03.09.2026, 10:07
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.09.2026, 10:17 von Läufer 800m.)
(03.09.2026, 09:31)Notalp schrieb: Historisch gesehen wurde schon immer viel wissenschaftliches Knowhow für vermeintlich wunderhafte trainingsmittel fabriziert, die sich am Ende als Flop erwiesen haben. Das gilt für die Propagierung des reinen Intervalltrainings (geboren aus einem selektiven Blick aufs Herz) ebenso wie für die anaerobe Schwelle als zentrale Orientierung. Und dass man glaubte, 400m Läufer nicht länger als 300m laufen zu lassen (ich übertreibe bewusst ein wenig), hatte sicher auch einen wissenschaftsbasierten Hintergrund. Ihre Wissenschaftsgläubigkeit in allen Ehren, aber eine gewisse Skepsis sollte präsent bleiben. Denn aus ihr sind schon wichtige Korrekturen erwachsen, und zwar im Rückgriff auf nicht-wissenschaftliche Erfahrungen.
das mag schon sein, aber es ist das Wesen der Wissenschaft und deren Modelle, das sie in allen Bereichen die messbar sind auf Dauer der leistungsfähigere Ansatz ist. Das heißt aber nicht das es auch mal Ereignisse gibt die durch menschliche Erfahrung das bessere Ergebnis bringt. Die Frage ist, welches System ermöglicht auf Dauer Massenhaft eine Wiederholung von sehr guten Ergebnissen. Wahrscheinlich die Wissenschaft, denn je Leistungsfähiger sie wird und die Fehlererfahrung steigt, desto besser werden die Modelle und die Modelle werden zur Zeit immer schneller und schneller besser, deutlich schneller als der Mensch zur Zeit lernen kann (Schach ist nur ein Beispiel). Die Frage ist halt lohnt sich die wissenschaftliche Arbeit für den Standardathleten, wahrscheinlich zur Zeit nicht, da ist wahrscheinlich die klassische Erfahrung des Trainer ausreichend. Alles eine Frage von Aufwand und Ertrag, aber ich glaube schon das die Wissenschaft auf Dauer das leistungsfähiger Modell sein wird. Ob mir das gefällt ist eine andere Frage, wahrscheinlich wird das unerträglich langweilig und frustrierend sein....

