(15.04.2026, 11:24)eierluke2 schrieb: Was aber die Durchführbarkeit betrifft, heißt es: Aufwachen, wir leben hier im Industriemuseum Deutschland und sind gedanklich im 20. Jahrhundert stehen geblieben; in der modernen Welt aber ist alles viel einfacher geworden.
So was können inzwischen sogar Handys ziemlich gut: hänge eines an den Käfig, lege eines bei 80 m im Hamsterkäfig mitten in den Sektor, lasse KI eine App schreiben, die die Werte mittelt und wahrscheinlich sogar den Zeitpunkt da der Diskus in der Luft ist alleine begreifen wird, so dass niemand auslösen muss ... .
Es geht darum, wie man Leistungen auf höchsten Niveau (in Ramona wird weltrekordnah geworfen) fair einordnen und vergleichbar mit Leistungen an anderen Orten machen kann. Natürlich bräuchte es dafür kalibrierte und zertifizierte Präzisionsinstrumente und ein detailliertes Regelwerk das deren korrekte Anwendung vorschreiben würde, schließlich geht es um die absolute Spitze. Da kann ich nicht mit aufs Handy aufgesteckten Windmessern mit zweifelhafter Präzision und Verlässlichkeit arbeiten, die ich Pi Mal Daumen auf der Anlage verteilt habe. Das Buzzword KI macht das auch nicht besser.
Und dieses Instrumentarium und Regelwerk muss dann auch bis auf die unterste Ebene Anwendung finden (oder man kann keine WRC durchführen).
Das ist aber für mich auch das Hauptargument gegen die Windmessung im Diskuswurf - der (vor allem finanzielle) Aufwand für die unteren Ebenen ist einfach zu hoch.
There is all the difference in the world between treating people equally and attempting to make them equal (Friedrich August von Hayek)

