29.06.2026, 09:47
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2026, 09:47 von Läufer 800m.)
[*]hi diak
Ja, da hast du recht mit dem, was du sagst.
Fakt ist aber wohl, dass anaerobes, intensives Training nicht c.p. irgendwelche Mitochondrien killt, wohl aber die Neubildung verzögern kann, nicht killen.
Wenn ich also ständig – so gut wie jeden Tag – ballere, verringere ich tatsächlich meine Mitochondriendichte, weil einfach die Neubildung gestört wird. Deshalb wohl auch der von Reichathletik geschilderte spätere Leistungseinbruch von den Athleten im Saisonverlauf.
Ich denke, es ist halt immer eine Frage, wann ich einen Trainingsreiz setze, warum und wie lange in einer Saisonphase. Will ich die Mitochondriendichte erhöhen, dann darf ich nicht ständig HIIT machen. Will ich aber die Laktatbildungsrate stärken, dann ist wohl HIIT angesagt. Will ich die Verträglichkeit gegen die Folgen von Laktatstoffwechselerhöhung, muss ich halt noch mal einen draufsetzen.
Dann allerdings wird es eng mit der Bildung von neuen Mitochondrien, wenn ich es übertreibe. Aber das ist ja auch nicht mehr das Ziel in der letzten Phase vor dem wichtigsten Wettkampf. Man muss halt überlegen, wo die Schwerpunkte sind. Daher muss man bei der Reizsetzung neben den Bildungszeiträumen auch wissen, wie lange solche Dinge im Körper wirken.
Eine Reihenfolge wäre wohl so anzusetzen, insbesondere für die Mitteldistanzen:
Stufe 1 (Mitochondrien): Basis bauen (Umfang / Schwellentraining)
·[size=1] [/size]Erste messbare Fortschritte: 6 bis 8 Wochen
·[size=1] [/size]Optimale Ausprägung: 6 bis 12 Monate (und jahrelanges, kontinuierliches Aufbauen)
·[size=1] [/size]Erste messbare Rückgänge: nach 3 bis 4 Wochen
·[size=1] [/size]Signifikanter Einbruch: nach 6 bis 8 Wochen (und darüber hinaus)
Stufe 2 (Laktatbildungsrate / VLa_max): Den Turbo zünden
·[size=1] [/size]Erste messbare Fortschritte: 3 bis 4 Wochen
·[size=1] [/size]Optimale Ausprägung: 6 bis 8 Wochen
·[size=1] [/size]Erste messbare Rückgänge: nach 2 bis 3 Wochen
·[size=1] [/size]Signifikanter Einbruch: nach 4 bis 6 Wochen
Stufe 3 (Pufferkapazität / Säureresistenz): Toleranz ausprägen
·[size=1] [/size]Erste messbare Fortschritte: 2 bis 3 Wochen
·[size=1] [/size]Optimale Ausprägung: 4 bis 6 Wochen
·[size=1] [/size]Erste messbare Rückgänge: nach 1 bis 2 Wochen
·[size=1] [/size]Signifikanter Einbruch: nach 3 bis 4 Wochen
Leider gibt es noch so viel mehr zu berücksichtigen und das es Zielkonflikte im der Trainingsgestaltung gibt ist jedem klar, die Kunst des Trainers die richtige Gewichtung und Inhalte zu finden. Und was für den eine Athleten gut ist ist für den anderen gar nicht gut.
Ja, da hast du recht mit dem, was du sagst.
Fakt ist aber wohl, dass anaerobes, intensives Training nicht c.p. irgendwelche Mitochondrien killt, wohl aber die Neubildung verzögern kann, nicht killen.
Wenn ich also ständig – so gut wie jeden Tag – ballere, verringere ich tatsächlich meine Mitochondriendichte, weil einfach die Neubildung gestört wird. Deshalb wohl auch der von Reichathletik geschilderte spätere Leistungseinbruch von den Athleten im Saisonverlauf.
Ich denke, es ist halt immer eine Frage, wann ich einen Trainingsreiz setze, warum und wie lange in einer Saisonphase. Will ich die Mitochondriendichte erhöhen, dann darf ich nicht ständig HIIT machen. Will ich aber die Laktatbildungsrate stärken, dann ist wohl HIIT angesagt. Will ich die Verträglichkeit gegen die Folgen von Laktatstoffwechselerhöhung, muss ich halt noch mal einen draufsetzen.
Dann allerdings wird es eng mit der Bildung von neuen Mitochondrien, wenn ich es übertreibe. Aber das ist ja auch nicht mehr das Ziel in der letzten Phase vor dem wichtigsten Wettkampf. Man muss halt überlegen, wo die Schwerpunkte sind. Daher muss man bei der Reizsetzung neben den Bildungszeiträumen auch wissen, wie lange solche Dinge im Körper wirken.
Eine Reihenfolge wäre wohl so anzusetzen, insbesondere für die Mitteldistanzen:
Stufe 1 (Mitochondrien): Basis bauen (Umfang / Schwellentraining)
·[size=1] [/size]Erste messbare Fortschritte: 6 bis 8 Wochen
·[size=1] [/size]Optimale Ausprägung: 6 bis 12 Monate (und jahrelanges, kontinuierliches Aufbauen)
·[size=1] [/size]Erste messbare Rückgänge: nach 3 bis 4 Wochen
·[size=1] [/size]Signifikanter Einbruch: nach 6 bis 8 Wochen (und darüber hinaus)
Stufe 2 (Laktatbildungsrate / VLa_max): Den Turbo zünden
·[size=1] [/size]Erste messbare Fortschritte: 3 bis 4 Wochen
·[size=1] [/size]Optimale Ausprägung: 6 bis 8 Wochen
·[size=1] [/size]Erste messbare Rückgänge: nach 2 bis 3 Wochen
·[size=1] [/size]Signifikanter Einbruch: nach 4 bis 6 Wochen
Stufe 3 (Pufferkapazität / Säureresistenz): Toleranz ausprägen
·[size=1] [/size]Erste messbare Fortschritte: 2 bis 3 Wochen
·[size=1] [/size]Optimale Ausprägung: 4 bis 6 Wochen
·[size=1] [/size]Erste messbare Rückgänge: nach 1 bis 2 Wochen
·[size=1] [/size]Signifikanter Einbruch: nach 3 bis 4 Wochen
Leider gibt es noch so viel mehr zu berücksichtigen und das es Zielkonflikte im der Trainingsgestaltung gibt ist jedem klar, die Kunst des Trainers die richtige Gewichtung und Inhalte zu finden. Und was für den eine Athleten gut ist ist für den anderen gar nicht gut.

