(23.07.2026, 19:48)Stelvio2017 schrieb: Edit:
Es wird bei uns ja gerne mal über die vermeintlich fehlende HJ Qualität bei den Frauen gemeckert. Aber werft mal einen Blick auf die Hochsprungergebnisse der Amerikanerinnen. Bei 1.74 ist bereits Schluss!!! - Hall und Brooks fehlen da natürlich.
Man sollte schon kritisch an Analysen gehen und auch sehr genau betrachten, welche TuT den meisten Anteil an Leistungen haben oder auch nicht haben. Oft verhält es sich wie in der Medizin, dass der Chirurg aus dem Lager der Oberärzte besser als ein Chefarzt ist.
"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, dass man seine Beurteilung völlig umstellt!!!" Wenn Roos und Schlesinger über den Hürdenlauf z. B. referieren, schaue ich mir das in den Fortbildungen gelegentlich an und werte das für mich. Sie haben das Monopol in den OSP, zu denen relativ wenige nur den Weg nach außerhalb finden (?). Folglich sollten Roos und Schlesinger auch ihre Vorstellungen deklarieren. Ich selbst würde nie etwas ohne vorhergehende Prüfung übernehmen. Dass Top-AuA zu den wirklich besten TuT lanciert werden, halte ich für den richtigen Weg.
Es sei denn, dass sich einige TuT parallel entwickeln. Dazu gehört, dass man sich neue Dinge nach Mustern erarbeiten kann. Ich experimentiere hier z. B. in meiner LA-AG viel mit Inhalten aus dem Dreisprungbereich in ganz engen Grenzen der strukturellen Belsatungen und bin in der Disziplin in der Analyse auf einem sehr guten Weg und "begutachte" die Verletzungs-key-points aus meiner Kenntnissicht.
Entscheidend ist aus meiner Sicht die Betrachtung der langfristigen verletzungsfreien Leistungskonstanz auf sehr hohem Niveau.
Ich habe mir sehr oft die Frage gestellt, warum eine Sophie Weißenberg sich in bestimmten Disziplinen z.B. im Hochsprung in den letzten Jahren nicht steigern konnte. Sie hat erst jetzt nach der schweren Verletzung ihre Möglichkeiten im Hürdenlauf und Weitsprung erkennen lassen. Sie hatte in Leverkusen recht gute Trainingsbedingungen. Sie hat physisch mit Sicherheit das Potential einer Sabine Braun. Da bin ich mir sehr sicher.
Ich sehe keinen Fortschritt im Vergleich zu Sabine Braun vor ihrem DR vor 34 Jahren. Man muss dazu die unglaublich schicksalhafte Situation der Familie im Krebsbereich sehen, so dass Kontinuität nicht immer machbar war. Glaubt mir, mein Wissen hat sich enorm verbessert und spezifiziert! Insofern sollte man bestimmte defizitäre Bereiche angehen.
Gertrud

