Kommerz im Vordergrund, drängt das den Sportgeist zurück. In Jamaica dürfte Leichtathletik für viele kein Hobby, keine Passion sein, sondern Mittel zum Zweck. Nicht zuletzt sollten die Dopingfälle der großen Sprinter aus Jamaica genannt werden: Shelly-Ann Fraser-Pryce, Veronica Campbell-Brown, Sherone Simpson, Asafa Powell, Yohan Blake - alle brachten sehr fadenscheinige Ausreden, u.a. hatten sie das Doping als Mittel gegen Zahnschmerzen genommen, ohne zu wissen, dass es sich um Doping handelt oder wurden von ihrem "Physiotherapeuten" mit Vitamintabletten betrogen, die in Wirklichkeit Dopingpräparate waren. Und bei jedem Dopingfall war der Zusammenhalt und das gegenseitige Mutzusprechen innerhalb der jamaikanischen Sprintelite sehr groß - die dortige Leichtathletikwelt scheint in Sachen Doping genauso verlogen zu sein wie das in der Seppelt-Doku gezeigte Russland oder auch Kenia. Ich warte nur auf seine dritte Doku über Jamaica. (Der jamaikanische Mobb würde ihn dafür cyberlynchen, siehe der Shitstorm gegen Cindy Roleder.)
-Die Jamaicaner forschen zwar selbst nichts, dazu fehlt es an Einrichtungen in dem wirtschaftlich sehr rückständigen Land. Doch sie beziehen ihr Know-How aus den USA, die in der Sprintforschung weltweit führend sind, weil sie das einzige Land sind, das nach dem Ende des Kalten Krieges seines sportwissenschaftliche Forschung aufrechterhalten hat (warum, sollte einem zu denken geben; vgl. u.a. mit dem antiken Rom - "Brot und Spiele"). Es werden jamaikanische Trainer in den USA ausgebildet und man macht sich permanent das US-Wissen zunutze.
-Die Tatsache, dass so viele Menschen Leichtathletik betreiben und der beschriebene Erwartungsdruck ermöglicht neben Spitzenleistungen auch Leistung in der Breite, insbesondere auch im Anschlussbereich. Das bedeutet, dass Jamaica nicht nur in Staffeln Vorteile hat, sondern auch garantiert zu jedem internationalen Höhepunkt Top-Athleten bereitstehen oder, dass bei Abtreten eines älteren Sprinters sofort Nachwuchstalente "nachwachsen" und die Lücken schließen. Die Masse ist aber weniger für Spitzenleistungen, sondern für Breite und Konstanz der Leistung verantwortlich.
-Eine besondere Trainingsmethodik traue ich den dortigen Trainern nicht uneingeschränkt zu. Es werden kaum alle der hundert Trainer genial sein. Das kann also nicht die extremen Leistungen im Nachwuchsbereich erklären. Lediglich die für den "Feinschliff" verantwortlichen Trainer, nämlich Glen Mills und Stephen Francis, legen Hand an dem absoluten Topbereich an und beanspruchen diesen laut der von Gertrud verlinkten Quelle für sich allein. Ich habe ausführliche Interviews der beiden, in der sie über ihr Trainingsprogramm plaudern, von Francis besitze ich sogar den Trainingsplan für die Phase von Oktober bis März. Ich unterstelle ihnen, dass sie genau wissen, dass sie ihr Trainings ausplaudern können, weil sie im Grunde auch nicht anders trainieren als andere. Ihr Vorteil kommt von den beiden erstgenannten Punkten (Genetik und Hustensaft), und da können andere ihr Training kopieren noch und nöcher, die Jamaicaner werden, solange das aktuelle System besteht, immer "die Nase vorn" haben in den internationalen Wettkämpfen. Ich werde gleich noch etwas zur Technik sagen, dieses Problem wurde von Gertrud schon öfters anhand von Einzelfällen angesprochen.
-höhrere Testosteronspiegel aufweisen. Das geht auf die harte Selektion in der Sklavenvergangenheit zurück, wo schon auf der Überfahrt von Afrika aus die Schwächsten starben. Viele weitere starben unter den harten Lebensumständen und an Überarbeitung in Amerika. Man betrieb regelrechte "Zucht", indem man besonders kräftig gebaute und starke Menschen zusammenführte, um Kinder zu zeugen. Auch, dass man sie für mehr Geld verkaufen konnte, steigerte deren Überlebenchancen. Zudem wurden die besonders aggressiven Sklaven nach Jamaica und Trinidad & Tobago geschafft, was damals so eine Art Strafinsel war. Da es eine Korrelation zwischen Aggressivität und Testoteronspiegel gibt, konzentrierte man auf diesen Inseln Menschen mit hohen Testosteronwerten. Bis heute sind diese deutlich erhöhten Werte, aber auch eine bessere Sauerstoffverarbeitung nachweisbar. Ein zu hoher Testosteronspiegel bringt aber auch Gesundheitsrisiken mit sich. So erkranken Afroamerikaner, insbesondere in Jamaica, besonders häufig an Diabetes und an Prostatakrebs. Quelle: Dokumantation "Survival of the Fastest" des BBC (zu finden auf YouTube) Ein erhöhter Testosteronspiegel bewirkt das, was in der DDR die Anabolika bewirkt haben: Ein Erreichen einer Topleistungsfähigkeit schon früh im Jugendalter und natürlich sehr gute Zeiten später bei den Aktiven. Da auch Fast-Twitch-Fasern zu einer erhöhten Muskelmasse führen, dürfte die Selektion auf kräftige Individuen auch zu einer Zunahme des Anteils von Fast-Twitch-Fasern geführt haben.
