(24.06.2026, 07:39)Diak schrieb:(23.06.2026, 12:04)Reichtathletik schrieb: 800-Meter-Renntempo ganzjährig: Umbedingt. Aber in den aeroben Trainingsphasen dann eben z.B. als 100-Meter-Intervall mit langer Pause, so dass ich kein Laktat kummuliere. Und eben nicht als 300er oder gar Berganlauf...
sehr einverstanden, wie überhaupt mit der Diskussion, es hat mir gefehlt, fachlich mal wieder ein paar Schritte in die Tiefe zu gehen (und wenn es nur dazu dient, eigene Ideen gespiegelt zu bekommen, das mit den 80ern für alle Energiesysteme ist eigentlich eine sehr gute Aufgabe für die Traininerausbildung und Sport-Theorie, wenn man nen cleveren Kurs hat, war mir wieder entfallen![]()
um Missverständnissen vorzubeugen: was ist denn eine "lange Pause" für einen Lauftrainer? Liest hier ein mittelreflektierter Sprinttrainer mit, könnte er von 12-15 Minuten ausgehen, dann brauche ich aber vielleicht doch etwas zu viele Wiederholungen, bis ich was Aerobes trainiert habe =)
Ich kann nur von mir als kleinen Vereinstrainer sprechen.
Im Herbst/Winter ohne die Möglichkeit einer Halle stand ich auch vor dem Problem, wie ich die "schnellere" Motorik/Wettkampfmotorik über die kalte Zeit immer mal wieder anspreche ohne zu spezifisch zu werden.
Dabei wollte ich aber nicht etwas Aerobes trainieren, sondern wirklich nur die Motorik ein bisschen ansprechen/ankurbeln.
Einmal pro Woche habe ich ausgiebig Laufübungen (und wenn das Wetter mitgespielt hat auch kurze Sprints) im Training gehabt.
Und danach habe ich dann noch 3-6 x 100m im 800m Zieltempo laufen lassen, mit 3 Minuten Pause. Von der Theorie her wäre wahrscheinlich eine noch längere Pause besser gewesen. Aber irgendwann wirds einfach kalt und die Verletzungsgefahr erhöht sich.
Die Pausen habe ich nicht sekündlich genau gestoppt. Ziel war immer eine hohe Bewegungsqualität. Sprich, wenn ein SuS den Eindruck gemacht hat, dass er ncoh pause benötigt, dann war das auch okay. Oder ich habe auch mal bei jemanden auf 80m verringert. Einfach, weil die letzten Meter nicht mehr flüssig ausgesehen haben.
Wie gesagt, bei mir war dabei das Ziel kein Training von eines der Energysystemen sondern der Motorik.
(23.06.2026, 11:50)TranceNation 2k14 schrieb: Sind 6x 30 m fliegend laktazid?
Nehmen wir 30 m fliegend mal als ca. 60-80 m gesamt an (Belastungszeit also irgendwo bei 7-10 sec), wäre das ausdauertechnnisch eher eine reine CrP-Einheit (mit 3 min Pause), also laktazid ab ca. Wdh. 4-5 (vermeidbar durch Serienpause), mit 5 min Pause fast gar nicht laktazid (schwellüberschreitend).
Diak hat hier vor Jahren mal illustriert, wie du mit 80 m Sprints 3 oder sogar 4 verschiedene Ausdauer- oder andere Programme durch Intensitäts- oder Pausengestaltung schaffen kannst.
Ach ja... den Bereich anaerob/alaktazid habe ich vergessen. Danke für die Erklärungen, auch an Reichtathletik.


