(03.09.2026, 09:31)Notalp schrieb: Historisch gesehen wurde schon immer viel wissenschaftliches Knowhow für vermeintlich wunderhafteTrainingsmittel fabriziert, die sich am Ende als Flop erwiesen haben. Das gilt für die Propagierung des reinen Intervalltrainings (geboren aus einem selektiven Blick aufs Herz) ebenso wie für die anaerobe Schwelle als zentrale Orientierung. Und dass man glaubte, 400m Läufer nicht länger als 300m laufen zu lassen (ich übertreibe bewusst ein wenig), hatte sicher auch einen wissenschaftsbasierten Hintergrund. Ihre Wissenschaftsgläubigkeit in allen Ehren, aber eine gewisse Skepsis sollte präsent bleiben. Denn aus ihr sind schon wichtige Korrekturen erwachsen, und zwar im Rückgriff auf nicht-wissenschaftliche Erfahrungen.
Du interpretierst mich völlig falsch. Ich komme aus der Praxis und habe dann die ersten Kontakte mit der Wissenschaft an der DSHS Köln im Diplom-Sportstudium erhalten. Ich habe die Aufenthalte im anatomischen Institut geliebt. Heute schaue ich sehr stark über den Tellerrand, weil es mir auch Spaß macht. Es kommen Lösungen aus der Wissenschaft und der Praxis. Wo genau meinst du, sei ich gläubig hinsichtlich Wissenschaft? Man kann es hier nicht jedem Menschen recht machen. Ich mache einfach mein Ding mit meinem vernetzten Team.
Gertrud

