03.09.2026, 13:41
(03.09.2026, 13:01)muffman schrieb:(03.09.2026, 11:57)Läufer 800m schrieb:(03.09.2026, 11:33)muffman schrieb:@ muffman, na ja wenn man die Forschung und die Forschenden idealisiert dann ja, und wenn man den Normalbürger pauschal für blöd einordnet, dann ja. Leider/ oder besser oft ist selten etwas ideal, so finden wir im Forschungsbereich ebenso Betrüger und Blender und einfach selbstgerechte nicht wissenschaftliche arbeitenden Leute, wie auch unter Laien, Menschen die durchaus auf Expertenniveau lesen können(03.09.2026, 09:31)Notalp schrieb: Historisch gesehen wurde schon immer viel wissenschaftliches Knowhow für vermeintlich wunderhafteTrainingsmittel fabriziert, die sich am Ende als Flop erwiesen haben. Das gilt für die Propagierung des reinen Intervalltrainings (geboren aus einem selektiven Blick aufs Herz) ebenso wie für die anaerobe Schwelle als zentrale Orientierung. Und dass man glaubte, 400m Läufer nicht länger als 300m laufen zu lassen (ich übertreibe bewusst ein wenig), hatte sicher auch einen wissenschaftsbasierten Hintergrund. Ihre Wissenschaftsgläubigkeit in allen Ehren, aber eine gewisse Skepsis sollte präsent bleiben. Denn aus ihr sind schon wichtige Korrekturen erwachsen, und zwar im Rückgriff auf nicht-wissenschaftliche Erfahrungen.
Sorry, aber du hast offensichtlich überhaupt keine Ahnung, wie Wissenschaft funktioniert. Ein großes Problem an der Schnittstelle Wissenschaft/Praxis ist, dass die wenigsten Menschen wissenschaftliche Studien korrekt lesen und interpretieren können. Dazu gehört auch zu verstehen, was genau der Untersuchungsgegenstand der jeweiligen Studie war, welche Methoden angewandt wurden, wie sich die Studie in den aktuellen Stand der Forschung eingliedert, usw. Es gibt wohl nichts skeptischeres als die Wissenschaft und die dazugehörende Forschung selbst.
Das hat nichts mit blöd zu tun, sondern damit, dass wissenschaftliche Studien nur richtig eingeordnet werden können, wenn die entsprechende Expertise nicht vorhanden ist. Dass im Forschungsbereich nicht alles ideal ist, ist doch klar. Aber das schöne an der Wissenschaft ist, dass Studienergebnisse normalerweise von anderen WissenschaftlerInnen kritisch hinterfragt werden. Du kannst also nicht so einfach irgendeinen Schwachsinn veröffentlichen und damit dann auch in deinem Fachgebiet ernstgenommen werden.
Hi Muffmann,
meine Antwort ging schlicht in die Richtung, deine Pauschalisierung etwas zu relativieren.
Dein Text hinterließ bei mir den Eindruck einer pauschalen Diskreditierung: Zum einen lag darin ein unnötiger persönlicher Angriff(dessen Motivation mir nicht nachvollziehbar ist) gegenüber Notalp . Zum anderen ist deine Behauptung, dem Laien fehle sehr häufig die Expertise zur Einordnung, eine suggestive Aussage, die als Kritik ( von mir so wahrgenommen) gegenüber Notalp, die ich als pauschalen Angriff wahrgenommen hatte. Genauso falsch ist übrigens die Vorstellung, dass alle Wissenschaftler per se skeptisch und fehlerfrei agieren würden.
Ich stimme zu, dass das Peer-Review-System in der Theorie dazu da ist, unsinnige Arbeiten herauszufiltern – aber gerade dort, wo kommerzielle Interessen im Spiel sind, wird auch in der Wissenschaft manipuliert. Mir ging es nicht darum, die Forschung schlechtzureden, sondern um eine ehrliche Einordnung: Weder ist der Forschungsbetrieb unfehlbar, noch ist der Praktiker per se zu unwissend.
Ein mündiger Trainer nutzt Studien als wertvolles Werkzeug, behält dabei aber seinen gesunden Menschenverstand und den Blick für die Realität auf der Laufbahn. Aber sind sie natürlich in ihrer Interpretation nicht immer richtig.
Ich habe gelernt, das hier ganz viel echte LA FAns agieren, die Versuchen ihre Leidenschaft zu teilen
Auch wenn ich darin nicht perfekt bin: Ich versuche hier unter Leichtathletik-Fans eine faire Meinungsdarstellung zu wahren, denn ich betrachte die Leute hier nicht als politische Feinde. Wenn ich deinen Kommentar also nicht als Angriff gegenüber Notalp werten soll, dann muss ich wohl an meinen Deutungsfähigkeiten arbeiten und betrachte damit Thema für mich als abgeschlossen.

