27.05.2015, 14:42
Ich denke auch, dass es immer Schlupflöcher gab und gibt. Wer will, macht es auch irgendwie, aktuell Microdoping etc. Bekanntes Faktum ist leider, dass in der Anfangszeit um 1970 fast alle was nahmen und das heute auch so zugeben. Wenigstens alle Großen, die ich aus der Zeit so kenne und das sind etliche. Caspers als Hammerwerfer und Schladen aber definitiv nicht, nicht nur eine Meinung. Man lese nach bei im Buch von Porsch. Am Bestand der Ergebnisse ändert das natürlich nichts, wie auch? Das Problem der Anabolika war ja, dass eben nicht nur die Muskeln wachsen (anabole Wirkung) wie auch bei Testosteron oder den Wachstumshormonen sondern auch alle anderen Gewebe, eben auch die Innenwände der Blutgefäße, die dann langsam zugehen. Das generierte Herzinfarkte oder führte zu Operationen am Herzen oder zu Wachstum von Tumoren, manchmal zu frühem Tod. Jede Wirkung hat auch eine Nebenwirkung. Das muss man heutigen Athleten auch ins Stammbuch schreiben. Kennt jemand die Geschichte von Harold Conolly, der nach einer schweren Krankheit in den 60 Jahren mit Anabolika als Medikament wieder aufgepäppelt wurde und dann feststellte, dass er besser als vorher war? Er soll der ungewollte „Erfinder“ der Anabolikaeinnahme gewesen sein, aber ob das so stimmt. Immerhin nette Anekdote.

