(13.09.2026, 16:33)Läufer 800m schrieb:(10.09.2026, 20:59)Gertrud schrieb: Warum ich Femke Bol in der Trainingsvielfalt für enorm gut vorbereitet sehe. Manchmal gefallen mir die Ausführungen nicht so gut. Sie hat aber für eine Mittelstreckerin enorm gute Kraftwerte. Das Gesamttrainingspaket gefällt mir sehr gut, weil es in den Inhalten gut abgestimmt ist.
Ich sehe bei Audrey Werro zwei entscheidende orthopädische Schwachpunkte auch im Vergleich zu Bol. Sie läuft überwiegend in einer nicht vorteilhaften Beckenstellung, während Bol dort sehr in aufgerichteter Form agiert.
Gertrud
Hi,
warum ist der Laufstil von Werro ein Schwachpunkt ? Wie wahrscheinlich ist eine Verletzung dadurch und wie wahrscheinlich ist eine Verletzung wenn sie anfängt daran zu arbeiten ?. Oder meinst du das sie bei einer Anpassung des Laufstils mehr Laufeffizienz erreichen würde?
Die Beckenstellung und die Kniestellung rechts sind bei Werro defizitär. Sie baut dadurch enorme Druckpositionen in anomalen Referenzwinkeln auf. Man kann durch viel spezielles Training für strukturelle Entlastung sorgen und dadurch beheben, aber natürlich nicht von heute auf morgen. Man sieht die unterschiedlichen Beckenstellungen beim Vergleich Werro vs. Bol sehr deutlich. Bestimmte Strukturen geraten permanent unter Stress.
Ich wundere mich immer stark über diese Defizite selbst im absoluten Topbereich. Im Knie an der Patella habe ich jetzt etwas Merkwürdiges bei einer Kollegin gesehen. Durch Überbelastung entstehen wirklich Strukturvergrößerungen. Sie hat an einer Patella eine wahnsinnige Vergrößerung, die auch sehr druckvoll agiert. Ich habe mit ihr für Entlastung durch bestimmte Übungen gesorgt. Sie konnte dann wieder schmerzfrei gehen. Ein Fersensporn entsteht auch so. Ebenso werden viele Menschen in einigen Jahren diese Auswirkungen bei der Kopfflexion zum Handy hin durch Knochenbildung merken. Wenn man die Verletzungsprophylaxe umfassend installiert und automatisiert, strengt sie im Endeffekt auch nicht mehr so an.
Gertrud

