Gestern, 07:13
(13.04.2026, 16:42)TranceNation 2k14 schrieb: Ok, die Diskussion führt zwar ins Nichts, aber mit Top30 meinte ich dass die Top30 über 400 doch viel aussichtsreicher sich an 400 m Hü versuchen sollte, wenn man die nötigen 48.45 oder schneller doch ganz easy bereits mit ner 45.45 läuft (wäre jenseits der Top100 2025 über 400 flach). Warum du dich auf 8000 Punkte versteifst, verstehe ich auch nicht. Eigentlich sollten doch gerade die 7000-8000 P Kandidaten jenseits des Blickfelds deiner Logik nach 400 m Hü machen, wenn sie über 400 m stark sind. Und dass die 3 Sekunden (die du noch nebenbei jetzt auf 2 Sekunden "korrigierst") eben doch harte Arbeit sind, sagst du doch selbst, wenn Eaton trotz einer Saison Fokus (du nennst es Verschwendung) die nicht erreicht. Selbst bei 400 m-starken Quereinsteigern sind doch 4-4.5 Sekunden schon stark.
Ein Superargument mit dem Umstieg guter Flachläufern. Ich war über 10er Jahren fassungslos, dass Trainer hier nicht so flexibel wie Du gedacht haben.
WM 2015: in den 400 m Semifinals scheiden 8 Läufer mit unter 45 aus (44,70 / 44,71 / 44,74 / 44,77 / 44,77 unsw.)!
Eine weiterer Ausgeschiedener ist in den Heats noch 43,93 gelaufen.
Ein Tag vor dem 400 flach Finale reichen 47,79 für Gold über 400 Hürden ...
7000 Punkte Athleten können irgendwelche begabten Athleten sein, die vielleicht alles mögliche machen und zwischendurch eben auch mal 7000 Punkte, ist nur halt nicht so attraktiv.
Für 5 mio Preisgeld aber würden Grant Holloway, Sasha Zoya, Cordell Tinch, Warholm oder Duplantis mit einem Monat Vorbereitung problemlos 7000+ machen ...
Um 10K Spezialisten zu definieren ist meine willkürlich gewählte Grenze deshalb 8000 Punkte
Eaton hat sich 2014 halbwegs ernsthaft über die 400 Hürden versucht.
Halbwegs, weil ich den Eindruck hatte dass 2014 eher eine Art Sabbatical für ihn war.
Wahrscheinlich hatte er da gar nicht deutlich unter 46 drauf.
Von 3 auf 2 Sekunden habe ich nicht reduziert, weil ich denke dass 46 flach gleich 48 über die Hürden entsprechen,
sondern nur um Niemanden zu übersehen, der sich bei entsprechender Spezialisierung vielleicht doch auf der Flachstrecke hätte steigern können.
Als Beispiel für den Zeitunterschied in der Weltklasse flach zu Hürden kommt fast nur Harald Schmid in Frage. er ist der einzige der sich in der Höhe seiner Lesitungsfähigkeit zeitgleich mit vollem Einsatz über beide Strecken versuchte:
44,92 und 47,48 (2,56 sek)
Er hatte ein großartiges Rhytmusgefühl, aber seine Beweglichkeit (und damit Hürdenüberquerung) war nicht ganz optimal --> 2,56 ist daher nicht das Limit.
Abderaman Samba lief regelmäßig zumindest auch 400 m flach mit ordentlich Einsatz:
44,60 und 46,98 (2,38 sek)
Das ist natürlich nicht die Erwartung an einen Zehnkämpfer. Aber komplette Quereinsteiger sind sie nun auch wieder nicht, weil sie gelernt haben Hürden zu überqueren.
Also 4 - 4,5 wären OK für einen 8000 (oder meinetwegen auch 7000) Punkte Athleten, der mit seinen Kumpels wettet und nen Monat 400 Hürden trainiert hat.
Bei einem Umsteiger erwarte ich aber schon eine geringere Differenz zur Flachzeit - und bei langfristiger Umstellung (d. h. inkl. einer kompletten Wintervorbereitung) auch eine bessere Flachzeit selber.

