23.05.2015, 16:05
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.05.2015, 16:11 von icheinfachma.)
Tubuläre Sklerose ist eine Erbkrankheit. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kreatin als körpereigene Substanz karzinogen ist, ist sehr gering. Wenn man natürlich die Patienten befragt und diese dann Auskunft geben, sie hätten mit Kreatin supplementiert, ist es natürlich sehr einfach, auftretende Wirkungen dem Kreatin unterzujubeln. Wesentlich wahrscheinlicher wäre es, dass die Ursache bei den Dopingsubstanzen liegt, die bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln beigemischt werden, teils absichtlich. Sicherlich haben sich die Ärzte sich nicht die Mühe gemacht, die Kreatinproben der Patienten nach solchen Substanzen zu untersuchen, zumal sie dazu auch gar nicht die nötigen Apparaturen haben. Dann ohne Wimperzucken den Verdacht auf das Kreatin lenken und mit keinem Wort erwähnen, dass oftmals vorhandene Dopingsubstanzen wesentlich höhere Gesundheitsrisiken haben und darum mit höherer Wahrscheinlichkeit infrage kommen, halte ich für unseriös. Weitere mögliche Erklärungen wären neben der Kreatinsuppelementierung eine verschwiegene Dopingeinnahme. Gerade Cocktails von Doping können schlimmste Folgen haben. Eine autoimmun bedingte Sklerose wäre dadurch durchaus erklärbar. Und dann gibt es noch tausend andere Faktoren außer Kreatin im Leben jedes Patienten, die verantwortlich sein könnten. Man erwähnt nur gerne das Kreatin als (mögliche) Ursache, weil es am greifbarsten ist, nicht weil es nachgewiesen oder wahrscheinlich wäre.