09.10.2026, 09:46
(09.10.2026, 09:30)aj_runner schrieb: Im Auslaufen Podcast wurde die Situation auch in epischer Breite diskutiert, aber unter dem Strich deutlich mehr Verständnis für das Team Pfeiffer gezeigt. Hätte das Team Pfeiffer einfach ein Statement rausgegeben, hey tut uns leid, der Veranstalter war aber informiert, dann hätte es sicherlich nicht dieses Welle gegeben.Stimme Dir in fast allem komplett zu.
In Bezug auf die mentale Gesundheit darf man aber schon die Frage stellen, ob es an der notwendigen Resilienz fehlt. Man muss schon bedenken, dass sie mit einer Bestzeit ins Ziel gekommen ist und nicht mit einer unterirdischen Leistung. Was müssen dann Athleten aushalten wie eine Lea Meyer oder Athleten, die übelsten rassistischen Angriffen ausgesetzt sind?
Meine Prognose ist, dass die Reinraumbedingungen, in denen das Team Pfeiffer versucht, Esther in die Weltspitze zu bringen, ihre Grenzen erreicht haben. Unter Rheinraumbedingungen verstehe ich unter anderem den vollen Fokus auf das Laufband bei Kerneinheiten, nur zu Hause zu trainieren, zwar viel Social-Media-Content zu machen, aber es darf kein Gegenwind kommen sowie die absolute Akese mit keinerlei Lebensfreude während einer Marathonvorbereitung...
Als Hendrik im letzten Podcast beschrieben hat, wie die Lebensgeister / Lebensfreude bei Esther zurückgekehrt sind, als sie sich mit einer Freundin außerhalb des Sports getroffen hat, war ich ehrlich gesagt erschüttert. Wenn das tatsächlich diese extremen Ausmaße annimmt, dann würde ich meine Teampartnerin schützen und sie aus dem Game rausnehmen. Aber nicht meinen, wie ein Löwe auf allen Kanälen sie versuchen zu verteidigen.
Nur bei einem Punkt würde ich etwas ergänzen: Beim Thema Siegerehrung in Köln halte ich es durchaus für möglich, dass der Veranstalter eine "Mitschuld" an dem Streit hat, weil er vermutlich stark auf Seiten Pfeiffers steht und ggf. nicht gleich im Sinne von Königstein und Wolf entschieden hat, als er von Hendrik kontaktiert wurde.
Oder Hendrik hat ihn wirklich erst sehr spät informiert, dass sie bei der Dopingkontrolle sind.

