18.08.2026, 18:36
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.08.2026, 18:55 von mariusfast.)
(18.08.2026, 11:37)muffman schrieb:(14.08.2026, 13:49)Reichtathletik schrieb: Du meinst Lea Meyer...
Und mit "Menschen besser geht" meine ich nicht allein ökonomisch.
Ich bin übrigens auch davon überzeugt, dass zumindest ein Teil der Leute, die diese Kommentre ablassen, gar nicht rassistisch sind, sondern sich dem Rassismus bedienen, um schlichtweg Hass irgendwo abzuladen und sich "gut zu fühlen". Genau deshalb ist Widerspruch so wichtig.
Doch. Diese Menschen sind alle Rassisten. Früher konnte sich halt nicht jeder Vollidiot so weitreichend äußern. Wir sollten akzeptieren, dass in dieser Gesellschaft mindestens 40% Rassisten sind. Durch alle Bildungsschichten hinweg. Viele würden sich nicht selbst als solche bezeichnen, sind es faktisch aber.
Wenn ich mir die aktuellen Rassisten anhöre, dann würde ich vllt. sogar mal versuchen, mehrere Stufen vorher anzusetzen. Bspw. rassistische Aussagen wie: Wieso gibt es in Afrika nicht so viele Entwicklungen oder wieso sind sie wirtschaftlich nicht so erfolgreich (alle weiteren Faktoren wie volkswirtschaftliche etc.. werden ausgeblendet.
Und zwar ist ja der Ausgangspunkt immer, dass wir einen höheren IQ Wert hätten (also Abwertung einer ganzen Gruppe und als unveränderbar). Das ist ganz klar in der Wissenschaft Rassismus und somit faktisch falsch.
Bei dem "unveränderbar" würde ich jedoch einfach mal beginnen. Und zwar wird der IQ Wert an sich ja völlig problemlos angesehen, wenn er nur auf Individuen und auf Familien bezogen wird (denn dass kognitive Eigenschaften vererbt wird, darüber besteht ja auch ein Konsens in der Psychologie). In allen Universitäten wird gelehrt, dass dieser unveränderbar sei und dass dieser Wert aussagefähig über alle kognitive Fähigkeiten, vor allem über die fluiden (Nur aufgrund dieser Ausgangslage konnte im Nachhinein ein Bundesland verklagt werden, weil bei einem Jungen, der auf die Förderschule geschickt wurde, im Nachhinein ein fast durchschnittlicher IQ festgestellt wurde. Und der Konsens ist ja, dass dieser Wert nur zu einem ganz geringen Teil veränderbar sei, weshalb der Fehler ausschließlich an dem damals offenbar nicht sprachneutralen Test festgemacht wurde. Mein Dozent für Personalmanagement suchte damals dann als Dr. der Wirtschaftspsychologie auch nach den wildesten Ausreden (weil das ja da eigentlich laut der Theorie eine Kausalität geben muss), wenn jemand mit einem hohen Wert keinen beruflichen Erfolg hatte (war für ihn natürlich sehr leicht, da er ja gleich irgendwelche BigFive Persönlichkeitsmodelle heranziehen konnte etc..).
IQ nach Ländern: Warum schneiden Afrikaner bei IQ-Tests schlechter ab?
Hier noch ein weitere Kritikpunkte mit KI:
[*]Zu starke Vereinfachung: Intelligenz wird auf eine einzelne Zahl reduziert. Wenn jemand unter 70 hat, ist er geistig behindert und es wird nicht angenommen, dass er in hoch angesehenen Fähigkeiten überdurchschnittlich abschneiden könnte.
[*]Begrenzte Messung: IQ-Tests erfassen vor allem logisches Denken, Gedächtnis und Sprach-/Verarbeitungsfähigkeiten, nicht z. B. Kreativität oder soziale Kompetenz. Hier würde ich auch noch ergänzen, dass ich einige Leute kenne, die Schwierigkeiten in Mathe haben, aber dennoch beim IQ Test sehr gut abschneiden (Im IQ Test Schwerpunkt auf Zahlenreihe und räumliches Denken). Ich denke nicht, dass man "logisches" Denken so leicht messen kann. Da gibt es doch so viele Bereiche.
[*]Kulturelle Einflüsse: Sprache, Kultur und Bildung beeinflussen die Testergebnisse. Was wird getestet ist abhängig von der Kultur.
[*]Umweltfaktoren: Bildung, soziale Herkunft und Lebensbedingungen wirken sich auf kognitive Leistungen aus.
[*]Nicht unveränderlich:
[*]Und auch durch Übung manipulierbar.
[*]-Wenn jemand sich nicht gleich Dinge merken kann, wird er bei bestimmten Aufgaben 0 Punkte bekommen. Wie schnell jemand dann durch Wiederholungen etwas verinnerlicht, wird also überhaupt nicht berücksichtigt (ist aber ausschlaggebend für schulischen Erfolg).
[*]Zudem ist es gängig in unserer Gesellschaft anhand Verhaltensweisen, bzw. anhand Abweichungen von normativem Normalzustand (man kann auch sagen Abweichung der subjektiven Moral), Menschen aufgrund ihres Auftretens, wie jemand isst, spricht etc.. in unveränderbare Klassen (Gruppen) zu kategorisieren, was auch Zuschreibung vermeintlicher Intelligenz ist (Siehe Habituskonzept von Bourdieu). Dies ist ja alles völlig normalisiert in unserer Gesellschaft.
[*]Wieso immer alles vereinfachen und in unveränderbaren Kategorien einteilen?
“Anything we can actually do we can afford” Keynes

