Ich weiß, dass einige das jetzt nicht gerne hören; aber es bringt überhaupt nichts, punktuell nach Verbesserungen zu forschen, sondern das gesamte Sprintsystem von den Technikvorstellungen und von den Zubringerleistungen (z. B. Krafttraining, Energiesystem, orthopädische Verträglichkeit) her muss umgestaltet werden, sonst verhält es sich wie bei einem an einigen Stellen renovierten Haus. Ich sammele seit einiger Zeit Negativbeispiele vornehmlich aus dem Topbereich und zeige diese gelegentlich. Ich "kratze" sozusagen am Thron von Erfolgstrainern.
Man darf auch dort nicht ungeprüft alles übernehmen. Ich stelle auch immer wieder enorme Differenzen bei Bundestrainern hinsichtlich Wissen auf dem neuesten Stand fest.
Die Trainerleistung ist im Endeffekt ein Konglomerat aus Praxis und Theorie. Die Kunst besteht meines Erachtens darin, das Wissen punktgenau auch auf die Praxis zu übertragen. Natürlich macht man auch Fehler. Was das Krafttraining anbetrifft, muss man mit Sicherheit auch den Effekt der Ermüdung des ZNS einbeziehen, das Erfolg generiert oder hemmt. Diese Mechanismen müssen einem sehr guten Trainer aus der Wissenschaft heraus antizipierend für die Praxis bekannt sein. Das kann man nicht nur an der Nasenspitze des Athleten erahnen, manchmal natürlich intuitiv richtig sehen. Ich halte Ihren Wissensdurst für sehr hilfreich. Werden Sie nicht zu einem "Blatt im Wind", sondern arbeiten akribisch weiter!!!
Ganz global gesehen kann man sagen, dass richtig trainiert, wer die Gesetze des Gehirns richtig einstielt, also dir richtigen Pattern unterstützt. Wer das Gehirn des Athleten platt trainiert (und das habe ich reihenweise in Deutschland beobachtet), wird auf Dauer Misserfolg haben, es sei denn, er sorgt anderweitig für Regeneration. Insofern liege ich mit Wlad total auf einer Linie.
Was technische Ausführungen angeht, so kommt auch von Bundestrainern oft nicht die richtige Auflösung. Ich habe mal in einer technischen Disziplin ein Bewegungsdetail moniert, wobei jetzt in Mainz bei der Fortbildung die Korrektur erfolgt ist. Ich "seziere" Disziplinen, wobei mir dann natürlich kaum ein Fehler unterlaufen. Hier spielt auch die Individualität eine große Rolle, wo schwache Teamleistungen nur stören. Nur wirken Bundestrainer als Multiplikatoren - in diesem Fall dann auch als Fehlerquelle. Es gibt Fakten, wo es nur schwarz und weiß gibt, aber keine Grautöne!
Gertrud

Die Trainerleistung ist im Endeffekt ein Konglomerat aus Praxis und Theorie. Die Kunst besteht meines Erachtens darin, das Wissen punktgenau auch auf die Praxis zu übertragen. Natürlich macht man auch Fehler. Was das Krafttraining anbetrifft, muss man mit Sicherheit auch den Effekt der Ermüdung des ZNS einbeziehen, das Erfolg generiert oder hemmt. Diese Mechanismen müssen einem sehr guten Trainer aus der Wissenschaft heraus antizipierend für die Praxis bekannt sein. Das kann man nicht nur an der Nasenspitze des Athleten erahnen, manchmal natürlich intuitiv richtig sehen. Ich halte Ihren Wissensdurst für sehr hilfreich. Werden Sie nicht zu einem "Blatt im Wind", sondern arbeiten akribisch weiter!!!

Was technische Ausführungen angeht, so kommt auch von Bundestrainern oft nicht die richtige Auflösung. Ich habe mal in einer technischen Disziplin ein Bewegungsdetail moniert, wobei jetzt in Mainz bei der Fortbildung die Korrektur erfolgt ist. Ich "seziere" Disziplinen, wobei mir dann natürlich kaum ein Fehler unterlaufen. Hier spielt auch die Individualität eine große Rolle, wo schwache Teamleistungen nur stören. Nur wirken Bundestrainer als Multiplikatoren - in diesem Fall dann auch als Fehlerquelle. Es gibt Fakten, wo es nur schwarz und weiß gibt, aber keine Grautöne!
Gertrud