21.07.2026, 19:16
(21.07.2026, 17:54)S_J schrieb:(21.07.2026, 17:13)Barnie schrieb:(21.07.2026, 16:53)S_J schrieb:(21.07.2026, 16:47)aj_runner schrieb: Nochmals zu dem Artikel der SZ:
Dem Vernehmen nach dachte der 25-Jährige womöglich, dass seine verweigerte Probe als „Missed Test“ verbucht werden könnte, wie wenn ein Athlet von einem Tester nicht angetroffen wird.
Wie kann es bei einer ordentlichen Aufklärung zu einer Verwechslung kommen oder wird die Aufklärung so uneindeutig formuliert, dass man es verwechseln kann?
Der Antidopingcode wurde hier im Thread ja schon verlinkt.
Den haben Athleten zu kennen. Im Zweifelsfall sollten Trainer und Manager das lieber einmal zu oft mit den Athleten durchsprechen, damit es in einer solchen Situation nicht zu Verwechslungen kommen kann.
Dementsprechend ist aus meiner Sicht die einzige Frage, ob es vier Jahre werden oder er es auf zwei durch eine gute Verteidigung herunterhandeln kann.
Naja, man kann etwas kennen und trotzdem kann es zu Missverständnissen kommen. Im Übrigen bezweifle ich, dass jeder, der sich dem Antidopingcode unterwirft (es sind ja nur schlappe 124 Seiten), sich des Inhalts und der Konsequenzen immer vollumfänglich bewusst ist.
Und bei der Höhe des möglichen Strafmaß ist es nur angemessen, auch dem Tester in diesem Punkt eine große Mitverantwortung zu geben. Er ist in dieser Angelegenheit schließlich der Profi (und nicht der Athlet) und es ist seine Aufgabe, dass eine Belehrung ordnungsgemäß abläuft und der Athlet diese auch versteht.
Es geht hier ja wirklich nicht um Details.
Wenn jemand vor dir steht und einen Test möchte, ist es immer besser ja zu sagen. Wenn du einen Flug oder einen Wettkampf verpasst, ist das besser als eine Sperre.
Wenn man das nicht versteht und kommuniziert bekommt, dann weiß ich nicht, wofür der DOSB und DLV das entsprechend verantwortliche Personal eigentlich bezahlen.
Wenn es so klar kommuniziert worden sein sollte, dann wäre es in der Tat einfach. Aber dazu gibt es eben unterschiedliche Aussagen. Und deswegen sind die Details dann eben doch wichtig. Der Athlet hat immer unrecht oder unsere Tester machen nie Fehler, das wäre mir jetzt zu einfach.
Diese Widersprüche müssen aufgeklärt werden. Und dann kann es auch ein gerechtes Urteil geben.

