03.09.2026, 13:45
(03.09.2026, 13:19)Notalp schrieb: Eigentlich hast Du keine Antwort verdient. Aber Ich mach es Dir trotzdem leichter. Bei einer wissenschaftlichen Studie lässt sich z.B. prüfen, ob sie in ihrem Ergebnis auf einem induktiven Schluss beruht oder einen naturgesetzlichen Zusammenhang unterstellt und in ihrem Anspruch mehr als Wahrscheinlichkeiten repräsentiert. Man wird daher auch die kausalen Zusammenhänge prüfen. Mit solchen Kriterien gibt man nicht nur beispielhaft das ‘Funktionieren’ von Wissenschaft wieder, sondern kümmert sich auch um den Wahrheits- bzw. Plausibilitätsanspruch. Diesbezüglich ist natürlich auch von Bedeutung, ob sich die praktischen Ableitungen bewähren. Im Falle des Freiburger Intervalltrainings, das mit dem dezidierten Anspruch auftrat, ein wissenschaftliches Training zu sein, habe ich in Bezug auf die kausalen Zusammenhänge den selektiven Blick auf das Herzvolumen und die beabsichtigte Steigerung implizit Bezug genommen. Im Verweis auf den Aspekt der praktischen Bewährung konnte man zunächst auf die Weltrekorde der Athleten verweisen. Wären da nicht Leute gewesen, die aus durchaus unwissenschaftlichen Motiven (also nicht um der Falsifikation willen) zu dem Schluss kamen, dass die “grauslige” Praxis nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann. Diese Leute haben nicht auf wissenschaftliche Studien, sondern u.a. auf pers. Experimente zurückgegriffen und waren mit ihrer traditionsgerichteten Methode (die Intervalle freilich nicht ausschloss!) erfolgreicher.
Die Frage nach der Bedeutung dieses Hinweises würde ich wissenschaftstheoretisch mit dem Hinweis auf das lebensweltliche Fundament der Wissenschaft beantworten. Diese Position nennt man auch konstruktivistisch. Wenn du näheres bzw. Grundlegenderes darüber erfahren möchtest, empfehle ich Dir die renommierte Enzyklopädie für Philosophie und Wissenschaftstheorie!
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hi an wenn richtest sich das an muffman oder mich ?