-weil sie keine Dopinglabore in Jamaica haben und die Proben nach Kanada fliegen müssen. Jamaica als Entwicklungsland ist arm und kann nicht ständig Proben nach Kanada fliegen lassen, was die Möglichkeit einschränkt, in Jamaica auf Doping zu achten. Weiterhin kann sowohl den jamaikansichen Sportlern als auch der Regierung ein Interesse an bloßen Leistungen, egal, wie diese erreicht werden, unterstellt werden: Nur durch den Sprint schafft es die Dritte-Welt-Insel, internationale Aufmerksamkeit und Achtung zu bekommen, der Tourismus allein reicht aufgrund der Konkurrenz anderer karibischer Inseln und weltweit nicht. Die Sportler selbst hingegen betreiben den Sport oft bloß in der Hoffnung einmal berühmt und reich zu werden, wie Bolt, Fraser-Pryce und andere Sportler dieses Kalibers. Stehen "Fame" und Kommerz im Vordergrund, drängt das den Sportgeist zurück. In Jamaica dürfte Leichtathletik für viele kein Hobby, keine Passion sein, sondern Mittel zum Zweck. Nicht zuletzt sollten die Dopingfälle der großen Sprinter aus Jamaica genannt werden: Shelly-Ann Fraser-Pryce, Veronica Campbell-Brown, Sherone Simpson, Asafa Powell, Yohan Blake - alle brachten sehr fadenscheinige Ausreden, u.a. hatten sie das Doping als Mittel gegen Zahnschmerzen genommen, ohne zu wissen, dass es sich um Doping handelt oder wurden von ihrem "Physiotherapeuten" mit Vitamintabletten betrogen, die in Wirklichkeit Dopingpräparate waren. Und bei jedem Dopingfall war der Zusammenhalt und das gegenseitige Mutzusprechen innerhalb der jamaikanischen Sprintelite sehr groß - die dortige Leichtathletikwelt scheint in Sachen Doping genauso verlogen zu sein wie das in der Seppelt-Doku gezeigte Russland oder auch Kenia. Ich warte nur auf seine dritte Doku über Jamaica. (Der jamaikanische Mobb würde ihn dafür cyberlynchen, siehe der Shitstorm gegen Cindy Roleder.)
-Die Jamaicaner forschen zwar selbst nichts, dazu fehlt es an Einrichtungen in dem wirtschaftlich sehr rückständigen Land. Doch sie beziehen ihr Know-How aus den USA, die in der Sprintforschung weltweit führend sind, weil sie das einzige Land sind, das nach dem Ende des Kalten Krieges seines sportwissenschaftliche Forschung aufrechterhalten hat (warum, sollte einem zu denken geben; vgl. u.a. mit dem antiken Rom - "Brot und Spiele"). Es werden jamaikanische Trainer in den USA ausgebildet und man macht sich permanent das US-Wissen zunutze.
-Die Tatsache, dass so viele Menschen Leichtathletik betreiben und der beschriebene Erwartungsdruck ermöglicht neben Spitzenleistungen auch Leistung in der Breite, insbesondere auch im Anschlussbereich. Das bedeutet, dass Jamaica nicht nur in Staffeln Vorteile hat, sondern auch garantiert zu jedem internationalen Höhepunkt Top-Athleten bereitstehen oder, dass bei Abtreten eines älteren Sprinters sofort Nachwuchstalente "nachwachsen" und die Lücken schließen. Die Masse ist aber weniger für Spitzenleistungen, sondern für Breite und Konstanz der Leistung verantwortlich.
-Eine besondere Trainingsmethodik traue ich den dortigen Trainern nicht uneingeschränkt zu. Es werden kaum alle der hundert Trainer genial sein. Das kann also nicht die extremen Leistungen im Nachwuchsbereich erklären. Lediglich die für den "Feinschliff" verantwortlichen Trainer, nämlich Glen Mills und Stephen Francis, legen Hand an dem absoluten Topbereich an und beanspruchen diesen laut der von Gertrud verlinkten Quelle für sich allein. Ich habe ausführliche Interviews der beiden, in der sie über ihr Trainingsprogramm plaudern, von Francis besitze ich sogar den Trainingsplan für die Phase von Oktober bis März. Ich unterstelle ihnen, dass sie genau wissen, dass sie ihr Trainings ausplaudern können, weil sie im Grunde auch nicht anders trainieren als andere. Ihr Vorteil kommt von den beiden erstgenannten Punkten (Genetik und Hustensaft), und da können andere ihr Training kopieren noch und nöcher, die Jamaicaner werden, solange das aktuelle System besteht, immer "die Nase vorn" haben in den internationalen Wettkämpfen. Ich werde gleich noch etwas zur Technik sagen, dieses Problem wurde von Gertrud schon öfters anhand von Einzelfällen angesprochen.